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LICHTENFELS

Beim Schnupperkegeln mit Elan in die Vollen gezielt

Beim Schnupperkegeln mit Elan in die Vollen gezielt
Großen Elan legte auch Tim an den Tag beim Schnupperkegeln auf der Anlage des FC Lichtenfels im Rahmen des Ferienprogramms. Foto: Mario Deller

„Alle Neune“ fielen an diesem Freitagnachmittag zwar nicht, doch dem Ehrgeiz und dem Spaßfaktor tat dies keinen Abbruch beim Kegel-Schnuppertraining auf der Anlage des FC Lichtenfels.

Sechs Jungen und ein Mädchen griffen bei der Ferienaktion der Kommunalen Jugendarbeit des Landkreises mit großer Begeisterung zu den Kugeln.

Auftakt mit einem mehrstimmigen „Gut Holz“

Bei den Keglern grüßt man sich traditionell mit „Gut Holz“, und das dreimal hintereinander. „Mal sehen, ob es funktioniert“, lachte Wolfgang Gerhard, der zusammen mit Werner Stäblein und dem Jugendspieler Benedikt Wagner die jungen Teilnehmer in der Kegelanlage willkommen hieß. Franz, Anton, Max, Tim, Kevin, Felix und Martha stimmten ein. Nach diesem gelungenen choralen Auftakt konnte es losgehen. Bevor es auf die Anlage ging, erklärte Wolfgang Gerhard den Unterschied zwischen Kegeln und Bowling. Die Kinder erfuhren außerdem, dass schon vor 800 Jahren gekegelt wurde.

„Wir müssen die Kegel heutzutage nicht mehr selbst mühsam mit der Hand aufstellen. Das erledigt auch hier in Lichtenfels eine Maschine.“
Wolfgang Gerhard erklärt den Kegelautomat

„Damals nahm man noch Holzkegel, deshalb auch die Begrüßung von vorhin.“ Er hielt dazu ein uraltes Modell von anno dazumal in die Höhe.

Dass die Kegel mittlerweile aus Kunststoff bestehen, ist nicht die einzige Änderung in der Historie des Sports. „Wir müssen die Kegel heutzutage auch nicht mehr selbst mühsam mit der Hand aufstellen. Das erledigt auch hier in Lichtenfels eine Maschine“, fuhr Gerhard fort. Gespannt lauschten die Kegler von morgen beziehungsweise übermorgen.

Beim Schnupperkegeln mit Elan in die Vollen gezielt
Bevor die ersten Kegelversuche gestartet wurden, bat Wolfgang Gerhard darum, achtzugeben auf zurücklaufende Kugeln. Foto: Mario Deller

Per Pendelschwung durch die Beine

„Wollt Ihr einmal aus der Nähe sehen, wie die Anlage funktioniert?“ Das ließen sich die Kinder nicht zweimal sagen, und so ging es im Gänsemarsch an der Seite vor zum elektronischen Herzstück der Anlage. Hautnah bekamen die Teilnehmer mit, wie bei einem Wurf maschinell die Kegel nach oben gezogen werden und schließlich wieder nach unten wandern. Doch die Veranstaltung hieß nicht umsonst „Schnupperkegeln“. So durfte der Nachwuchs selbstverständlich ausgiebig selbst die Kugeln werfen, die für jüngere Athleten ein entsprechend geringeres Gewicht aufweisen. Vor dem Hintergrund des Alters der Kinder, das größtenteils zwischen sieben und zehn Jahren lag, wurde die „Einstiegsvariante“ per Pendelschwung durch die Beine gewählt.

Beim Schnupperkegeln mit Elan in die Vollen gezielt
Unter den Augen von Werner Stäblein war der junge Anton mit absoluter Konzentration bei der Sache. Foto: Mario Deller

Auf einen Punkt wies Wolfgang Gerhard die Kinder vorsorglich hin: „Wichtig ist der faire Umgang unter den Mitspielern.“ Aber die Teilnehmer gingen sehr entspannt und freundlich miteinander um. Es fiel kein böses Wort.

Klar hielt sich die Zahl der fallenden Kegel in Grenzen. Doch bekanntermaßen haben selbst die besten Kegler der Welt einmal klein angefangen. „Ist gar kein Problem, passiert jedem mal“, ermutigte Wolfgang Gerhard einen Jungen, nachdem dessen Wurf misslungen war. „Klasse“, lobte er dann wieder, wenn nach einem Versuch vier oder gar fünf Kegel fielen.

„Elfmeterkegeln“ als ganz besondere Gaudi

Im Anschluss an ein kleines Kegelturnier hatten sich die Übungsleiter dann noch als besonderen Jux ein „Elfmeterkegeln“ ausgedacht. Drei aufgestellte Kegel bildeten quasi Pfosten und in der Mitte einen „Torwart“. Es galt, die Kugel durch einen der beiden Zwischenräume hindurch zu spielen, ohne Pfostentreffer und ohne dass der Torwart „hält“ – beziehungsweise in diesem Fall fällt.

Beim Schnupperkegeln mit Elan in die Vollen gezielt
Ein wenig Grundlagen zu Beginn sind bei Kegelneulingen unvermeidlich. Wolfgang Gerhard gestaltete seine Ausführungen sehr kindgerecht. Foto: Mario Deller

Die zweieinhalb Stunden vergingen für Max, Martha und all die anderen Kinder wie im Flug. Kegeln tut nicht nur der Gesundheit gut und fördert die Konzentration. Sondern es macht einfach, wie sich bei der Ferienaktion zeigte, vor allem Laune.

 

Von Mario Deller

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