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MARKTGRAITZ

Vier neue Minis in Marktgraitz: Jede Speiche ist wichtig

Vier neue Minis in Marktgraitz: Jede Speiche ist wichtig
Die vier neuen Ministranten der Pfarrgemeinde „Zur heiligsten Dreifaltigkeit“ nach ihrem Einführungsgottesdienst mit Oberminstrant Mattheo Prell (hinten, li.), Pfarrer Lars Rebhan und Oberministrant Laurenz Partheymüller. Foto: Roland Dietz

Unter der Überschrift Thema „Pflege von Gemeinschaft“ stand die Einführung neuer Ministranten in der Pfarrei „Zur heiligsten Dreifaltigkeit“ in Marktgraitz.

Neben dem Pfarrer in einer Kirche bei einer besonderen Feier oder beim kirchliches Hochfest mitzuwirken, machte schon Kindern immer viel Spaß. Wer darf zu Wandlung schellen, wer darf das Kreuz tragen und wer nimmt das Weihrauchfässchen, sind und waren immer die Fragen. Ministrant wird man meist nach seiner Erstkommunion.

Von den acht Erstkommunionkindern hatten sich in Marktgraitz vier bereit erklärt, dieses Amt auszuführen. Für die neuen „Minis“ ließ sich Pfarrer Lars Rebhan eine schöne kleine Einweihungsfeier einfallenn. Mit ihm und den beiden Oberministranten Laurenz Partheymüller und Mattheo Prell zogen sie ins Gotteshaus zu festlicher Orgelmusik ein.

Rebhan freute sich, dass die vier Mädchen und Jungen sich für den Dienst am Alter und damit auch für den Weg in eine Gemeinschaft entschieden haben. Einen Dienst in der Kirche und der Gruppe der Ministranten macht viele Freude und sei etwas Besonderes.

„Was hat dies mit dem Wagenrad vor dem Altar tun?“, fragte er. Es sei wie mit dem christlichen Glauben, wo Gott im Mittelpunkt der Gemeinschaft stehe. Dies habe sich auch gezeigt, als ein Abt im Kloster nach dem Zusammenleben dort gefragt wurde: Dieser habe es mit einem alten Wagenrad verglichen. Felge, Speichen und Nabe hätten in einem Rad alle ihre Aufgaben. Und so sei es auch im christlichen Zusammenleben.

Aus Einzelpersonen wie bei den Ministranten werde dann eine Gemeinschaft, in der jeder seinen verschiedenen Dienst versehe. Werde das Rad durch drehen belastet, hielten es die Speichen zusammen, wie in einer Gemeinschaft wie Kirche, Familie oder auch in Ministrantengruppen. Letztendlich brauche man zu dieser Botschaft Jesus jedoch Offenheit und Bereitschaft, die den Ministranten auf ihrem weiteren Lebensweg zu wünschen sei, sagte der Geistliche.

Dass jede Speiche wichtig ist im Dienste der Gemeinschaft, wurde auch in den Kyrierufen und Fürbitten der Oberministranten deutlich. Nachdem diese den Neulingen die liturgische Ministranten-Mozetta (Kragen) angelegt hatten, zeigten die Neuen beim Schellen zur Eucharistie, dass sie ihrer Tätigkeit als Ministranten am Alter bereits gut beherrschen.

Von Roland Dietz

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