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KÜPS

Fassadenprogramm: Zuschüsse für Hausbesitzer in Küps

Fassadenprogramm: Zuschüsse für Hausbesitzer in Küps
Eines der ortsbildprägenden Gebäude: das „Obere Schloss“ in Küps. Foto: Rainer Glissnik

„Wir wollen den Küpser Kernort mit Hilfe der der Fördermittel schöner machen“, hofft Bürgermeister Bernd Rebhan. Das hierzu angestrebte Kommunale Fassadenprogramm innerhalb der KEK3-Entwicklungskonzepte nimmt konkrete Formen an, wie er im Gemeinderat mitteilte. Erste Interessenten stehen in den Startlöchern. Das Sanierungsgebiets wurde festgesetzt.

Das Kommunale Fassadenprogramm basiert auf Beschlüssen zur Städtebauförderung. Es soll helfen die privaten Hauseigentümer zu Investitionen zu bewegen, erläuterte Bürgermeister Bernd Rebhan. Beim Satzungsentwurf fehle noch eine finale Abstimmung mit der Regierung von Oberfranken. Vorgesehen ist, dass der Markt Küps zusammen mit der Städtebauförderung Zuschüsse für Privatmaßnahmen vergeben kann. Möglich sind maximal 20 000 Euro, Küps wird jeweils bis zu 8000 Euro dazu zahlen.

Christine Werthmann vom Büro BFS+ informierte informierte, dass dazu eine Gestaltungsfibel gibt, ein praktisches Handbuch für die Bürgerinnen und Bürger, besonders im Sanierungsgebiet. Hier werden die traditionellen Bauweisen, die hier typisch sind, dargestellt. Außerdem gibt es Hinweise zu Sanierung, Umgestaltung oder neuen Anbauten, damit diese zum Altbestand passen.

Die Fibel soll die Entwicklung des Ortskerns unterstützen. Ortskernprägende Gebäude sollen erhalten werden. Historische Bauformen sollen bewahrt werden und auch deren Vielfalt, um zur positiven Wahrnehmung des Ortsbildes beizutragen. „Die Anwohner sollen ein Gespür dafür bekommen, was typisch für den Ort ist und was eine gute Gestaltung ist“, sagte Werthmann.

Alte Bestände bewahren und Anbauten behutsam einfügen

Dieter Lau wollte wissen, welche Vorstellung von historischer Fassade entwickelt werden solle: „Welches fränkische Dorf haben Sie im Kopf?“ Es gehe nicht darum, auf Häuser aus den 1960-er Jarhen künstlich etwas Altes draufzumachen, sondern um den erhalt alter Bestände“, erklärte Christine Werthmann. „Ich will sensibilisieren, aber die Gestaltung bleibt frei und kann nicht erzwungen werden.“

„Die Anwohner sollen ein Gespür dafür bekommen, was typisch für den Ort ist und was eine gute Gestaltung ist.“
Christine Werthmann, Büro BFS+

„Wer investiert kann einen Zuschuss bekommen und die Ausgaben auch bei der Steuer abschreiben“, verwies Bürgermeister Bernd Rebhan auf die Vorteile. „Ich bin optimistisch und freue mich richtig darauf“, zeigte sich Ursula Eberle-Berlips (CSU) positiv. Endlich gebe es eine konkrete Hilfestellung für Hauseigentümer, um die historische Substanz zu bewahren. Es kämen neue Impulse in den Kernort, um das Ortsbild wiederzubeleben. „Ein solches kommunales Förderprogramm ist ausgesprochen sinnvoll“, lobte auch Ralf Pohl (SPD). Die eingesetzten öffentlichen Mittel würden stark multipliziert.

Aus dem Gemeinderat: Beginn des Neubaus der Schule

Nach den Abrissarbeiten beginnt nun der Schulneubau. Schon diese Woche werden die ersten Kräne aufgestellt, erklärte Bürgermeister Bernd Rebhan. In nichtöffentlicher Sitzung wurden die Arbeiten vergeben. Der Ersatzneubau der Grundschule Küps und der Schulsporthalle mit Versammlungsstätte erfolgte nach europaweiter Ausschreibung: Die Baumeisterarbeiten wurden für 3,242 Millionen Euro an die Firma Angermüller Bau GmbH, Untersiemau, vergeben. Erdungsanlage und Blitzschutz gingen an die Firma Walter Hofmann, Stein bei Nürnberg, für 32 816 Euro.

Für das Obere Schloss hat Christian Ebertsch hier enorm viel geregelt, obwohl er bei einem Aufstiegslehrgang war. Für diese enorme Engagement und seinen Einsatz als Bauamtsleiter dankte ihm Bürgermeister Bernd Rebhan.

Sehr viel Arbeit macht die Förderung wasserwirtschaftlicher Arbeiten. „Es gibt wieder neue Richtlinien bei den Zuwendungen zu wasserwirtschaftlichen Maßnahmen“, informierte Bürgermeister Bernd Rebhan. Da kleinere Gemeinden mit großer Fläche sich schwerer tun, habe der Freistaat die Förderung RZWas verlängert. Der Fördersatz wird von 50 auf 40 Prozent gesenkt und der förderunschädliche Baubeginn ohne Zuschussgenehmigung ist nicht mehr möglich. Einiges, was nicht fertig gestellt werden kann, müsse in das neue Förderprogramm gebracht werden.

Seit 9. Februar wird bei der Abwasserbeseitigung die Härtefallgrenze überschritten. Da der Abwasserzweckverband keine Fördermittel beantragen kann, müsse die Gemeinde die jeweiligen Maßnahmen ausführen. Weil die Fördersätze maximal 70 Prozent der Kosten betragen, würden vor allem die Gebührenzahler entlastet.

Gegen sechs Stimmen der SPD wurde beschlossen, den kalkulatorischen Zinssatz ab 2022 auf 2,0 Prozent festzusetzen.

Von Rainer Glissnik

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