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SCHWÜRBITZ

Schwürbitz: Zwei Kirchengemeinden feiern ihre Weihe

Schwürbitz: Zwei Kirchengemeinden feiern ihre Weihe
Die beiden Kirchen auf einem Bild. Foto: Horst Habermann

Anlässlich der Schwürbitzer Kerwa fand erstmals in der evangelischen Kirche eine ökumenische Wortgottesfeier statt. Das Wetterglück meinte es nicht so gut zur Schwürbitzer Kirchweih. Deshalb wurde die im Freien geplante ökumenische Wortgottesfeier wegen „Corona“ in der evangelischen Kirche live von Stefan Fleischmann ins Internet übertragen.

Nach dem Glockenläuten und der jeweiligen Begrüßung von Pfarrer Matthias Hain und Pastoralreferentin Birgit Janson wurde das Eingangslied „Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren“ angestimmt. Den Orgelpart hatte Angela Thiem inne. Lektor Thomas Gruber (ev. Kirchengemeinde) trug die Christus-Rufe „Herr Jesus Christus du versammelst uns, damit wir dein Wort hören“ vor.

Mit Weißbierglas am Stehtisch

Es folgte ein gemeinsames Psalmgebet, vorgetragen von Lektor Horst Habermann (kath. Pfarrei) „Herr, schaffe mir Recht, denn ich bin unschuldig!“ Nach einem Tagesgebet erfolgten in einem Anspiel, humorvoll vorgetragen „Kerwa-Erlebnisse in Schwürbitz durch Pfarrer Matthias Hain und Pastoralreferentin Birgit Janson. Während Pfarrer Hain „Kerwa live“ mit Weißbierglas am Stehtisch sowie das Kerwalied „In Schwörbetz ist heut Kerwa – Wuu is denn mei Görchla“ vortrug, zeigte sich die Pastoralreferentin als Neue „entsetzt über solche Ausartungen“.

Pfarrer Hain erklärte dazu das besondere der Schwürbitzer Kerwa auf der Kerwasmeile „Broutwärscht und a Blousmusik und a Seidla Bier“, wenn mer des ganza Jahr geärbet hot – wos schönneres gibt`s fei nie.“ Dabei zeigte sich Birgit Janson, die erstmals in Schwürbitz zur Kirchweih mitwirkte, „verwundert“ über das ökumenische Dorffest sowie den Kerwa-Erlebnissen. Deshalb fragte sie Lektor Horst Habermann, wie es denn in Schwürbitz so üblich ist auf der „Kerwa“. Dieser erinnerte an die alte Tradition und der Kerwa Historie, wobei die beiden Kirchen immer am vierten Sonntag im September ihren Geburtstag, sprich Kirchweih, feiern und entsprechend im Mittelpunkt stehen. Anschließend wurde das Lied „Erfreue dich, Himmel“ angestimmt.

Lektor Horst Habermann trug eine Lesung aus der Offenbarung des Johannes vor. Pfarrer Matthias Hain und Pastoralreferentin Birgit Janson hielten dann eine Ansprache und gaben dabei zu verstehen, dass die Schwürbitzer ihre Gotteshäuser so mögen. Denn „Liebhaben der Stätte seines Hauses“ heißt auch miteinander dafür sorgen, dass Gottes Wohnung unter den Menschen, die Kirche im Mittelpunkt steht und erhalten bleibt.

Von Horst Habermann

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