aktualisiert:

LICHTENFELS

22,3 Millionen Euro Corona-Hilfen im Landkreis Lichtenfels

22,3 Millionen Euro Corona-Hilfen im Landkreis Lichtenfels
Die meisten Corona-Hilfen gab es auch im Landkreis Lichtenfels für das Gastgewerbe. Foto: Uwe Ansbach/dpa

Rund 22,3 Millionen Euro an Corona-Hilfen wurden seit Juli 2020 an Unternehmen im IHK-Gremium Lichtenfels ausbezahlt, wie die IHK für Oberfranken Bayreuth meldet. Bisher wurden 1066 Anträge bewilligt. Vor allem profitierten die Unternehmen der Region von der Überbrückungshilfe III.

Die Summe umfasst die Zahlungen aus den Hilfsprogrammen Überbrückungshilfe I bis III, die November-, Dezember- sowie die Neustarthilfe. Die IHK für München und Oberbayern ist im Auftrag der Bayerischen Staatsregierung für die Abwicklung der Wirtschaftshilfen zuständig. Bayernweit wurden seit Juli 2020 rund 250 000 Anträge bewilligt und 6,2 Milliarden Euro an Corona-Wirtschaftshilfen ausbezahlt. Hinzu kommen noch 2,2 Milliarden Euro der Soforthilfe, mit der die Unternehmen zu Beginn der Pandemie unterstützt wurden. „Dass die Folgen der Pandemie waren erheblich waren, zeigen diese Zahlen mehr als deutlich“, so Wilhelm Wasikowski, IHK-Vizepräsident und Vorsitzender des IHK-Gremiums Lichtenfels.

Fast die Hälfte der Mittel kamen dabei dem Gastgewerbe zugute, also Hotels und Restaurants, aber auch Bars, Diskotheken und Catering-Unternehmen. Es folgen der Groß- und Einzelhandel sowie der Bereich „Kunst, Unterhaltung und Erholung“.

Insgesamt flossen 22,3 Millionen Euro an die Unternehmen im IHK-Gremium Lichtenfels. 0,9 Millionen Euro entfielen auf die Überbrückungshilfe I (bis November 2020), 0,9 Millionen Euro auf die Überbrückungshilfe II (bis März 2021), 10,7 Millionen Euro auf die Überbrückungshilfe III (seit November 2020), 4,1 Millionen Euro auf die Novemberhilfe, 4,9 Millionen Euro auf die Dezemberhilfe und 0,8 Millionen Euro auf die Neustarthilfe (seit Januar 2021).

Weiterhin Hilfen für einzelne Branchen benötigt

„Zweifellos konnten die Corona-Hilfen Kosten und Verluste, verursacht durch die Pandemie, nur teilweise abdecken. Trotzdem waren sie für viele Unternehmen überlebensnotwendig“, so Wasikowski. Zu erheblichen Verzögerungen kam es zum Programmstart, als die notwendigen Antrags- und Bearbeitungsplattformen des beauftragten IT-Dienstleisters der Bundesregierung nicht zur Verfügung standen und Anfangs keine Corona-Hilfen ausbezahlt werden konnten.

„Die meisten Unternehmen sind aus dem Gröbsten raus, viele Branchen sind aber weiterhin erheblich von Einschränkungen und Schließungen betroffen“, so Wasikowski. Er begrüßt deshalb ausdrücklich die Verlängerung der Überbrückungshilfe III Plus und der Neustarthilfe bis zum 30. September.

Weitere Informationen zur Überbrückungshilfe III Plus und Neustarthilfe auch unter ihkofr.de. (red)

Weitere Artikel