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MARKTGRAITZ

Tag der offenen Tür im Marktgraitzer Dorfladen

Tag der offenen Tür im Marktgraitzer Dorfladen
Eier und Nudeln aus Trainau und Honig aus Grundfeld waren im Angebot. Foto: Heinz Fischer

Ziemlich in der Ortsmitte von Marktgraitz, in den Räumen der ehemaligen Bäckerei Hornung, soll bekanntlich ein Dorfladen entstehen. Zu einem Tag der offenen Tür hatten deshalb am vergangenen Sonntag der Gemeinderat und das Dorfladenteam mit seinen einzelnen Arbeitskreisen des Projekts eingeladen. Ziel der Veranstaltung war, einen möglichst genauen Einblick in die geplante Gestaltung zu geben und offene Fragen zu beantworten.

Direktvermarkter aus der Umgebung präsentieren ihre Produkte

Dabei waren auch bereits zukünftige Lieferanten, Direktvermarkter aus der Umgebung, die ihre Produkte präsentierten. Auf großen Flächen war, teilweise noch mit Attrappen, der Laden so aufgebaut, wie er sich in echt präsentieren wird. Auch eine Lottoannahmestelle und die Post fehlten nicht. Vor der Eingangstür warb ein großes Transparent für das Zeichnen weiterer Anteile für die Genossenschaft. Schon beim Start um 10 Uhr morgens hatten sich viele Marktgraitzer und auch Bürgerinnen und Bürger aus den umliegenden Orten eingefunden.

„Wir sind auf einen guten Weg, wir werden es schaffen, in Marktgraitz einen Dorfladen aufzuziehen.“
Jochen Partheymüller, Bürgermeister
Tag der offenen Tür im Marktgraitzer Dorfladen
Der Bioland-Hof Kremer aus Lichtenfels-Roth bietet unter anderem Obst und Getreide an. Foto: Heinz Fischer

Drinnen im weitläufigen Ladenareal gab es neben Bäckerei- und Metzgereiwaren auch potenzielle Lieferanten von Bioläden mit einem Angebot von Obst bis hin zu Kartoffeln, Linsen und diversen Getreidesorten. Honig von Imkern aus dem Landkreis wurden angeboten, Eier und Eiernudeln aus der Produktion von Freilandhühnern kamen aus Trainau. Ein Stand mit Spirituosen, Marmelade und anderen Konserven wie Gurken aus Bad Staffelstein rundeten das Angebot ab.

Eine Handelsgesellschaft aus Würzburg stellte sich als Lieferant für die Grundversorgung des Ladens vor. Das heißt als Lieferant für alle Artikel des täglichen Bedarfs. Alles, und darauf legt man in Marktgraitz Wert, ortsnah, biologisch und nachhaltig. All das konnte man schon als „Probelauf“ für den geplanten Dorfladen ansehen.

Kaffee und Kuchen und heimisches Bier aus der Rosenau

Das Dorfladenteam kümmerte sich den ganzen Tag über um das leibliche Wohl der Gäste. Kaffee und Kuchen, Leberkäse in verschiedenen Variationen und nicht zuletzt heimisches Bier aus der Rosenau konnten im schmuck eingerichteten Café genossen werden. Das Café ist am Laden angeschlossen und fester Bestandteil des Dorfladens.

Tag der offenen Tür im Marktgraitzer Dorfladen
Kaffee und Kuchen gab es im schmucken Café, das zum Dorfladen gehört. Foto: Heinz Fischer

Bürgermeister Jochen Partheymüller machte darauf aufmerksam, dass der Dorfladen ein Platz und Treffpunkt sein soll, an dem man regionale Produkte jeden Tag erhalten kann, ohne große Fahr- und Transportzeiten. Dazu wurde bereits im Vorfeld eine Kooperation mit dem Direktvermarkter-Netzwerk Obermain-Jura aufgebaut. Die zahlreichen Besucher bekamen den Eindruck eines startbereiten, gut organisierten Einzelhandel-Unternehmens.

Letztlich wurde an diesem Tag der offenen Tür noch einmal kräftig die Werbetrommel für das ehrgeizige Projekt gerührt. „Leider“, so bedauerte das Gemeindeoberhaupt, „sind noch nicht allzu viele Anteile am Dorfladenprojekt auf Genossenschaftsbasis gezeichnet.“ Man bräuchte schon noch einiges an Startkapital.

Über 50 neue Anteile am Dorfladen gezeichnet

Tag der offenen Tür im Marktgraitzer Dorfladen
Am Eingang zum Dorfladen wird eifrig um Mitglieder geworben. Foto: Heinz Fischer

Jochen Partheymüller erhoffte sich einen kräftigen Schub an neuen Teilhabern an diesem Tag. Es müssen nicht unbedingt Marktgraitzer sein, alle Bürgerinnen und Bürger aus dem Umland können sich einbringen. Seine Erwartungen sollten nicht enttäuscht werden, hatten doch am Ende des Tages über 50 Bürgerinnen und Bürger Anteile gezeichnet, so dass nun insgesamt über 90 Anteile zur Verfügung stehen. „Wir sind auf einen guten Weg, wir werden es schaffen, in Marktgraitz einen Dorfladen aufzuziehen“, gab sich Jochen Partheymüller am Ende des Tages zuversichtlich.

 

Von Heinz Fischer

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