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MICHELAU

Jubelkonfirmationen 60+ in Michelau

sie feierten diamantene Jubelkonfirmation. Foto: Promedia

Fröhlich und sichtlich bewegt zogen die Jubilarinnen und Jubilare am vergangenen Sonntag mit dem Kirchenvorstand und Dekanin unter feierlichen Klängen der Orgel in die Johanneskirche ein. Vierzehn Diamantenen, elf Eisernen und neun Gnadenkonfirmandinnen und -konfirmanden sowie zwei Kronjuwelenkonfirmanden hieß Stefanie Ott-Frühwald mit ihren Angehörigen willkommen und erinnerte sie an ihre Einsegnung vor 60, 65 , 70 und sogar 70 Jahren in der Michelauer Kirche.

In ihrer Predigt verband die Dekanin den Blick zurück mit dem nach vorn: Es sei richtig und wichtig, sich an solchen Gedenktagen und feierlichen Anlässen an gemeinsam Erlebtes zu erinnern. Zum Schatz würden dabei jedoch nicht nur die schönen und fröhlichen Erlebnisse. Auch die Erfahrung, mit Gottes Hilfe Schweres durchgestanden und überwunden zu haben, sei wertvoll. Das gemeinsame Gedenken an die Verstorbenen der Jubiläumsjahrgänge, die am Vorabend auf dem Michelauer Friedhof stattfand, gehöre aus ebendiesem Grund zum Gedächtnis der Konfirmation.

Das Leben und das eigene Tun überprüfen

Sie trafen sich zum Tag der eisernen Jubelkonfirmatuion. Foto: Promedia

Auch der Blick nach vorne sei an Tagen wie diesen wichtig, so die Dekanin. Dazu gehöre das Wissen, dass die eigene Zeit auf dieser Erde begrenzt sei. Diese mache den Augenblick umso reicher. Das Evangelium vom reichen Mann und armen Lazarus biete zudem den Blick „von hinten her“ auf das Leben und rege dazu an, das eigene Tun zu überprüfen. Was Jesus in den Mittelpunkt stelle, sei die Liebe – die Zuwendung zu anderen und ihre Annahme trotz aller Unterschiede. Seine Liebe und sein Kreuz überwinde, was Gott und Mensch und auch Menschen voneinander trenne. Der liebevolle Blick auf andere sei für Christinnen und Christen nicht nur Auftrag in der Nachfolge Jesu Christi, sondern schenke auch innere Zufriedenheit.

Eine schöne Erinnerung an den Festtag

Sie feierten vor 75 Jahren ihre Konfirmation. Foto: Promedia

Nach dem Gedächtnis der Konfirmation sprach die Dekanin den Jubilarinnen und Jubilaren Gottes Segen zu, bevor diese vom Kirchenvorstand ein farbig gestaltetes Holzkreuz zur Erinnerung an ihren Festtag erhielten. Zum gemeinsamen Abendmahl waren auch Angehörige und Gemeindeglieder geladen. Die von den Jubilarinnen und Jubilaren selbst ausgesuchten Lieder begleitete Jakob Holland an der Orgel.

Erinnerungen getauscht wurden dann auch bei einem gemeinsamen Kaffeetrinken am Nachmittag im Gemeindezentrum, das der Kirchenvorstand für die Jubilarinnen und Jubilare ausrichtete. Trotz der extremen Hitze fanden diese sich noch einmal ein und brachten neben Bildern ihrer Konfirmation auch die früherer Jubiläen mit. So klang der gemeinsame Tag auch fröhlich und bewegt aus. (red)

Vor 70 Jahren feierten sie ihre Konfirmation. Foto: Promedia

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