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REDWITZ

Liederkranz Redwitz will nach Durststrecke neu durchstarten

Liederkranz Redwitz will nach Durststrecke neu durchstarten
Der neu gewählte Vorstand (v. li.): Vergnügungswart Günter Kohles, Michael Püls und Reiner Scholz, 2. Schriftführerin Ulrike Klein, 1. Vorsitzender Jürgen Klein, Schatzmeisterin Andrea Blomenhofer, Schriftführer Wernfried Mitlacher und der scheidende 2. Vorsitzende Stefan Müller. Foto: Roland Dietz

Eines wurde bei der Jahresversammlung sowie der ersten Probe nach der Sommerpause des gemischten Chores des Liederkranz Redwitz deutlich: Es werden alle Anstrengungen für eine Weiterführung des Chores unternommen. So ist es gelungen, mit Norbert Smolka einen neuen Chorleiter zu gewinnen.

Er wohnt in Rattelsdorf und arbeitet als promovierter Klavierlehrer in Bamberg. Smolka befindet sich seit Anfang September in Franken. Er sei für vieles offen, erklärte er, und habe für den Chorgesang eine große Empathie. In Redwitz hoffe er, mit Sängerinnen, Sängern und dem Vorstand im guten Einvernehmen etwas bewirken zu können.

Im Moment gehe es erst einmal um das gegenseitige Kennenlernen. Smolka zeigte sich sehr neugierig auf den Chor. Ziel sei es, zunächst jede Woche gemeinsam zu proben.

Mit Zuversicht bestehende Probleme angehen

Vorsitzender Jürgen Klein rekapitulierte in seinem Bericht, dass seit seinem Amtsbeginn 2018 einiges geschehen ist. Er habe erkennen müssen, dass die Arbeit seiner Vorgänger hohen Respekt verdiene. Jede Zeit habe ihre eigenen Herausforderungen. So seien ihm in seiner bisherigen Amtszeit Fehler unterlaufen.

Beim Blick in die 175-jährige Vereinsgeschichte zeige sich, dass der Chor vor 130 Jahren auch mit wenigen Sängern dastand und nach dem Zweiten Weltkrieg lange Zeit keinen Chorleiter mehr hatte. Aber es ging auch da weiter. So werde es auch diesmal weitergehen, da man bereit sei, Lösungen für die jetzigen Probleme zu finden. Seit 2018 habe es vier Chorleiter gegeben. Klein sprach die Hoffnung aus, dass es jetzt besser wird. Nur mit einem zuverlässigen Chorleiter sei es möglich, Sängerwerbung zu betreiben.

Vorsitzender: Verein und Chor brauchen neue Strukturen

Der Singbetreib des Kinderchores „Redwitzer Ohrwürmer“ ist mit Chorleiterin Pia Hempfling, die auch als Kreischorleiterin fungiert, auf einem sehr guten Stand. Zwischenzeitliche Zwistigkeiten seien ausgeräumt worden. Auch beim Hauptchor müssten gewisse Dinge geändert werden. Der Vorsitzende versicherte, dass er alles tun werde, was nötig ist, um den Chor und den Verein auf solide Füße mit neuen Strukturen zu stellen. Dazu gehörten eine verbesserte Außendarstellung, wenn möglich, in guter Zusammenarbeit mit den Paten-, Orts- und weiteren Chorvereinen.

Sein Dank galt 2. Vorsitzenden Stefan Müller, der, als er selbst an Corona erkrankt war, das Vereinsschiff sehr gut gesteuert habe. Dies habe sich beim Festakt zum 175-jährigen Bestehen des Vereins gezeigt. Dafür sei noch für alle Beteiligten ein Helferessen geplant. Weiter bedankte sich Jürgen Klein bei Ingrid Müller, die bereit war, vorübergehend die Chorleitung zu übernehmen, als hier die Not am Größten war. Neben den beiden erhielten auch Elvira Ludwig, Wernfried Mittelacker und Andrea Blomenhofer kleine Präsente für ihre Tätigkeit im Vorstand in einer nicht einfachen Zeit.

Liederkranz Redwitz will nach Durststrecke neu durchstarten
Vor der ersten Chorprobe: 1. Vorsitzender Jürgen Klein (re.) zeigte sich erfreut, mit Norbert Smolka (li.) einen hervorragenden neuen Chorleiter gefunden zu haben. Foto: Roland Dietz
„Wir haben eine Durststrecke hinter uns gebracht, aber es geht voran.“
Jürgen Klein, Vorsitzender

Schriftführer Werner Mitlacker skizzierte die Mitgliederentwicklung der vergangenen drei Jahre. Bei der Anzahl der Aktiven sei die Grenze erreicht, aber der die Existenz des Chors gefährdet ist. Teilgenommen wurde an der Hauptversammlung der Sängergruppe und am Kreissängertag. Von ausgeglichenen Kassengeschäften berichtete Andrea Blomenhofer.

Nachdem sich die erste Probe mit dem neuen Chorleiter gut angelassen hatte, sah man doch etwas entspannter wirkende Gesichter bei den Sängerinnen und Sängern des Liederkranzes. Mit Norbert Smolka scheint man einen guten Griff getan zu haben. Es sei klar, dass sich der Chor nach zwei Jahren Corona-Pause erst wieder finden muss. Jedoch seien vielversprechende Ansätze vorhanden, erklärte der neue Chorleiter. „Wir haben eine Durststrecke hinter uns gebracht, aber es geht voran“, war am Ende das Resümee von Vorsitzendem Jürgen Klein.

Die neue Führung

Die nötigen Vorstandwahlen brachten folgendes Bild: 1. Vorsitzender Jürgen Klein, Schriftführer Wernfried Mitlacher, 2. Schriftführerin Ulrike Klein, Schatzmeisterin Andrea Blomenhofer, 2. Schatzmeisterin Ursula Albers, Vergnügungsausschuss Günter Kohles, Michael Püls und Rainer Scholz. Rechnungsprüfer Stefan Müller und Michael Püls. Das Amt des 2. Vorsitzenden wurde nicht besetzt.
 

Von Roland Dietz

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