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REDWITZ

Weihnachten im Schuhkarton: 596 Weihnachtsgrüße aus Redwitz

Weihnachten im Schuhkarton: 596 Weihnachtsgrüße aus Redwitz
Ulrike Gieger (Mitte) mit Helfern beim Verpacken sowie beim Ordnen der Schuhkartons nach Alter und Geschlecht. Foto: Thomas Micheel

Seit 23 Jahren beteiligt sich die evangelische Kirchengemeinde an der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“. Federführend ist hier Ulrike Gieger, die diese Aktion all die Jahre betreut und leitet. „Es ist immer wieder ein Erlebnis und eine Freude, wenn Leute kommen und ihre liebevoll eingepackten Schuhkartons abgeben“, erzählt sie. „In diesem Jahr waren es 596 abgegebene beziehungsweise vom Team selbst gepackte Schuhkartons“, gibt sie bekannt. Diese Zahl kann sich wirklich sehen lassen.

Seit fast drei Jahrzehnten erleben mit dieser Aktion Kinder in Osteuropa und anderen Ländern, wie Glaube, Hoffnung und Liebe durch einen Schuhkarton für sie greifbar wird. Jedes Geschenk bietet dabei die Chance, einem bedürftigen Kind Liebe, Mut und Hoffnung zu senden. Denn die Teilnehmer schenken ihre Zeit und Ressourcen, um Kindern die Botschaft zu vermitteln: Du bist einzigartig, wertvoll und geliebt. Das ist auch die Botschaft, um die es zu Weihnachten geht. Und durch diese kleine Geste, einen Schuhkarton mit neuen Geschenken zu füllen, kann jedem Mädchen oder jedem Jungen, die oft noch nie ein Geschenk bekommen haben, eine unvergessliche Freude bereitet werden.

Die meisten Päckchen gehen nach Osteuropa

Im evangelischen Gemeindehaus ordnete das Team die Schuhkartons nach Inhalt, Alter und ob die Geschenke für Jungen oder Mädchen bestimmt sind. Nach der Zuordnung und der Verteilung der kleinen Päckchen auf die großen Kartons werden diese nach Berlin in ein Sammellager gebracht, von wo aus sie die Reise antreten. Auf Grund der geografischen Nähe werden die Päckchen aus dem deutschsprachigen Raum vorwiegend in Osteuropa verteilt. Die Auswahl der bedürftigen Mädchen und Jungen erfolgt meist in Kooperation mit örtlichen Behörden und sozialen Institutionen.

Gieger sprach ihren Dank allen Helfern aus, die sich bei dieser Aktion eingebracht haben. „Sie werden alle gebraucht, damit die Aktion viele Kinder erreicht“, weiß Gieger. „Jeder Beitrag ist wertvoll!“ Im Gebet werden die Kartons nun weiter begleitet, damit auch jedes Kind „seinen richtigen“ erhält.

Von Thomas Micheel

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