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REDWITZ / BURGKUNSTADT

Ostbayernring: Tennet kann bei Burgkunstadt loslegen

Ostbayernring: Tennet kann bei Burgkunstadt loslegen
Die Landschaft bei Münchberg. Auch hier können die Arbeiten vorzeitig beginnen. Foto: Tennet

Vergangenen Monat hat der Bayreuther Netzbetreiber Tennet einen ergänzenden Antrag auf vorzeitigen Baubeginn für den geplanten Ersatzneubau Ostbayernring im Abschnitt zwischen Redwitz und Mechlenreuth bei der Regierung von Oberfranken gestellt. Wie das Unternehmen mitteilt, hat es für diesen Antrag nun einen positiven Bescheid von der Regierung von Oberfranken erhalten.

Der Antrag umfasste weitere 29 der insgesamt 130 geplanten Masten. Ab Mitte August können nun an 24 der ausgewählten 29 Standorte erste Baumaßnahmen beginnen. Dies ist notwendig, um die Arbeiten am neuen Ostbayernring bis zu einem Schaltungsfenster im europäischen Verbundnetz im Sommer 2022 ausreichend vorbereiten zu können, heißt es in der Pressemitteilung. Ein weiterer Antrag auf vorzeitigen Baubeginn sei nicht geplant. Tennet erwartet den Planfeststellungbeschluss für den Planungsabschnitt zwischen Redwitz und Mechlenreuth weiterhin im Spätsommer 2021.

Gute Aussichten für das Planfeststellungsverfahren

Die Genehmigung des Antrags wertet Tennet als positive Prognose für das laufende Planfeststellungsverfahren im Abschnitt zwischen Redwitz und Mechlenreuth. Insgesamt hat die zuständige Behörde mit dem zweiten Antrag auf vorzeitigen Baubeginn nun 66 Maststandorte genehmigt. Dies reiche aus, um bis zum Planfeststellungsbeschluss im Spätsommer einen kontinuierlichen Baufortschritt zu gewährleisten.

Der vorzeitige Baubeginn der 66 Masten ermögliche es, die notwendigen Arbeiten am Ostbayernring bis zur Abschaltung der Bestandsleitung im europäischen Verbundnetz ausreichend voranzutreiben. Tennet ist mit dem vordefinierten Schaltungsfenster im Sommer 2022 vor der Abschaltung des Kernkraftwerks Isar II an einen festen Termin gebunden.

Nur reversible Arbeiten im Rahmen des vorzeitigen Baubeginns

Das Unternehmen wird nun an weiteren 24 Maststandorten mit der Einrichtung der Mastbaustellen, der Herstellung von Arbeitsflächen und Zuwegungen sowie ersten Baumaßnahmen beginnen. Alle Arbeiten, die im Rahmen des vorzeitigen Baubeginns stattfinden, seien reversibel. Falls Tennet im laufenden Planfeststellungsverfahren keine Genehmigung für das geplante Projekt im Abschnitt zwischen Redwitz und Mechlenreuth erhält, muss der Ausgangszustand an den nun genehmigten Maststandorten wiederhergestellt werden.

Im Einzugsgebiet des Obermain-Tagblatts sind dies die Masten 14, 15, 23, 25, 26 und 30 im Gebiet der Stadt Burgkunstadt und die Masten 18 und 19 auf dem Gebiet des Marktes Küps. Zuständig ist hier die Firma „Cteam Consulting & Anlagenbau“. Der Bau wird im Zuge der ökologischen, der archäologischen und der bodenkundlichen Baubegleitung durch weitere erfahrene Partner begleitet.

Wo man sich über das Projekt informieren kann

Die betroffenen Eigentümerinnen und Eigentümer seien über den positiven Bescheid der Regierung informiert worden. Tennet und seine Partnerunternehmen wollen sie rechtzeitig vor Beginn der ersten Baumaßnahmen auf ihren Grundstücken noch einmal informieren. Zudem werde das Gespräch mit den Eigentümerinnen und Eigentümer für weitere Abstimmungen mit Blick auf den individuellen Bauablauf gesucht.

Alle Interessierten können sich über die anstehende Bauphase im „Digitalen Infoforum“ von Tennet informieren: „infomarkt.tennet.eu. Darüber hinaus informiert TenneT wie regelmäßig über die Projektwebsite des Ostbayernrings und den Projektblog. Das Unternehmen kündigt an, den anstehenden Bauprozess auch über die etablierten Formate begleiten.

Der Neubau des Ostbayernrings wird voraussichtlich bis zum Herbst des Folgejahres abgeschlossen sein. Der Rückbau der Bestandstrasse erfolgt im Anschluss daran. Dieser soll im Herbst 2023 beendet sein. (red)

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