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LICHTENFELS

HPZ-Kids auf Crash-Kurs im Autoscooter

HPZ-Kids auf Crash-Kurs im Autoscooter
Hey, wer drängelt da? Beim Autoscooter ging es rund. Foto: Corinna Tübel

Es ist schon eine Tradition: Der Nachmittag des Schützenfestmontags gehört den Kindern und jungen Menschen des Heilpädagogischen Zentrums der Caritas aus Lichtenfels – und das seit über 40 Jahren. Viel Einsatz zeigten die ehemalige Korbstadtkönigin und Schützin Ilka Engels und alle Schausteller des Platzes, die ihre Attraktionen der bunten Gruppe kostenlos zur Verfügung stellen.

Jeder der Inhaber wurde am Montag von Ilka Engels, ihrer Schwester oder ihren Eltern freundschaftlich begrüßt, es war ein großes Wiedersehen. Viele sind schon jahrzehntelang dabei, einige kennen schon einige der Kinder und Jugendlichen.

HPZ-Kids auf Crash-Kurs im Autoscooter
Auch die Kleinen überblickten den großen Festplatz.

Diese haben um 13.30 Uhr beim Festwirt Daniel Iwanschenko Chicken Nuggets und Pommes zur Stärkung bekommen. Dann ging es los: Vom Dosenwerfen über?s „Motodrom“ oder „Freddys Company“ wurde alles ausprobiert. Mutige wie Maria trauten sich sogar in die berüchtigte Bayernwippe: „Das war das Beste, ich mag schnelle Sachen.“ Auch den Autoscooter fand sie toll.

Während manche Fahrgeschäftsbetreiber beispielsweise das Tempo an diesem Tag etwas drosselten, fuhren die Wagen des Autoscooter mit normaler Geschwindigkeit. Viel Gekreische und strahlende Gesichter gab es bei den Zusammenstößen, manche der miteingestiegenen Betreuer wurden mächtig durchgeschüttelt. „Da müssen sie durch. Die strahlenden Augen der Kinder sind es doch wert“, lacht die Mitbetreiberin Ivonne Perz.

Sie nehme oft an solchen Aktionen auch im Rahmen anderer Feste teil: „Warum auch nicht? Behinderte, Kinder ohne Eltern oder Flüchtlingskinder sollen gerne einen schönen Tag erleben!“

„Manche Kids, sie sonst

wenig Emotionen zeigen, blühen hier voll auf.“

Melissa Amon und Lena Hörnlein, Erzieherinnen

Insgesamt erlebten an diesem Tag rund 30 Kinder und junge Menschen zwischen neun und 20 Jahren einen unvergesslichen Tag: „Den vergessen sie nie, der kommt immer mal wieder zur Sprache“, wissen die beiden Erzieherinnen Melissa Amon und Lena Hörnlein. „Der Tag ist schon lange vorher wieder ein Thema und manche Kids, sie sonst wenig Emotionen zeigen, blühen hier voll auf.“

HPZ-Kids auf Crash-Kurs im Autoscooter
Schwindelfrei: Maria und ihre Freundin trauten sich fast in jedes Fahrgeschäft. Foto: Corinna Tübel

Weiter ging es zum „Bungee Jumper“, bei dem Kleine und Große beim Springen ihren Spaß hatten. Elias fand es toll, er hat keine Angst gehabt. Mitarbeiter Bernd Gleißner beobachtete die Kids anerkennend: „Die machen das echt gut! Und das Grinsen, Schäkern und Lachen ist das Größte für mich!“

Wohltuende Herzlichkeit der Schausteller

Große Augen gab es auch beim Losstand, bei dem jeder Schützling des Heilpädagogischen Zentrums fünf Lose ziehen durfte. Nieten gab es nicht, so dass jeder bald mit einem riesigen Kuscheltier oder einem Fahrzeug im Arm mit seinen Freunden um die Wette grinste. „Ohne die Schausteller würde das hier nicht funktionieren, diese Herzlichkeit und diese Großzügigkeit ist so bewundernswert“, betonte Ilka Engels immer wieder.

So konnte auch Shireen, die im Rollstuhl sitzt, dank der Hilfe der Betreiber mit der alten Eisenbahn oder dem Karussel fahren. „Ich hab den schönsten Job der Welt“, strahlt Ingrid Wenzel vom „Jumbo Jet“, die wie viele andere auch noch ein oder zwei Extrarunden einlegt.

HPZ-Kids auf Crash-Kurs im Autoscooter
Ilka Engels und ihre Schwester sind stolz auf die Sieger des Malwettbewerbs: (vorne v. li.) Eileen, July und Matthäus. Foto: red

Doch manchmal wollen auch einige nicht mitfahren: „Ne, da bin ich zu groß dafür“, flüsterte es durch die Reihen. Kids haben eben ihren Stolz. Aber, sie möchten auch etwas zurückgeben. Die Bilder des Malwettbewerbs für die Kinder, den Ilka Engels erstmals ins Leben gerufen hatte, werden in den nächsten Tagen an den ein oder anderen Schausteller überreicht.

HPZ-Kids auf Crash-Kurs im Autoscooter
Jede Menge Spaß gab es in den Fahrgeschäften. Foto: Corinna Tübel

Die Kinder haben auf?s Papier gebracht, wie sie das Schützenfest sehen: vom Autoscooter, über Bratwürste und Eis, hin zur „Bayernwippe“ oder der Eisenbahn. Die Palette ist vielfältig. Die schönsten fünf Bilder bekamen sogar noch einen Preis, der von der Familie Engel persönlich gestiftet wurde: Parfüm und jede Menge Süßigkeiten.

Matthäus führte die Reihe mit seinem kunterbunten Lageplan an, Eileen bedeutete der Eiswagen das Schützenfest schlechthin, für July durfte der Autoscooter nicht fehlen, Michelle hat am meisten die Bayernwippe beeindruckt und Jonas wird wahrscheinlich auch von der Eisenbahn träumen.

Ein Großteil der Aktionen getestet

Am Ende des Tages hatten alle wagemutig einen Großteil der Attraktionen getestet. Was das Schönste war, ist schwierig zu sagen. Jede der Fahrten oder Aktionen bot ein ganz besonderes Highlight. Bei einem Abendessen und Getränken konnten sich Kinder, Jugendliche und Betreuer nochmals stärken. Von diesem Tag wird der ein oder andere noch lange zehren.

Von Corinna Tübel

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