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SCHWÜRBITZ

Schwürbitz: nach zehn Monaten Baustelle wieder Gottesdienst

Schwürbitz: nach zehn Monaten Baustelle wieder Gottesdienst
Gemeinsam zelebrierten vom Eröffnungsgottesdienst mit Dekan Lars Rebhan und Pfarrer Diter Glaeser den Eröffnungsgottesdienst Foto: Stefan Fleischmann

Die Herz-Jesu Kirche strahlt im neuen Glanz. Sowohl von den Gottesdienstbesuchern als auch von den Verantwortlichen von Kirche und Gemeinde gab es am Pfingstsonntag viel Lob und Anerkennung für die Umsetzung der Renovierung. Eindrucksvoll war dabei der Festgottesdienst, den Dekan Lars Rebhan und Pfarrer Diter Glaeser zelebrierten.

Seit dem letzten Gottesdienst am 26. Juli 2020 waren die Pforten der Kirche wegen einer umfassenden Innenrenovierung geschlossen, zehn Monate arbeiteten die Handwerker. Zur Wiedereröffnung gab es aufgrund der Corona-Pandemie nur begrenzte Plätze. Bürgermeister Jochen Weber zeigte sich sehr angetan vom neuen Glanz.

Für die eindrucksvolle musikalische Untermalung gesorgt

Unter Orgelspiel fand der Einzug mit den Pfarrern sowie den Wortgottesdienstleitern Horst Habermann und Manfred König und den Ministranten statt. Für eine eindrucksvolle musikalische Umrahmung sorgten während des Gottesdienstes Angela Thiem (Orgel), Melanie Fichtel (Sologesang) und Martin Gmell (Trompete).

Schwürbitz: nach zehn Monaten Baustelle wieder Gottesdienst
Pfarrer Diter Glaeser segnet die Gläubigen. Foto: Stefan Fleischmann

Pfarrer Glaeser zeigte in seiner Begrüßungsrede über die gelungene Renovierung der Herz-Jesu-Kirche hoch erfreut. „Es ist schon bemerkenswert, was in der Gemeinde Schwürbitz geleistet wird und was wir uns noch leisten können“, lobte er. „Frisch renoviert und hergerichtet strahlt und funkelt das altehrwürdige Gotteshaus geradezu, glänzt mit einer außergewöhnlichen Farbigkeit.“

Die neue Beleuchtung setzt die Kirche besonders gut in Szene

Die neue Beleuchtung in der Kirche sei, so Glaeser, ganz klar ein Highlight der Renovierung: „Man sieht Details, die man so vorher nie wahrgenommen hat“. Der Altar mit der Leuchtkraft seiner Farben, die Gewölberippen und Schluss-Steine mit der akzentuierenden Bemalung, die farbig abgesetzten Abschlüsse der Pfeiler: Das alles füge sich zu einem beeindruckenden Gesamtbild zusammen.

Dies prägt auch das Fazit des beteiligten Achitekten-Büros Fleischmann und der Vertreter der Kirchengemeinde zum Abschluss der Arbeiten: „Ich habe das ja mit begleitet“, ich muss sagen: Ich bin begeistert“. Am „Geburtstag“ der Kirche heute am Pfingstfest können die Gemeinde die Pfarrkirche wieder für Gottesdienste nutzen, für viele eine erste Gelegenheit, um sich selbst einen eigenen Eindruck zu verschaffen. „Das ist kein Raum, der museal genutzt wird, sondern der zum Leben der Menschen dazu gehört“, so Pfarrer Glaeser.

Der Taufstein steht nun näher am Altar

Schwürbitz: nach zehn Monaten Baustelle wieder Gottesdienst
Zahlreiche Gläubige wohnten dem Festgottesdienst bei. Foto: Horst Habermann

Zur „Tauferneuerung“ am nach vorne versetzten Taufstein fand sich Manfred König ein, der zusammen mit Andrea Fleischmann vor 50 Jahren in der Schwürbitzer Pfarrkirche getauft wurde. „Ich bringe Wasser zu unserem Taufstein, der einen neuen Platz erhalten hat. Warum? Er ist näher am Altar, näher in unserer Mitte und näher dem Blick der Feiergemeinde“, so König. Wie viele Kinder wurden in den vergangenen 122 Jahren Kirchengeschichte hier getauft wurden, vermochte er nicht zu sagen. „Es liegt in unserer Hand, was wir aus dieser christlichen Gemeinschaft machen. Sie gibt uns einen Freund fürs Leben, sie gibt uns Werte, Heimat, Halt und Geborgenheit. Sie gibt uns auch diese Kirche als Zufluchtsort, wenn es uns einmal nicht so gut geht, als Ort des Dankes, der Ruhe, des Gebets und der Gemeinschaft“.

Nach der Segnung besprengte Pfarrer Glaeser die Pfarrgemeinde mit Weihwasser. Lektorin Angela Peters trug zwei Lesungen vor. „Und wer ist die Kirche von Schwürbitz?“, stellte Dekan Lars Rebhan in seiner Predigt in den Raum. „Viele würden auf dieses schöne Kirchengebäude, den Dom am Obermain, zeigen.“ Evangelische Christen dagegen auf ihre Schwürbitzer Kirche. „Kirche von Schwürbitz sind alle Getauften. Paulus sagt es uns in der Lesung: Es gibt nur den einen Geist“. Und dieser Geist ist allen Getauften gegeben.“

Manfred König spendet der Kirche ein neues rotes Messgewand

Schwürbitz: nach zehn Monaten Baustelle wieder Gottesdienst
Nach zehn Monaten Baustelle wurde in der Herz-Jesu-Kirche wieder Gottesdienst gefeiert. Foto: Stefan Fleischmann

Dekan Rebhan und Pfarrer Glaeser dankten allen Helfern innerhalb der Pfarrgemeinde, insbesondere Kirchenpfleger Stefan Fleischmann, Pfarrgemeinderatsvorsitzendem Horst Habermann, Pfarrsekretärin Reinhilde Schardt sowie Hausmeister Manfred Klemenz und Andrea Fleischmann nebst Teams, ebenso Architekt Herbert Fleischmann für die Begleitung während der Bauphase. Es gab reichlich Applaus.

Eigens zum Pfingstfest hatte Jubilar Manfred König ein neues roten Messgewand gespendet sowie Messweingarnituren, bestehend aus einem Wasser- und Weinkännchen und geeignet für die Feier der Heiligen Eucharistie.

hha

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