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MARKTGRAITZ

Erneuerung des Kirchweihplatzes Marktgraitz in Planung

Erneuerung des Kirchweihplatzes Marktgraitz in Planung
Der Kirchweihplatz in Marktgraitz soll demnächst saniert werden. Foto: Roland Dietz

Es scheint endlich los zu gehen mit der Erneuerung des so genannten Kirchweihplatzes in Marktgraitz. Dass die Planungen in ihre entscheidende Phase treten, wurde bei der Gemeinderatssitzung im Obergeschoss des Sportheimes vom FC Marktgraitz deutlich.

Barrierefreie Haltestelle mit neuem Buswartehäuschen

Erster Bürgermeister Jochen Partheymüller berichtete, dass es mit dem Busunternehmen Deuber und dem Kreisbauhof Lichtenfels einen Ortstermin gegeben habe. Dabei sei erörtert worden, welche Möglichkeiten es für eine Bushaltestelle gibt. Mehrere Alternativen seien mit einem Bus ausprobiert worden. Die Haltestelle werde barrierefrei sein, was wiederum bedeute, dass ein 18 Zentimeter hoher Einstieg angelegt werden müsse. Hinter diesem Einstieg werde ein Buswartehäuschen gebaut. Auf welcher Seite des Platzes das Ganze angelegt wird, ist noch nicht sicher.

Erste Möglichkeit: die Seite, auf der das alte Wartehäuschen steht. Die Fläche, auf er die Busse fahren, solle asphaltiert werden. Die sonstige Ausgestaltung des Platzes sollte mit einer möglichst attraktiven Bepflanzung und kaum weiterer Versiegelung geschehen, erklärte das Gemeindeoberhaupt.

Matthias Partheymüller (FW) fragte, was mit den Abfall- und Glascontainern geschieht, die auf dem Platz stehen. Der Bürgermeister entgegnete, dass dafür eine andere Lösung gesucht werden müsste. Anton Hügerich (FW) schlug vor, das neue Wartehaus mit einer Beleuchtung auszustatten, was in der dunklen Jahreszeit zusätzlichen Schutz und Sicherheit besonders für Kinder bieten würde. Diesen Vorschlag nahm Jochen Partheymüller auf.

Nächste Infoveranstaltung Dorfladen am 14. Oktober

Auch bei den angestrebten Dorfladen kommt es nun zum den nächsten weiterführenden Schritten. So wird es am Mittwoch, 14. Oktober, um 18 Uhr in der Turnhalle eine weitere Infoveranstaltung geben – in Richtung einer Gründungsversammlung. Die Corona- Pandemie habe gezeigt, wie wichtig kurze Wege beim Einkauf von alltäglichen Lebensmitteln sein können, so der Bürgermeister.

Auch der Landkreis wolle die Umsetzung von Dorfläden unterstützen. Bei einem Workshop von Dorfladen-Planern im Landkreis sei der Aufbau eines Netzwerkes der Lieferanten und Vermarkter thematisiert worden. Diese hätten sich nach einem Anschreiben fast alle bereit erklärt zu liefern.

Kita fährt 2019/20 geringeres Defizit ein als befürchtet

Nicht so negativ wie im Jahr zuvor beziehungsweise im Haushalt vorgesehen, fiel der Defizitausgleich für die Kindertagesstätte St. Michael für das Kindergartenjahr 2019/2020 aus. Im Jahr 2015 hatte im Rahmen eines Erbbaurechtsvertrages die Kommune die Kindertagesstätte St. Michael übernommen, wobei weiterhin die katholische Kirchenstiftung der Betriebsträger ist. Die Verwaltung erfolgt durch die Caritas. Laut eines Defizitvertrags ist die Gemeinde zum Bau- und Grundstücksunterhalt verpflichtet. Zusätzlich ist sie verpflichtet, sich zu 75 Prozent an den ungedeckten Betriebskosten zu beteiligen, die nicht durch Elternbeiträge, gesetzliche Förderanträge oder Eigenmittel gedeckt sind.

Die Abrechnung für das Jahr 2019/2020 weist einen Jahresfehlbetrag von 12 008,22 Euro aus, wovon der Markt Marktgraitz 9006,17 Euro zu tragen hat. Im Juli 2019 war noch mit einem Defizit von knapp 20 000 Euro gerechnet worden. Dies habe sich durch für nicht möglich gehaltene Einnahmen ergeben, sagte der Rathauschef. Im Gremium wurde nun aber trotzdem gefordert, nach Möglichkeit über die Tendenz und Größenordnung früher Bescheid zu wissen, um schneller planen zu können.

Erneuerung des Kirchweihplatzes Marktgraitz in Planung
Der Kindergarten St. Michael hat im vergangenen Jahr ein wesentlich geringeres Defizit aufzuweisen als befürchtet, was die Gemeinderäte wohlwollend zur Kenntnis nahmen. Foto: Roland Dietz

Maßnahmen des Landschaftspflegeverbandes

Keine Beanstandungen gab es gegen das Maßnahmenprogramm für den Markt Marktgraitz vom Landschaftspflegeverband des Landkreises Lichtenfels. Sie setzen auch die in den Vorjahren begonnenen Arbeiten fort und werden mit staatlichen Mitteln bis zu 90 Prozent bezuschusst. Für den Markt Markgraitz beträgt der kommunale Anteil 854,30 Euro. In Einzelnen sind dies folgende Maßnahmen: Biotopgraben Steinachtal – Umtriebspflege der Weidenhecke am Graben, Mahd am wegseitigen Grabenrand, Pflege der 15 Kopfweiden; Nachentbuschung des Steilhangs am Berglein und die Beweidung Steilhang am Berglein.

„Wer jetzt einsteigt und

dran bleibt, ist vorne mit dabei. Mit der Entscheidung pro Glasfaser setzt man

auf das richtige Pferd.“

Siegbert Reuther von Reuther

NetConsulting Bad Staffelstein

Die Möglichkeiten der Breitbandversorgung nach der aktuellen Bayerischen Gigabitförderrichtlinie erläuterte Siegbert Reuther von Reuther NetConsulting Bad Staffelstein den Gemeinderäten. Glasfaser sei mehr als nur schnelles Internet, erklärte Fachmann. „Wer jetzt einsteigt und dran bleibt, ist vorne mit dabei. Mit der Entscheidung pro Glasfaser setzt man auf das richtige Pferd.“

Reuther betonte, dass Glasfaser ins Haus nicht nur mehr als „noch schnelleres Internet“ sei, sondern auch wirtschaftlich eine immer größere Rolle spiele. Die Corona -Pandemie habe dies auf beeindruckende Weise gezeigt. Arbeiten im Home-Office oder Home– Schooling würden immer mehr an Bedeutung gewinnen. Bisher galten 30 MegaBit pro Sekunde für Privatnutzer und 100 MBit/S für Betriebe als Basis der Digitalisierung und dem damit verbundenen Wohlstand in Deutschland. Dies gelte inzwischen fast als unterversorgt.

Ziel sei es, Privathaushalte mit bis zu 100 MBit/s und Gewerbebetriebe mit bis zu 200 MBit/s. auszustatten, so der Experte. Er führte weiter aus, dass es zu Glasfaser keine vergleichbaren Technologien gebe. Leider seien in Deutschland erst zehn Prozent der Anschlüsse direkt ins Haus gelegt seien. Dies sollte auch flächendeckend schnellstmöglich geändert werden. Immerhin betrage der Fördersatz 90 Prozent, bei maximaler Förderung je Adresse in Höhe bis zu 7500 Euro. Auch Schulen und Rathäuser würden davon profitieren.

So wirtschaftlich wie möglich: Rohre gleich mit verlegen

Man versuche, sagte Reuther, so wirtschaftlich wie möglich Glasfaser zu verlegen. So sollten bei Straßenaufgrabungen Rohre dafür gleich mit verlegt werden. Auch beim Bau von Eigenheimen müsse darauf geachtet werden, dass ein Rohr für Glasfaser mit gelegt wird.

Zwar wurde dafür von den Gemeinderäten keine Entscheidung getroffen, dennoch zeigten sich alle von Siegberts Reuthers Ausführungen sehr angetan. Demnächst wird eine Weiterführung in Form eines Markterkundungsprogramms stattfinden.

 

Von Roland Dietz

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