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LICHTENFELS

Kreisausschuss Lichtenfels über Verkehrsregelung für den Jura

Die Engstelle in Wunkendorf. Hier wird es ein Tempolimit von 30 Stundenkilometern geben, außerdem sollen die Markierungen erneuert werden. Im Bild sind gut die Markierungen des Messwagens des Staatlichen Straßenbauamts zu erkennen. Foto: Landratsamt Lichtenfels

Die Eröffnung der Weismainer Umgehung am 20. Dezember macht den Weg frei für den Schwerverkehr in Richtung Kleinziegenfelder Tal. Denn es fällt die Durchfahrt durch das Jurastädtchen und das südliche Stadttor weg, durch das nur Fahrzeuge bis dreieinhalb Meter Höhe rollen durften. Im Kreisausschuss stellte der Leiter des Kreisbauhofs, Heiko Tremel, die Maßnahmen vor, um zum einen den Schwerverkehr vom Kleinziegenfelder Tal abzuhalten und zum anderen die Belastung der Einwohner von Modschiedel und Wunkendorf bis zur Fertigstellung der Ortsumfahrten erträglich zu erhalten.

Zuvor hatte Landrat Christian Meißner darauf hingewiesen, dass es keine Patentlösung für die Lenkung des Schwerverkehrs geben wird. Von den drei Möglichkeiten habe man die erträglichste ausgewählt.

Engstellen bereiten Planern Kopfzerbrechen

Kreisbauhofchef Tremel stellte eben jene drei Strecken vor, die bei einer Verkehrsschau von Staatlichem Bauamt, Stadt Weismain, Verkehrsbehörde, Polizei und Kreisbauhof untersucht worden waren. Deren Ergebnis: die Staatsstraße 2191 durchs Kleinziegenfelder Tal ist zwischen Kleinziegenfeld und der Schrepfersmühle mit einer teilweisen Fahrbahnbreite von vier Metern für Laster zu schmal, ebenso die Kreisstraße Lif 10 nach Weiden.

Bleibt noch die Kreisstraße Lif 12 mit den Ortsdurchfahrten Wunkendorf und Modschiedel. In diesen bereiten allerdings zwei Engstellen den Verkehrsplanern Kopfzerbrechen. Schließlich entschieden sich die Verantwortlichen laut Tremel für eine Beibehaltung des Status quo, zumindest für den Schwerverkehr aus Richtung Autobahn A70, schließlich „muss wegen der Engstellen ein Begegnungsverkehr von Lastwagen vermieden werden“.

Auf diesen Straßen dürfen Lkw weiterhin fahren

Die Engstelle der Staatstraße 2191 kurz vorm Ortseingang Kleinziegenfeld. Diese Strecke ist für Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen frei.

Das heißt, dass die Laster bis 7,5 Tonnen von der Staatsstraße 2190 weiter durchs Kleinziegenfelder Tal fahren dürfen. Der Schwerverkehr soll weiter die Straße Ku 4 im Nachbarlandkreis Kulmbach befahren.

In Richtung A70 soll der Schwerverkehr über die Lif 12 durch Wunkendorf und Modschiedel geleitet werden. In den beiden Engstellen ist ein Geschwindigkeitslimit von Tempo 20 km/h beziehungsweise 30 km/h vorgesehen. Des Weiteren sind Warnbarken an den Gebäuden geplant. Sollte dies nicht ausreichen, könnte man auch über eine Ampel nachdenken, so Tremel.

Mit dem Bau der entlastenden Umgehungsstraßen soll bei Modschiedel im nächsten Jahr begonnen werden, bei Wunkendorf stehen jedoch noch Verhandlungen mit Grundstückseigentümern an.

Aus dem Kreisausschuss

Einige Feuerwehren im Landkreis Lichtenfels dürfen sich über Zuschüsse des Landkreises freuen. Der Kreisausschuss stimmte folgenden Förderungen zu:

Altenkunstadt: 10.000 Euro für die Beschaffung eines Tragkraftspritzenfahrzeuges für die Feuerwehr Baiersdorf.

Weismain: jeweils 10.000 Euro für die Beschaffung von je einem Tragkraftspritzenfahrzeug für die Feuerwehren Arnstein und Modschiedel.

Ebensfeld: 5.000 Euro für die Beschaffung eines Löschgruppenfahrzeuges für die Feuerwehr Ebensfeld; 5.000 Euro für den Bau eines Feuerwehrstellplatzes sowie 10.000 Euro für die Beschaffung eines Tragkraftspritzenfahrzeuges für die Feuerwehr Unterbrunn.

Bad Staffelstein: 5.000 Euro für die Beschaffung eines Löschgruppenfahrzeugs für die Feuerwehr Uetzing; 10 000 Euro für die Beschaffung eines Tragkraftspritzenfahrzeugs für die Feuerwehr Wiesen.

Burgkunstadt: 10.000 Euro für die Beschaffung eines Tragkraftspritzenfahrzeugs für die Feuerwehr Mainroth.

Lichtenfels: jeweils 10.000 Euro für die Beschaffung von Tragkraftspritzenfahrzeugen für die Feuerwehren Seubelsdorf und Trieb.

• Der Landkreis Lichtenfels zeichnet verdiente Persönlichkeiten mit der Ehrenmedaille aus. Aktuell gibt es 22 lebende Träger dieser Auszeichnung, laut Verleihungsrichtlinien sind insgesamt 25 festgelegt. Da zu erwarten ist, dass in den nächsten Jahren mehr Frauen und Männer die Voraussetzung für die Verleihung erfüllen, stimmte das Gremium einer Anhebung auf 40 lebende Ehrenmedaillenträger zu.

• Der Landkreis Lichtenfels wird dem Förderverein des Forschungs- und Anwenderzentrums für Digitale Zukunftsfelder (FADZ) beitreten. Das beschloss der Kreisausschuss. Der Lichtenfelser Bürgermeister Andreas Hügerich hatte zuvor die große Chance der neuen Einrichtung betont. Durch die Kooperation von Hochschulen, weiteren Bildungseinrichtungen, regionalen Unternehmen, staatlichen beziehungsweise öffentlich-rechtlichen Institutionen, Verbänden und weiteren Förderern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sollen neue Impulse für die zukünftige Entwicklung von Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung gesetzt und der digitale Wandel im regionalen Wirtschaftsraum mitgestaltet werden.

• Grünes Licht gab es vom Gremium für die weitere Bewilligung von Zuschüssen für die Denkmalpflege. Insgesamt stehen für dieses Jahr noch gut 31.000 Euro zur Verfügung, die noch nicht vergeben wurden. Der Höchstzuschuss für ein Vorhaben beträgt 5.000 Euro.

 

Über Unterstützung durch den Landkreis dürfen sich auch einige Sportvereine freuen:

• 3.650 Euro für den TTC Unterzettlitz wegen Renovierung des Vereinsheims.

• 17.900 Euro für die königlich-privilegierte Scharfschützengesellschaft Lichtenfels wegen Neubau eines Schießstands.

• 1.650 Euro für den STC Redwitz wegen Dachsanierung des Vereinsheims.

• 2.100 Euro für den TSV Staffelstein wegen Renovierung an der Peter-J.-Moll-Halle.

• jeweils 750 Euro an den BLSV, den Turngau Südoberfranken und den BLV Oberfranken.

 

• Seit Mai ist der Landkreis Lichtenfels eine staatlich anerkannte Öko-Modellregion. Dieser wollen sich auch einige Kommunen aus dem Landkreis Bamberg anschließen, nämlich die Verwaltungsgemeinschaft Steinfeld mit den Gemeinden Königsfeld, Stadelhofen und Wattendorf, die Stadt Scheßlitz und der Markt Zapfendorf. Dazu gab der Kreisausschuss seinen Segen.

• Für 1,1 Millionen Euro wird der Landkreis das Anwesen in der Gabelsberger Straße 24 zu einem Verwaltungsgebäude umbauen. Das Staatliche Schulamt hat seine Räume bereits im Erdgeschoss, in die beiden weiteren Stockwerke sollen das Gesundheits- sowie das Veterinäramt einziehen. Geplant sind laut Kreisbaumeister Stefan Weisser der Bau eines Aufzugs sowie eines separaten Eingangs fürs Gesundheitsamt. Weitere Maßnahmen sind die Schaffung der Barrierefreiheit, der Brandschutz, die Sanierung der Fußböden, Elektroanlage, Heizung, des Dachs und der Sanitäranlage. Vorgesehen sind auch Malereiarbeiten. Das Geld für das Vorhaben stammt aus Rückstellungen für ein Schülerwohnheim.

• Der Landkreis Lichtenfels will sein Marketing für den Nahverkehr verstärken. So sollen Informationen über Abfahrtszeiten, Tickets und den Rufbus zusammen mit den Abfallinformationen an alle Haushalte verteilt werden.

Von Steffen Huber

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