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LICHTENFELS

10 000 Euro für Kinderbetreuungseinrichtungen am Obermain

10 000 Euro für Kinderbetreuungseinrichtungen am Obermain
Roland Vogel überreichte den symbolischen Scheck Stephanie Finke. Dahinter freuen sich Oliver Hofmann und Michael Blume (mittlere Reihe, v. li.), Anne Salzbrenner, Andreas Hügerich und Stefan Hahn (hinten, v. re.). Foto: Markus Häggberg

Gegen 10 Uhr klingelte es an der Tür des evangelischen Kindergartens und der Kindertagesstätte „Körbla“. Die Kinder merkten es schnell, dass besonderer Besuch da war, auch wenn sie sich nicht unbedingt einen Reim auf all die Erwachsenen mit und ohne Krawatte machen konnten.

Es ging um 10 000 Euro. So viel Geld stellte die Sparkasse Coburg-Lichtenfels als Spende allen Kindergärten und Kindertagesstätten des Landkreises für etwaige Anschaffungen zur Verfügung. Stefan Hahn, Leiter des Sachgebiets „Jugend und Familie“ am Landratsamt, war auch gekommen, um der symbolischen Übergabe beizuwohnen, die stellvertretend für alle Einrichtungen im „Körbla“ stattfand, Corona-bedingt im kleinen Kreis.

Was Kindern im „Körbla“ gefällt und wie sie dort gefördert werden

Die Überbringer des Schecks waren Sparkassen-Vorstand Roland Vogel und sein Leiter der Vertriebsregion Lichtenfels und Bad Staffelstein, Oliver Hofmann. Dieser hatte Kindergartenleiterin Stephanie Finke schon Anfang September über die Ausschüttung informiert, wie sie erklärte.

Doch jetzt war man vollzählig und beisammen: Bürgermeister Andreas Hügerich war gekommen, die evangelische Pfarrerin Anne Salzbrenner als maßgeblich zuständig für den Kindergarten außerdem, sowie Michael Blume, stellvertretender Leiter des „Körbla“. Anschaulich erzählte er über das, was Kindern im Haus gefällt und was sie fördert.

Die Besucher gleich ins Spiel eingebaut

10 000 Euro für Kinderbetreuungseinrichtungen am Obermain
Andreas Hügerich, Anne Salzbrenner und die Vertreter der Bank, Oliver Hofmann und Roland Vogel, unterhalten sich darüber, was sich in Kindergärten verbessern ließe. Foto: Markus Häggberg

Er bot dem Besuch auch an, sie durch das Haus zu führen, um ihnen das hiesige Angebot und das pädagogische Wirken zu zeigen, was Hofmann und Vogel gerne annahmen. Die Bänker zeigten großes Interesse an dem, was das „Körbla“ ausmacht und erkundigten sich nach allerlei rund um Tage der offenen Tür oder Corona-Maßnahmen. Letzteres, Corona eben, trug Anteil daran, dass es quasi mit einem Jahr Verspätung zu dem Treffen kam.

Erheiternd wirkte, dass die quirligen kleinen Kinder keinen Anstoß an all den erwachsenen Besuchern nahmen, sondern sie in aller Natürlichkeit mit ihren Rollern umkurvten beziehungsweise als Hindernisse benutzten. Von unterm Dach gelegenen Räumlichkeiten bis hinunter in den Keller nahmen die Besucher das Haus in Augenschein und stellten interessierte Fragen zu Pädagogik oder Interieur.

Geld für Kitas ist sehr gut investiertes Geld

Auch Anne Salzbrenner dankte im Namen der Einrichtung für die Geste der Bank und nannte ihre Unterstützung umso wertvoller, weil bekannt sei, dass Banken für derlei „ein immer enger werdendes Korsett“ hätten. Beeindruckt vom „Körbla“ sowie der Spendenbereitschaft der Bank, freute sich auch Hahn über den dazugewonnenen Spielraum, den besagte Kinderbetreuungseinrichtungen des Landkreises nun beispielsweise für die Anschaffung von Spielsachen haben. Geld, das in derlei Einrichtungen fließt, sei „sehr gut investiert“ und trage dazu bei, trotz Corona „ein Stück Normalität zu wahren“.

Von Markus Häggberg

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