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MARKTZEULN

SPD Marktzeuln bestätigt Vorstand im Amt

Marktzeulns Altbürgermeister Josef Stark wurde als Vorsitzender des SPD-Ortsvereins wiedergewählt. Foto: Karin Sträßner

Bei der Hauptversammlung der Zeulner SPD galt es vor allem parteiorganisatorische Tagesordnungspunkte zu behandeln. Vorsitzender Josef Stark richtete eingangs unter dem zustimmenden Applaus der Teilnehmer, den dringenden Appell an alle Impfgegner doch umzudenken und sich schnellstmöglich impfen zu lassen. Stark wurde bei den anstehenden Wahlen im Amt bestätigt.

Er berichtete, dass in den Jahren 2020 und 2021 das Geschehen im Ortsverein durch die Pandemie stark beeinflusst war. In seiner Nachlese ging er auf die Bundestagswahl ein. Das Ergebnis in Marktzeuln könne als sehr gut beschrieben werden. So erreichte man mit 23,2 Prozent der Zweitstimmen das drittbeste Ergebnis auf Kreisebene für die SPD. „Mit diesem Ergebnis konnte die rund zwölfjährige Talfahrt endlich gestoppt werden“, so der Vorsitzende.

Er bezeichnete es als ärgerlich, dass die AfD in Marktzeuln rund 12,5 Prozent der Zweitstimmen erhielt. Hier scheine eine Wählerwanderung vonstatten gegangen zu sein, da die CSU im gleichen Atemzug um rund zehn Prozent einbrach und so 35,5 Prozent der Stimmen erhielt.

Hoffnung in die Ampel-Koalition

Für die Zukunft erhoffen sich die Zeulner Sozialdemokraten nun von den derzeit laufenden Koalitionsverhandlungen mit Grünen und FDP eine gute Neuausrichtung der Politik zur Lösung der aktuellen Probleme. Die Genossen wünschen sich eine effektive Regierungsarbeit, die kein Strohfeuer werden soll, sondern eine längere Phase der Regierungsarbeit unter Führung der SPD einläute.

Vom Wahlausgang erhofft sich Stark positive Auswirkungen auf die Basis. Mehr Eintritte, vor allem von jungen Menschen, könnten folgen. Das würde auch dem Ortsverein Marktzeuln sehr gut tun. Denn nur mit jungen, engagierten Menschen lässt sich die Zukunft des Ortsvereins neu gestalten und damit mehr sozialdemokratischer Einfluss auf die Gemeindepolitik. Stark rief alle dazu auf, der Mitgliederwerbung künftig mehr Gewicht zu verleihen. Am Schluss seines Berichtes bat der Vorsitzende Zweite Bürgermeisterin Petra Niechziol um einen kurzen Einblick in die derzeitige Gemeindepolitik. Niechziol führte aus, dass auch das Gemeindegeschehen sehr stark von der Corona-Epidemie geprägt gewesen sei. Das spiegele sich nicht nur bei den gemeindlichen Bediensteten in Form eines hohen Krankenstandes wieder, sondern sei auch bei den laufenden Projekten deutlich absehbar.

Dies zeige sich vor allem beim „Dorfladen“. Hier seien die zeitlichen Vorgaben aufgrund verzögerten Materialbezugs und starken Personalproblemen bei den beteiligten Firmen nicht mehr einzuhalten.

Eröffnung des Dorfladens verzögert sich

Das neue Eröffnungsdatum des Dorfladens soll nun voraussichtlich um Ostern 2022 herum liegen. Auch müsse mit einer Steigerung der Baukosten gerechnet werden. Im Übrigen, und das sei sehr positiv, blicke die Bevölkerung gespannt auf die Eröffnung des damit auch geschaffenen neuen Gemeindezentrums gespannt entgegen.

Eine gute und kluge Entscheidung, meinte die Zweite Bürgermeisterin, sei die Ausweisung des neuen Baugebietes gewesen. Alle Bauparzellen seien verkauft und an den Neubauten, die dort wie Pilze aus den Boden schießen, erkennt man die Dringlichkeit dieser Maßnahme.

Mit dem Kassenbericht befasste sich anschließend Kassiererin Renate Wagner, die trotz der Ausgaben für die beiden Wahlen im Berichtszeitraum 2020/2021 einen zufriedenstellenden Kassenbestand aufzeigte, der zudem noch einigen Spielraum offen lässt. (red)

Wahlergebnisse

Die Wahlen brachten folgendes Ergebnis: Vorsitzender Josef Stark, 2. Vorsitzender Stefan Mayer, Schriftführer Uwe Stark

Kassiererin Renate Wagner, Beisitzer/Besitzerin Dirk Stark/Ulrike Stark, Delegierte /Ersatzdelegierte für Kreisverband Ulrike Stark /Dirk Stark; für Unterbezirk Josef Stark/Dirk Stark, Kassenrevisorinnen Petra Niechziol / Irma Fleischmann. Bemerkenswert bei diesem Wahlergebnis ist, dass alle Vorstandsmitglieder wiedergewählt wurden und zum anderen drei „Dauerbrenner im Amt“ darunter sind. Im Einzelnen sind dies: Kassiererin Renate Wagner seit 1991; 2. Vorsitzender Stefan Mayer seit 1995; 1. Vorsitzender Josef Stark seit 1981.

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