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OBERLANGENSTADT / KÜPS

Neue Ausrüstung für die Wehr in Oberlangenstadt

Neue Ausrüstung für die Wehr in Oberlangenstadt
In die Details der neuen Pumpentechnik wies Stefan Ludwig (an der Pumpe) die Wehrleute aus Küps und Oberlangenstadt ein. Das Foto zeigt ihn mit (rechts daneben) Markus Reischl und Markus Rieger. Die neue Schutzausstattung wird von den drei Wehrmännern ganz rechts im Bild bereits getragen. Foto: Bernd Rebhan

Übergeben werden konnten vor wenigen Tagen die neuen Tragkraftspritzen „Fox 4“ an die Freiwilligen Feuerwehren Küps und Oberlangenstadt. Damit sind die ersten Ausrüstungsgegenstände für die neuen Fahrzeuge der beiden Wehren bereits im Einsatz.

Weil die Tragkraftspritzen der beiden Feuerwehren in die Jahre gekommen und reparaturbedürftig geworden sind, hat sich die Marktgemeinde Küps dafür entschieden, beide Wehren mit neuen Tragkraftspitzen ausrüsten. Für die Feuerwehr Oberlangenstadt ist zudem die Beschaffung eines LF 10 in Auftrag gegeben.

Auch aus feuerwehrtechnischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten hat es sich angeboten, die alten Pumpen durch neue zu ersetzen. Die Fox 4, die zudem wesentlich leistungsfähiger ist, kann wegen ihrer Kompaktheit auch wesentlich einfacher im neuen Fahrzeug untergebracht werden.

Für die Freiwillige Feuerwehr Küps ist als Ersatzbeschaffung für das fast 35 Jahre Löschfahrzeug LF 8 ein Gerätewagen Logistik (GW-L 2) geplant. Der Marktgemeinderat hat im Sommer 2020 den Anschaffungen zugestimmt.

Der Freistaat Bayern fördert die Anschaffungen der Pumpen über die Regierung von Oberfranken mit einem Festbetrag von jeweils 4700 Euro. Kreisbrandrat Joachim Ranzenberger hat den Neukauf befürwortet. Insgesamt belaufen sich die Anschaffungskosten auf rund 30 000 Euro. Bürgermeister Bernd Rebhan dankte den Verantwortlichen der Wehren für die Unterstützung bei der Neubeschaffung und der Regierung für den Zuschuss. Umständehalber musste die Übergabe ohne Feierlichkeiten erfolgen. Notwendig war allerdings eine Einweisung in die Funktionsweise der einfach zu bedienenden und sehr leistungsfähigen Geräte durch die Firma Ludwig, die den Auftrag als wirtschaftlichster Bieter erhielt. Unter der Aufsicht von Kreisbrandmeister Markus Reischl, Kommandant der Küpser Wehr, erläuterte Stefan Ludwig die technischen Details.

Erstmals in der Öffentlichkeit vorgestellt wurde bei diesem Ortstermin an der Rodach in Küps auch die neue Schutzausstattung, die kürzlich an die mit Atemschutz ausgerüsteten Wehren der Marktgemeinde verteilt wurde.

Nach über zwei Jahrzehnten haben sich die Anforderungen an die Schutzausstattung für die Freiwilligen Feuerwehren verändert. Von der Erkennbarkeit des Feuerwehrmannes bis zur Schutzwirkung, die dem „Bayern 2000“ insbesondere bei der Brandbekämpfung im Innenangriff nur unzureichend attestiert wurde, reichten die erwünschten Verbesserungen. Daher musste die Schutzkleidung für die Atemschutzgeräteträger verbessert werden (bessere Hitzebelastung, feuer- und wasserfeste Gewebe). Insgesamt sind in den Feuerwehren der Marktgemeinde rund 70 Geräteträger aktiv.

Neue Schutzbekleidung für die Wehren

Die Marktgemeinde nutzte damit auch ein Sonderförderprogramm des Bayerischen Staatsministerium des Innern für die Beschaffung einer Wechselausstattung von Einsatzkleidung für Atemschutzgeräteträger. Weil Fördermaßstab die einfache Anzahl der Atemschutzgeräte ist (derzeit im Markt Küps 28 Stück), wurde für diese Anzahl ein Zuschuss bei der Regierung beantragt. Gewährt werden ein Festbetrag von 200 Euro für eine Feuerwehrschutzjacke und 100 Euro für eine Feuerwehrschutzhose. Die Kommandanten der Wehren hatten die Vorgehensweise bei einer Besprechung mit Bürgermeister Bernd Rebhan im Januar 2020 vereinbart.

Stark eingebracht hat sich dabei auch der stellvertretende Kommandant der Küpser Wehr, Markus Rieger, der die jeweiligen Kleidergrößen für die 70 Aktiven der Wehren aus Küps, Oberlangenstadt, Schmölz, Theisenort und Johannisthal zusammentrug und die Verteilung der Lieferung organisierte. (red)

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