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REDWITZ

Evangelische Bibeltage in Redwitz über Hiobs-Botschaften

Evangelische Bibeltage in Redwitz über Hiobs-Botschaften
Referent der Bibelwoche war Ade Gärtner aus Nürnberg. Foto: Thomas Micheel

Die Bibeltage finden normalerweise im Januar statt. Heuer waren sie auf den Juli verlegt worden. Sie standen unter dem Thema „Hiobs-Botschaften in unserem Leben – was machen sie mit uns? Wie gehen wir damit um?“

Gastreferent war Ade Gärtner aus Nürnberg, verheiratet und Vater von vier erwachsenen Kindern. Seine theologische Ausbildung hat er an der Evangelistenschule Johanneum in Wuppertal absolviert. Er ist seit 32 Jahren im hauptamtlichen Verkündigungsdienst der Evangelischen Kirche, im CVJM und in der Landeskirchlichen Gemeinschaft und derzeit Leiter des Christlichen Fußballer Netzwerkes im Raum Nürnberg/Fürth, www.cfn-ev.de. Außerdem ist er freiberuflicher Coach für Persönlichkeits-Entwicklung.

Erschreckend und beängstigend oder versöhnend und tröstlich

Den Auftakt der Bibelwoche machte der Gottesdienst in der Sankt-Ägidius-Kirche mit der Predigt zum Thema „Eine erschreckende und beängstigende Hiobs-Botschaft (Kap. 1).“ Es folgten im Gemeindehaus am Montag die Themen „Eine freundliche und verheißungsvolle Hiobs-Botschaft“ (Kap. 5), am Dienstag „Eine klärende und ernüchternde Hiobs-Botschaft (Kap. 38-40) und am Mittwoch „Eine versöhnende und tröstliche Hiobs-Botschaft“ (Kap. 42).

Der Referent ging den Fragen im Hiobbuch nach, wie sich der Mensch im Leiden recht verhalten soll und was Ursache und Zweck des Leidens bedeuten. Außerdem ging es darum, warum auch Gläubige manchmal so sehr leiden, und warum ein gütiger und allmächtiger Gott Leid zulässt.

Eine lebendige Gottes- und Liebesbeziehung pflegen

Referent Gärtner gab praxisorientierte Impulse mit persönlichen Beispielen aus seinem Leben und seiner Arbeit. Die Frage nach dem Lebensziel der Menschen beantwortete er mit dem Vorschlag, eine lebendige Gottes- und Liebesbeziehung zu leben und zu pflegen. Weiter solle man ehrlich sein mit allen Gefühlen vor Gott und den Menschen. Freundschaft und Familie sah Gärtner als einen starken Halt. Krisen solle man zulassen und annehmen und nicht daran verbittern. Letztlich sei der richtige Weg, versöhnt und getrost zu leben und zu sterben.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erkannten Krisen als Klärungsprozesse im Leben. Das Leben als Christen sei ein Reifen hin zur Ewigkeit. Vor allem im „Ja“ zum Willen Gottes verliere das Leiden seine Macht.

In seinem Schlusswort zur Bibelwoche stellte Pfarrer Daniel Steffen Schwarz fest, dass der Referent nicht nur erschreckende und beängstigende, sondern auch freundliche bis sogar tröstliche Hiobsbotschaften erklärt hat. Er habe Wege aufgezeigt, wie man mit diesen Botschaften umgehen könne. Der Pfarrer war sich sicher, dass alle aus diesen Tagen etwas mitgenommen haben.

Musikalisch gestalteten die Bibelwoche Gottesdienstorganist Jochen Stumpf, christlicher Liedermacher Konrad Boxdörfer, die Band „Burning Heart“ und ein Vokalensemble.

Von Thomas Micheel

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