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MARKTZEULN

Nicht mal 500 Euro Schulden pro Einwohner in Marktzeuln

Das größte Investitionsprojekt ist der Dorfladen in Marktzeuln. Foto: Karin Sträßner

Von einer zufriedenstellenden Finanzlage sprach Bürgermeister Gregor Friedlein-Zech in der Haushaltssitzung des Marktgemeinderats. Stolz zeigte er sich auf die Pro-Kopf-Verschuldung in Höhe von 469 Euro: Es ist die niedrigste während seiner zwölfjährigen Amtszeit. Durchschnitt wäre 592 Euro.

Der Schuldenstand hatte zum 1. Januar 2019 813 946 Euro betragen, ein Jahr später 843 719 Euro. Durch die Tilgung in Höhe von 130 146 Euro soll die Verschuldung bis 31. Dezember auf 713 573 Euro sinken. Der allgemeinen Rücklage können 12 700 Euro zugeführt werden.

Der Verwaltungshaushalt 2020 beträgt 3 036 100 Euro. 505 200 Euro werden dem Vermögenshaushalt zugeführt, der insgesamt 2 452 200 Euro umfasst. Damit kann die Gemeinde Marktzeuln einen ausgeglichenen Gesamthaushalt in Höhe von 5 488 300 Euro aufstellen.

Bauplätze im Gebiet Sandersgarten-Nord sehr gefragt

Die Einnahmen im Verwaltungshaushalt sind unter anderen zurückzuführen auf den Anteil der Einkommensteuer (846.000 Euro, Vorjahr 838 000), den Anteil an der Umsatzsteuer (70 000 Euro, Vorjahr 81 000) und der Gewerbesteuer (771 200 Euro, Vorjahr 666 300). Ausgaben werden vor allem durch das Baugebiet Sandersgarten-Nord verursacht (854 000 Euro), wo die Nachfrage nach Bauplätzen erfreulich groß war. Dazu kommen die Projekte Dorfladen (500 000 Euro) und Markt 28 (319 000 Euro). Auch soll ein Wohncontainer für Obdachlose für 20 000 Euro angeschafft werden.

Nicht mal 500 Euro Schulden pro Einwohner in Marktzeuln
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Die Realsteuerhebesätze wurden wie folgt festgesetzt: Grundsteuer A: 380 vom Hundert, Grundsteuer B: 350 vom Hundert, Gewerbesteuer: 380 vom Hundert. Das Investitionsprogramm von 2021 bis 2023 umfasst die Grundschulsanierung mit etwa 2,2 Millionen, wobei man vermutlich 50 Prozent Förderung erhält. Der Dorfladen schlägt mit etwa 1 151 000 Euro zu Buche. 2025 bis 2026 sollen die Kredite abfinanziert sein.

Sanierungsarbeiten des Abwasserzweckverbands abwarten

Der Gemeinderat stimmte dem Haushalt einmütig zu. Markus Pülz (CSU) gab zu bedenken, dass man die Aufrechterhaltung der Infrastruktur im Auge behalten müsse. Gerade in der Marktstraße liege einiges im Argen. Man müsse dafür 2021 größere Summen in die Hand nehmen und stets das Verhältnis Infrastruktur und Hochbaumaßnahmen im Auge behalten. Friedlein-Zech erläuterte, dass der Abwasser-Zweckverband seine Sanierungsmaßnahme von der Kläranlage beginnend in die einzelnen Ortsteile fortführe. Deshalb seien Bauarbeiten hier zurzeit noch nicht sinnvoll.

Im Bereich des Dorfladens, hinter den geplanten Stellplätzen, sei der Bau eines Buswartehäuschens vorgesehen. Die Baukosten würden auf 25 000 Euro geschätzt. Dies werde eine deutliche, funktionale Verbesserung darstellen. Der Bürgermeister erhofft sich eine entsprechende Förderhöhe des Gesamtprojektes. Auch dies wurde vom Gemeinderat beschlossen.

Von Karin Sträßner

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