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LICHTENFELS

GDL Lichtenfels wirft Deutscher Bahn Managementfehler vor

Bei Jubilarehrung schwere DB-Managementfehler vorgeworfen
Unterstützt vom stellvertretenden Bezirksvorsitzenden Bernd Seubert (li.) dankt Ortsgruppenvorsitzender Rüdiger Geier namens der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer den Jubilaren (v.li.) Herbert Kiesewetter, Stefan Kotschenreuther, Hartmut Götz und Dieter Dück. Foto: Klaus Oelzner

Mit der Führungsebene seines Arbeitgebers Deutsche Bahn (DB) und aus Fehlentscheidungen resultierender Mängel im Betriebsablauf ging der Vorsitzende der Ortsgruppe Lichten-fels in der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), Rüdiger Geiger (Wilhelmstal), bei der Jubilarehrung der Gewerkschaft kürzlich in Lichtenfels hart ins Gericht.

„Es braucht keine Manager, die mit sich selbst beschäftigt sind und kostenaufwändig unterstützende Berater

einschalten müssen.“

Rüdiger Geiger, Ortsgruppenvorsitzender GdL

Er prangerte Mängel und fehlende zeitgerechte Weichenstellung für die Bahnzukunft an. „Wir brauchen an den Schaltstellen Eisenbahner mit Wissen, um Leistungen der Mitarbeiter/innen im Fahrbetrieb zu jeder Tageszeit und bei jeder Witterung garantieren zu können,“ sagte er. „Vor 50 Jahren fuhren unsere Züge noch im Plan. Bei jedem Wetter und ohne Pünktlichkeitsmanager“ sinnierte der Ortsgruppenvorsitzende.

Geiger: Ein rasches Umdenken erforderlich

„Es braucht keine Manager, die mit sich selbst beschäftigt sind und kostenaufwändig unterstützende Berater einschalten müssen“. Geiger forderte „ein rasches Umdenken, um nicht nur von einer besseren Eisenbahn zu träumen“.

Respektvoller Umgang mit Mitarbeitern zähle ebenso dazu, wie eine zeitgerechte Ertüchtigung des Liniennetzes und die Wartung des rollenden Materials. Dann, so Geiger, „können Fahrgäste wieder in saubere und sichere Züge einsteigen. Betreut von Mitarbeitern, die ihren Beruf mit Freude erledigen“.

„Ohne Streiks Lohnanpassungen und Verbesserungen erzielt“

Der stellvertretende Bezirksvorsitzende, Bernd Seubert (Würzburg), ging auf gewerkschaftliche Erfolge und anstehende Aufgaben ein. Ohne Streik erzielte Lohnanpassungen und Verbesserungen für planbare Freizeit sah er in Verbindung mit berechtigtem Stolz auf den Zusammenhalt der Eisenbahnerfamilie als greifbare Ergebnisse der mehrstufigen Tarifverhandlungen. Dies bezog er auf bundesweit mit inzwischen nahezu 60 Tarifpartnern 33000 GDL- Mitglieder.

„Beste Wahl“ sei die 1994 von ihm selbst getroffene Entscheidung, seinen Berufsweg bei der Bahn anzutreten. Gleichzeitig kritisierte Seubert den immer stärker spürbareren Personalmangel auf und am Schienenstrang. Hier lägen die Gründe für Betriebsstörungen bis hin zu Zugausfällen und damit Verärgerung der Bahnkunden.

Treue Mitglieder geehrt

50 Jahre Mitglied bei der Gewerkschaft und dafür geehrt wurde Zugbegleiter Herbert Kiesewetter (Coburg). Für 25 Mitgliedsjahre in der GDL wurden Dieter Dück (Lichtenfels), Hartmut Götz (Bad Rodach) und Stefan Kotschenreuther (Michelau) mit Dankurkunde, Ehrennadel und Präsent ausgezeichnet. Christian Peter (Stockheim/Reitsch) konnte seine anstehende Ehrung nicht persönlich in Empfang nehmen.

Von Klaus Oelzner

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