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OBERREUTH

Oberreuther begehen Kapellenjubiläum unter freiem Himmel

Oberreuther begehen Kapellenjubiläum unter freiem Himmel
Am Sonntag feierten die Oberreuther Kirchweih und gleichzeitig das 25-jährige Bestehen ihrer Kapelle. Foto: Horst Habermann

Am Sonntag wurde zur Kirchweih das 25-jährige Bestehen der „Maria-Königin-Kapelle“ gefeiert. Angesichts der Vorschriften anlässlich der Corona-Pandemie wurde der Gottesdienst kurzerhand ins Freie verlegt. Die Orgel spielte Julia Rögner aus Weidhausen.

Nach dem feierlichen Einzug erinnerte Dekan Lars Rebhan daran, wie die Einwohner von Oberreuth und Lettenreuth 1988 einen Kapellenverein gründeten. Ihnen gelang es, eine Kapelle zu errichten, die 1994 fertig war und am 11. Juni 1995 eingeweiht wurde. Die Glocke für diese Kapelle weihte Pfarrer Wolfgang Scherbel bereits am 17. Juli 1994. Sie war schon im Jahr 1993 vom verstorbenen Pfarrer i.R. Karl Grundler gestiftet worden.

Jeder ist für Jesus wichtig, so wie er ist

Oberreuther begehen Kapellenjubiläum unter freiem Himmel
Dekan Lars Rebhan hielt den Gottesdienst. Geistlicher Rat Wolfgang Scherbel (re.) erinnerte an die Anfangsjahre des Kapellenvereins. Foto: Horst Habermann

Pfarrer Rebhan verlieh seiner Freude darüber Ausdruck, dass sich zu diesem Freiluftgottesdienst unter Berücksichtigung der Corona-Vorschriften zahlreiche Gläubige vor der Kapelle versammelt hatten. In seiner Predigt stellte er die Worte „Eine sympathische Kirche“ heraus. „,Heran zu mir alle, ihr Mühenden und Überbürdeten: Ich werde euch aufatmen lassen.‘ So übersetzt Fridolin Stier den Satz des Evangeliums, der mir zuerst ins Auge gesprungen ist. ,Ich werde euch aufatmen lassen‘ – ausgesprochen sympathisch, dieses Versprechen“, betonte der Geistliche.

Für Jesus sei jeder wichtig, so wie er ist. So könnten alle seine Einladung mit den Worten „Kommet alle zu mir!“ annehmen. Das Versprechen Jesu, „Ich werde euch aufatmen lassen“, müsse heute erfüllt werden durch eine sympathische Kirche, die sich als Sakrament, als Zeichen für Jesus Christus versteht. Eine sympathische Kirche sei eine Kirche, deren Gemeinden als Orte der Entlastung bezeichnet werden können. So könnten auch die kleinen Kapellen und Kirchen Zeichen und Ausdruck lebendigen Glaubens sein.

Zum Schlusssegen dankte Pfarrer Lars Rebhan allen Verantwortlichen und freiwilligen Helfern, die sich übers Jahr um die Kapelle kümmern.

Geistlicher Rat Wolfgang Scherbel erinnert an Bau und Weihetag

Oberreuther begehen Kapellenjubiläum unter freiem Himmel
Dekan Lars Rebhan und Geistlicher Rat Wolfgang Scherbel beim Kapellenjubiläum in Oberreuth. Foto: Horst Habermann

Geistlicher Rat Pfarrer i. R. Wolfgang Scherbel erinnerte an die Gründung und die Anfangsjahre des Kapellenvereins. Zu dieser Zeit war er der Ortsgeistliche. Er zählte auf, wie viele Sitzungen und Besprechungen für den Bau der Kapelle nötig waren, und dankte allen Mitwirkenden von damals, auch den bereits Verstorbenen. Damals überlegte man, ob man die Kapelle an den Waldrand oder in die Ortsmitte bauen sollte. Schließlich entschieden sich die Vereinsmitglieder für den Standort im Ort.

Pfarrer Scherbel erinnerte auch an den Weihetag mit Prälat Hans Wunder. Damals war ein großes Festzelt errichtet worden; es regnete in Strömen. Dank galt auch allen Mitgliedern, Helfern und verantwortlichen Personen des Kapellenvereins, die jährlich Sommerfeste und andere Veranstaltungen abhielten. Wegen Corona konnten sie zum 25-jährigen Bestehen kein größeres Fest ausrichten.

Von Horst Habermann

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