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LICHTENFELS

Beim Lichtenfelser MarriageDay der Liebe auf der Spur

Beim Lichtenfelser MarriageDay der Liebe auf der Spur
Die vier Ehepaare Erika und Gottfried Hofmann, Waltraud und Walter Schramm, Hedwig und Gunder Stark sowie Ingrid und Dieter Dück erläuterten die Gründe für eine glücklichen Ehe über den langen Zeitraum von 50 Jahren (v. li.). Foto: Alfred Thieret

Bereits zum fünften Mal trafen sich am Sonntag in der Franken Akademie im Schloss Schney auf Einladung des Bürgermeisters 14 Ehepaare, die im Lauf des vergangenen Jahres ein Ehejubiläum begehen konnten oder erst frisch verheiratet waren, um den MarriageDay zu feiern, der im Rahmen der „MarriageWeek“ eine lange Tradition in England hat.

Beim Lichtenfelser MarriageDay der Liebe auf der Spur
Bei einem lustigen Sketch mimte Diana Witzgall (re.) eine Mitarbeiterin einer Eheberatung, von der sich ein Ehepaar (Angela Wagner und Günther Lorenz) beraten ließ. Foto: Alfred Thieret
Vor fünf Jahren griffen die Eheleute Sabine und Klaus Rübensaal diese Idee auf und gründeten mit einer Gruppe Gleichgesinnter die Initiative „Lif für Ehe“, und organisieren seither alle Jahre die „MarriageWeek“ mit dem „MarriageDay“ als Hauptattraktion, um die Bedeutung der Ehe für die Gesellschaft zu unterstreichen.

So galt dann auch der Dank des Bürgermeisters Andreas Hügerich sowohl den Ehejubilaren für ihr Erscheinen als auch dem Organisationsteam für das große Engagement. Der Rathauschef hob den hohen Stellenwert der Ehe beziehungsweise des Zusammenseins mit der Partnerin beziehungsweise dem Partner hervor. Es sei ein beruhigendes Gefühl, zu spüren, jemanden an der Seite zu haben, der für einen da ist. Auf der Abenteuerreise „Ehe“ sei es wichtig zu wissen, dass man alle Momente des Lebens mit demjenigen teilen könne, den man liebt.

Mit einem leckeren Imbiss

Beim Lichtenfelser MarriageDay der Liebe auf der Spur
: Georg und Regina Scherer (v. re.), die ebenso wie ihre Freunde Jens und Ina Pönitz (v. li.) im vergangenen Jahr ihre silberne Hochzeit feierten, verrieten ihr Geheimnis einer glücklichen Ehe. Foto: Alfred Thieret
Die 14 Ehepaare erlebten einen angenehmen und unterhaltsamen Vormittag, der nach der Begrüßung mit einem ausgiebigen Frühstück eingeleitet wurde und mit einem leckeren Mittagsimbiss endete. Die Zeit dazwischen war mit einer ganzen Reihe von Aufführungen überwiegend von Mitgliedern des Organisationsteams angefüllt, die alle einen Bezug zu zwischenmenschlichen Beziehungen hatten.

So wurden Gedichte vorgetragen und Lieder sowohl von einer Solistin als auch von einer Gesangsgruppe gesungen. Für ihren lustigen Sketch in Form einer Eheberatung erhielten Diana Witzgall als Therapeutin und Günther Lorenz und Angela Wagner als Ehepaar viel Beifall. Dabei ging es nicht um ein sexuelles Problem wie man lange Zeit glauben konnte, sondern um die Unlust des Mannes zum Geschirrspülen.

Siegerpaar ist seit 25 Jahren verheiratet

Bei einem Quiz mussten viele knifflige Fragen beantwortet werden. Als Sieger ging das seit 25 Jahre verheiratete Ehepaar Klaus und Michaela Knorr hervor, das demnächst ein gemeinsames Candlelight-Dinner erleben darf.

Gleich vier Jubelpaare waren dabei, die vor kurzem ihre Goldene Hochzeit feierten, also auf eine 50-jährige gemeinsame Zeit zurückblicken konnten. Für Gunder und Hedwig Stark aus Schney sind Toleranz und gegenseitige Achtung die Grundpfeiler einer guten und dauerhaften Beziehung. Man müsse den Partner so nehmen wie er ist – mit all seinen Ecken und Kanten. Da es nicht nur Sonnentage gebe, gelte es stets zusammenzuhalten und an eine gemeinsame Zukunft zu glauben.

Für das Ehepaar Dieter und Ingrid Dück aus Lichtenfels ist bedingungslose Verlässlichkeit von entscheidender Bedeutung. Dann könne man auch gemeinsam durch dick und dünn gehen. „Meine Frau Erika und ich waren Tag und Nacht zusammen“, meinte Gottfried Hofmann, schließlich haben einst beide gemeinsam mit dem „Old Fashion“ und der „Weinstube“ zwei bekannte Lokale betrieben. Da habe es schon manchmal Meinungsverschiedenheiten gegeben, aber wir haben uns immer wieder zusammengerauft, unterstrich der auch als passionierter Tennisspieler bekannte ehemalige Gastronom.

„Wir haben uns gegenseitig ergänzt, während ich eher impulsiv war, war mein Mann der ruhende Pol“, stellte Erika Hofmann fest. Für ein harmonisches Miteinander sei das gegenseitige Verständnis wichtig, hob das Ehepaar Walter und Waltraud Schramm aus Trieb hervor. Man müsse dem Partner zwar einen gewissen Freiraum lassen, aber andererseits auch die Interessen des anderen unterstützen.

Intakte Familie als Basis

Die 40-jährigen Ehejubilare Michael und Walpurga Bechmann aus Lichtenfels, die vier erwachsene Kinder haben, sehen eine intakte Familie als die Basis für ein gutes Miteinander. Selbst wenn die Kinder mittlerweile selbst Familien gegründet hätten, werde der Zusammenhalt weiterhin beispielsweise über gemeinsame Familienfeste gefestigt.

Beim Lichtenfelser MarriageDay der Liebe auf der Spur
Die seit 40 Jahren verheirateten Michael und Walpurga Bechmann feierten ebenfalls den MarriageDay zusammen mit den anderen Ehejubilaren. Foto: Alfred Thieret
Unter den sechs silbernen Hochzeitsjubilaren befanden sich auch Andreas und Regina Scherer aus Seubelsdorf. Für sie ist die Grundvoraussetzung für ein gutes Einvernehmen, dass man miteinander redet, indem man auftretende Probleme anspricht, statt Geheimnisse zu haben oder sich zu ärgern. Dies schaffe auch Vertrauen. Auch Kompromissbereitschaft sei in einer guten Ehe erforderlich. Von enormer Wichtigkeit sei aber, dass bei der Kindererziehung beide Partner an einem Strang ziehen. Auch die Initiatoren Sabine und Klaus Rübensaal feierten im letzten Jahr ihre silberne Hochzeit.

Junge Paare sind auch dabei

Es waren aber auch zwei Paare dabei, die erst vor kurzem den Bund fürs Leben schlossen und die bezüglich der Dauer des Zusammenseins den Ehejubilaren nacheifern wollen. So kennen sich zwar Max und Kerstin Stirnweiß schon seit 2012, haben aber erst nach Beendigung ihres Studiums als Wirtschaftsingenieur beziehungsweise Grundschullehrerin geheiratet. Zu den Neuvermählten zählten auch Daniel und Ines Mai, wobei letztere als Leiterin des Kindergartens Seubelsdorf bekannt ist.

Zum Schluss konnte jeder Teilnehmer anonym seine Antwort auf eine Karte zu der Frage des Tages schreiben „Was ist das Geheimnis unserer Ehe?“.

Von Alfred Thieret

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