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HOCHSTADT

Hochstadt feiert 100 Jahre Pfarrkirche Mariae Himmelfahrt

Hochstadt feiert 100 Jahre Pfarrkirche Mariae Himmelfahrt
Feierlicher Einzug ins 100-jährige Gotteshaus Mariae Himmelfahrt. Foto: Heinz Fischer

Mit einem Festgottesdienst am Sonntagvormittag haben die Hochstadter Christen das 100-jährige Bestehen ihres Gotteshauses „Mariae Himmelfahrt“ würdig gefeiert. Einer Kirchenparade unter Mitwirkung des Blasorchesters Hochstadt-Marktzeuln folgte der feierliche Einzug in die Kirche. Dabei erklang der große, altehrwürdige Choral „Ein Haus voll Glorie schauet“.

Pfarrgemeinderatsvorsitzender Georg Zethner begrüßte die Ehrengäste, allen voran Erzbischof Dr. Ludwig Schick, der zusammen mit mit Dekan Lars Rebhan und den emeritierten Priestern Wolfgang Scherbel und Hans Herdegen den Gottesdienst zelebrieren sollte. An den Erzbischof gewandt versprach er, das Schifflein Petri in Hochstadt auch in stürmischen Zeiten auf Kurs zu halten. Dieser hatte als Gastgeschenk eine Kerze mitgebracht, die von ihm geweiht und an der Osterkerze entzündet wurde.

Ein großes Werk in schwierigen Zeiten

Hochstadt feiert 100 Jahre Pfarrkirche Mariae Himmelfahrt
Gemeinsames Mittagsmahl: (v. li.) Bürgermeister Max Zeulner, Dekan Lars Rebhan, Erzbischof Dr. Ludwig Schick und Pfarrer i.R. Wolfgang Scherbel. Foto: Heinz Fischer

Im Verlauf der Liturgie trugen drei Kommunionkinder die Kyrie-Rufe vor. Die beiden Lesungen übernahmen Georg Zethner und Kirchenpfleger Robert Wilm. Vom Gesangverein Obersdorf kam der Zwischengesang: „Ich bete an die Macht der Liebe“. Diakon Roland Huppmann las das Evangelium nach Johannes: „Ein neues Gebot gebe ich euch: Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben. Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid: wenn ihr einander liebt.“

Worte des Dankes drückte der Bamberger Erzbischof in seiner Predigt aus. Dank, so Dr. Schick, sei nicht nur den Menschen in der Gegenwart, die den Glauben in Hochstadt weitertragen, sondern auch den Erbauern des Gotteshauses vor hundert Jahren. Mut habe es gebraucht, in diesen schwierigen Zeiten ein solch großes Werk zu beginnen.

„Schauen wir dankbar in die Vergangenheit und hoffen wir auf eine bessere Zukunft.“
Ludwig Schick, Erzbischof

Weiter ging er auf die Worte des Evangeliums ein. Man müsse die Worte Jesu „liebet einander“ in der heutigen Zeit umsetzen in allen Bereichen des Lebens, in Familie, Politik, Vereine, Arbeitsplatz und Schule. Auch dürfe man die Sorge um Natur und Umwelt sowie das aktuelle Kriegsgeschehen nicht vergessen. „Schauen wir dankbar in die Vergangenheit und hoffen wir auf eine bessere Zukunft“, beendete der Erzbischof seine Predigt.

Die Fürbitten trugen Mitglieder der Kirchenverwaltung, des Pfarrgemeinderates sowie ein Kommunionkind und seine Eltern vor. Zur Kommunion folgte noch ein Liedbeitrag des Gesangvereins Obersdorf, „Sei gegrüßt, oh Jungfrau“.

Standkonzert mit dem Blasorchester Hochstadt-Marktzeuln

Hochstadt feiert 100 Jahre Pfarrkirche Mariae Himmelfahrt
Das Blasorchester Hochstadt-Marktzeuln gibt in der Katzogelhalle ein Standkonzert. Foto: Heinz Fischer

Am Ende des Gottesdienstes nahm Landrat Christian Meißner das Wort. Er freue sich, dass wieder Feierlichkeiten dieser Art möglich seien; er sei sehr gerne der Einladung nach Hochstadt gefolgt. Herzliche Glückwünsche von seiner Seite gingen an die Kirchengemeinde. Dekan Lars Rebhan dankte allen Verantwortlichen für den großartigen Einsatz bei der Gestaltung dieses würdevollen Gottesdienstes, ein Gruß ging an den erkrankten Pfarrer Diter Gläser mit den Wünschen auf baldige Genesung.

Zum festlichen Auszug intonierte das Blasorchester Hochstadt-Marktzeuln das De Teum, „Großer Gott, wir loben dich“. Im Anschluss traf man sich in der von der Gemeinde zur Verfügung gestellten Katzogelhalle zum gemeinsamen Mittagsmahl. Das Orchester formierte sich nochmals in der Halle zu einem Standkonzert mit beliebten Märschen, Polkas und Walzern aus ihrem Repertoire.

Hochstadt feiert 100 Jahre Pfarrkirche Mariae Himmelfahrt
Der Bamberger Erzbischof Dr. Ludwig Schick mit Kommunionkindern und Ministranten. Foto: Heinz Fischer

In einer kurzen Ansprache gab der Bürgermeister Max Zeulner seiner Freude über das Jubiläum Ausdruck. Kirchenpfleger Robert Wilm ergriff vor dem Mahl das Wort, auch er dankte allen Akteuren und Helfern. Am Montag, 16. Mai, um 19 Uhr wolle man noch einen Gottesdienst für alle verstorbenen Wohltäter der Pfarrgemeinde abhalten. Pfarrer in Ruhe Wolfgang Scherbel habe sich dankenswerter Weise dafür bereit erklärt. Anschließend sei noch ein Friedhofsgang vorgesehen.

Hochstadt feiert 100 Jahre Pfarrkirche Mariae Himmelfahrt
Polit-Prominenz beim Auszug: Landrat Christian Meißner, Bürgermeister Max Zeulner und die Gemeinderäte. Foto: Heinz Fischer
Hochstadt feiert 100 Jahre Pfarrkirche Mariae Himmelfahrt
Erzbischof Dr. Ludwig Schick bei seiner Festpredigt. Foto: Heinz Fischer
Hochstadt feiert 100 Jahre Pfarrkirche Mariae Himmelfahrt
Kirchenpfleger Robert Wilm begrüßt die Gäste und dankt allen Akteuren und Helfern. Foto: Heinz Fischer

Von Heinz Fischer

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