aktualisiert:

KÜPS

Küps startet Schulhausneubau

Grünes Licht gab es nun vom Gemeinderat für den Neubau der Grundschule in Küps.Archiv Foto: Andrea Hänel

„Wir setzen heute einen wichtigen Meilenstein beim Schulneubau“, bekräftigte Bürgermeister Bernd Rebhan in der Gemeinderatssitzung. Die Gesamtkosten für das Schulprojekt liegen bei 15,7 Millionen Euro. Nach dem einstimmigen Beschluss können jetzt erste Ausschreibungen erfolgen.

Bei der Marktgemeinde sind inzwischen die Unbedenklichkeitsbescheinigung für die technische Neuanbindung der Gebäude und den Ersatzneubau des Gebäudes für die Lagerung der Außensport- und Platzpflegegeräte eingegangen. Seitens der Regierung wurde jedoch darauf hingewiesen, dass kein Rechtsanspruch auf Förderung abgeleitet werden kann. Die Marktgemeinde muss wohl die Maßnahme vorfinanzieren. „Es ist klar, dass wir finanziell in Vorleistung gehen. Aufgrund der niedrigen Zinslasten ist dies machbar“, meinte der Rathauschef. Es liegt nun auch der erforderliche Bescheid für den Ersatzneubau der Sporthalle mit Versammlungsstätte vor.

Im Februar wird der Fördersatz klar sein und dann wird es wohl auch die Zustimmung für den vorzeitigen Baubeginn für die Grundschule geben.

Seine Bedenken, da es keinen Rechtsanspruch auf Fördermittel gibt, äußerte SPD-Fraktionssprecher Dr. Ralf Pohl. Ebenso weil die Höhe des Fördersatzes nicht feststehe. „Brauchen wir diese Entscheidung jetzt oder können wir noch warten?“ Thomas Friedlein (SPD) ergänzte:. „Ohne eine feststehende Förderung habe ich Bauchschmerzen.“

Bürgermeister Rebhan warb für eine jetzige Zustimmung. Jetzt in die Ausschreibung zu gehen, sei deutlich günstiger, bekräftigte er. „Wenn wir bis zum Frühjahr warten, wird es deutlich teurer.“ Er habe massiv für diese Chance gearbeitet. Es sei unbedenklich, jetzt mit der Maßnahme anzufangen, stellte auch CSU-Fraktionssprecherin Ursula Eberle-Berlips fest. „Das Wort der Regierung zählt, da kann man sich darauf verlassen.“

„Jetzt ist noch Platz in den Auftragsbüchern der Firmen. Jetzt ist der beste Zeitpunkt auszuschreiben“, so FW-Fraktionssprecher Heiko Meusel.

Abwarten oder loslegen?

Abwarten bis zum Frühjahr wäre genau das Falsche, appellierte Rebhan. Die Marktgemeinde werde von einer Entscheidung jetzt profitieren. „Warten wäre fahrlässig und würde uns finanziell schädigen“, ist er sich sicher.“

„Nach 30 Jahren auf dem Bau kann ich den Bürgermeister nur unterstützen“, betonte Klaus Trapper (AfD). „Die Preise auf dem Bau werden massiv in die Höhe gehen, da zählt jeder Tag.“

Schließlich schlug Ralf Pohl vor, dass die Verwaltung prüfen soll, ob aufgrund der Corona-Pandemie planungsmäßig Veränderungen erfolgen sollten. Der Bürgermeister nahm dies in den Beschluss auf. So kam es doch zum einstimmigen Votum.

Von Rainer Glissnik

Weitere Artikel