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LICHTENFELS

Neue Schulleiter im Landkreis

Neue Schulleiter im Landkreis
Ein Bild mit Symbolcharakter: Die neuen Funktionsträger erfahren Rückendeckung. Hinter Matthias Pellmaier, Pia Löffler, Bernd Schick, Yvonne Seeliger und Anja Pschirrer stehen Bernhard Jeßberger und Stefanie Mayr-Leidnecker. Foto: Markus Häggberg

„Vorstellung neuer Funktionsträger“ - das ist Beamtendeutsch und bedeutete im Falle des Staatlichen Schulamts Lichtenfels einen Begrüßungstermin, bei dem am Freitagvormittag vor allem neue Schulleiter zusammenfanden. Menschen mit Biografien und an einem Zeitpunkt der Einarbeitung stehend.

Der ovale Tisch im 1. Stock der Adresse Gabelsberger Straße 24 war gedeckt. Kaffee und Plätzchen. Doch bis 10 Uhr musste Schulamtsleiterin Stefanie Mayr-Leidnecker nicht warten, um die „Neuen“ zu begrüßen. Zehn Minuten vor dem Termin trudelten sie ein, zwei neue Schulleiterinnen, ein neuer Rektor und eine Beratungsrektorin mit Themenfeld Schulpsychologie.

„Im Schulamtsbezirk sind wieder alle Posten besetzt, es steht in jeder Klasse ein Lehrer.“

Stefanie Mayr-Leidnecker,

Schulamtsleiterin

Was sie nach dem Platznehmen zu hören bekamen, war ein durchaus humoriger Wink zu einem Umstand und zur Bedeutung eines Schulleiters. Denn Bernhard Jeßberger, Personalrat für die Gesamtheit der Grund- und Mittelschulen im Landkreis Lichtenfels, hielt einen Artikel der „Süddeutschen“ vor, aus dem zu entnehmen ist, dass in Bayern keiner mehr so recht Schulleiter werden wolle. Dabei zeichnete Jeßberg das Bild eines Schulleiters, der in eine Welt gestellt ist, in der er zwischen Eltern, Schülern, Schule und Schulamt zu lavieren hat.

Aufgaben sind nicht nacheinander, sondern nebeneinander zu erledigen

Dass die Veranstaltung einen optimistischen Charakter trug, war aber auch dem Umstand geschuldet, den Gastgeberin Mayr-Leidnecker hervorhob: „Im Schulamtsbezirk sind wieder alle Posten besetzt, es steht in jeder Klasse ein Lehrer.“ Auch sie vermochte in ihrer kurzen Ansprache aufzuzählen, was der Beruf eines Schulleiters so mit sich bringt: fristgerechtes Abgeben von Statistiken, Erstellen ausgefeilter Stundenpläne, Repräsentationsaufgaben auch am Wochenende, das Ernstnehmen der Nöte aller Berufsgruppen, die im Schulhaus mitarbeiten, das Führen eines Lehrerkollegiums und nicht zuletzt der Unterricht selbst. Und all das werden die neuen Funktionsträger „leider nicht nacheinander, sondern oft nebeneinander zu erledigen haben“, so die Schulamtsleiterin.

Die Stundenpläne sind natürlich längst ausgearbeitet

Doch wie arbeitet man sich in eine neue Schule beziehungsweise solch neue Aufgabe ein? Eine Antwort gab Pia Löffler, bislang Konrektorin, nun Schulleiterin der Dr.-Roßbach-Grundschule in Lichtenfels. Die Stundenpläne, so sagte sie, seien ja schon längst vor Schulbeginn ausgearbeitet worden.

Neben ihr saß Bernd Schick, zu dem es sich Mayr-Leidnecker nicht nehmen ließ, neckisch zu werden. Zwei Jahre habe er „im Coburger Ausland“ gewirkt, nun ist er Rektor der Lichtenfelser Herzog-Otto-Mittelschule und gleichzeitig Verbundkoordinator eines Mittelschulverbunds. Seine Herangehensweise: „Ich muss mir erstmal Überblick verschaffen, unter anderem Menschen vor Ort kennenlernen. Und in den ersten Tagen werden wir ganz, ganz viel miteinander reden.“

Besondere Herausforderung für die Beratungsrektorin Anja Pschirrer

Mit einer besonderen Herausforderung wird hingegen Beratungsrektorin Anja Pschirrer zu kämpfen haben. Ihre Eingewöhnung wird in der Übergangslösung eines Schulcontainers stattfinden, dort ist an technischem Gerät „noch nix angeschlossen“. Aber die Frau hat auch Außendienst. „Ich werde die Schulen abklappern (…) ich werde viel rausfahren.“

Überdies treten nun auch Yvonne Seeliger und Matthias Pellmaier ihre Schulleitungs- bzw. Konrektorenposten an: Seeliger an der Grundschule in Marktzeuln und der gebürtige Bamberger und Oberbayern-Heimkehrer Pellmaier an der Dr.-Roßbach-Grundschule in Lichtenfels. Letzterer mit der ihm von seiner Vorgesetzten Löffler angetragenen Aufforderung, bei aufkommender „Gefahr der Betriebsblindheit“ zu sagen, wenn ihm da „was auffällt“.

Demnächst stehen nun die Vereidigungen der neuen Funktionsträger an.

Von Markus Häggberg

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