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Grundschule Leuchsental auf Platz 1 bei Aktion „Löwenzahn“

Grundschule Leuchsental auf Platz 1 bei Aktion „Löwenzahn“
Über 200 Euro von der Bayerischen Landesarbeitsgemeinschaft Zahngesundheit Bayern (LAGZ Bayern) freuten sich die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Leuchsental zusammen mit ihren Lehrkräften sowie Brigitte Krappmann-Büttner, die für die LAGZ die Schulklassen und Kindergärten besucht, und Fabian Lutz. Foto: Gerd Klemenz

Aus dem Bereich des Schulamtes Lichtenfels erzielte die Grundschule Leuchsental das beste Ergebnis bei der Kampagne „Löwenzahn“ der Landesarbeitsgemeinschaft Zahngesundheit (LAGZ). Zusätzlich zum 1. Platz erhielt die Grundschule eine Goldplakette sowie einen Scheck über 200 Euro.

Karies ist mit Abstand die häufigste Erkrankung des Menschen

Karies ist mit Abstand die häufigste Erkrankung des Menschen. Sie ist im Wesentlichen auf falsche Ernährung und fehlende Mundhygiene zurückzuführen. Auch wenn die Zahl der Erkrankungen in Deutschland dank intensiver Maßnahmen rückläufig ist, gilt es, diesen positiven Trend zu erhalten und weiter zu verbessern. Durch regelmäßige zahnärztliche Untersuchungen können Karieserkrankungen frühzeitig festgestellt und behandelt werden.

Ziel der Aktion „Löwenzahn“ ist, alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 4 in Bayern zu erreichen und durch prämierte Rücklaufkarten zu motivieren, zweimal jährlich zum Zahnarzt zu gehen. Die Aktion gibt es seit dem Schuljahr 1997/1998, wird schuljährlich wiederholt und vom Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst unterstützt. 73 Prozent aller Grund- und Förderschulen, die an der Aktion teilnahmen, meldeten ihr Ergebnis LAGZ.

Insgesamt gab es 334 Geldpreise, 222 Sachpreise sowie Gold- und Silbermedaillen. „Im Schuljahr 2018/19 erzielte unsere Grundschule Leuchsental mit 155 Prozent wieder ein Super-Ergebnis“, so Rektorin Yvonne Kern. „Das heißt, durchschnittlich war jedes Kind mindestens einmal mit Löwenzahn beim Zahnarzt“, erklärte Brigitte Krappmann-Büttner, die für die LAGZ die Schulklassen und Kindergärten besucht.

„Kreidezähne“ im Grundschulalter immer öfters diagnostiziert

Die Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH), eine in den vergangenen Jahren vermehrt auftretende Erkrankung der neuen Backenzähne sowie der Schneidezähne, wird mittlerweile bei immer mehr Kindern im Grundschulalter diagnostiziert. Die Ursachen der Zahnerkrankung sind bislang unbekannt. Umgangssprachlich ist MIH unter dem Begriff „Kreidezähne“ bekannt, weil sie sich auf den Zahnschmelz auswirkt und bereits in einem frühen Stadium Überempfindlichkeit und Schmerzen verursacht.

Ohne entsprechende Gegenwehr kann es passieren, dass sich der Zahnschmelz allmählich auflöst. Eine schnelle und saubere Diagnose beim Zahnarzt, eine häufigere Fluoridierung der Zähne und die regelmäßige Kontrolle beim Zahnarzt sind laut Expertenmeinungen unbedingt notwendig, um eine Verschlimmerung des Zustandes zu verhindern. H

ier kommt der Aktion Löwenzahn die Schlüsselaufgabe zu, die Verbindung zwischen der in der Schule thematisierten Zahngesundheit und dem Zahnartbesuch in der Praxis herzustellen und in Zukunft noch mehr Eltern zu motivieren, mit ihren Kindern regelmäßig zum Zahnarzt zu gehen.

Ergebnisse im Bereich des Schulamtes Lichtenfels

Im Schulamt Lichtenfels wurden folgende Ergebnisse erzielt:

• Grundschule Leuchsental Roth 155 Prozent

• Regens-Wagner-Schule Förderzentrum Burgkunstadt 91 Prozent

• Privates Sonderpädagogisches Förderzentrum St. Katharina-Schule Lichtenfels 80 Prozent

• Grundschule Altenkunstadt 78 Prozent

• Grundschule Hochstadt a. Main 77 Prozent

• Privates Förderzentrum Maximilian-Kolbe-Schule Lichtenfels 74 Prozent.

Von Gerd Klemenz

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