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KÜPS

Der Tiefbrunnen I in Küps wird komplett erneuert

Der Tiefbrunnen I in Küps wird komplett erneuert
Fast 400 000 Euro wird der Markt Küps in die Sanierung des KüpserTiefbrunnens I investieren. Der Bau- und Umweltausschuss ließ sich dasVorhaben von Planerin Lina Nitsch (li.) vom Büro Piewak & Partner(Bayreuth) und Florian Lemnitzer (Büro SRP, 2. v. li.) erläutern. Foto: Rainer Glissnik

Grünes Licht für die Brunnenexperten: Sie können die Sanierung des Tiefbrunnens I am Wasserwerk in der Kugelgasse planen. „Es wird nur erneuert, nichts verändert“, erläuterte Lina Nitsch vom Büro Piewak & Partner (Bayreuth) bei einem Ortstermin des Küpser Bau- und Umweltausschusses das Sanierungskonzept.

Zwei Tiefbrunnen befinden sich auf dem Gelände des Küpser Wasserwerks. Der Brunnen I stammt aus den 1950-er Jahren und ist stark schadhaft, so dass es letztlich auch um den Erhalt des Wasserrechts geht. Seit 2013 laufen die Untersuchungen, auf deren Grundlage nun ein Sanierungskonzept erarbeitet wurde. „Spannend“ wird die Aufgabe laut Bürgermeister Bernd Rebhan auch durch eine vorhandene Artesik, die das Grundwasser nach oben drückt.

Planerin Lina Nitsch: Es ensteht prakisch ein neuer Brunnen

Planerin Lina Nitsch erläuterte, dass vorhandene Rohre und Filterkies herausgeholt werden müssen: „Wir tauschen nur die eingebauten Rohre und Materialien aus.“ Anschließend werde eine Edelstahlverrohrung eingebracht und mit neuem Filterkies bestückt: „Es entsteht praktisch ein neuer Brunnen.“ Als Brunnenkopf ist ein kleines Gebäude geplant. Für die Bauarbeiten müssen die Zufahrt und das Umfeld der Bohrung befestigt werden, informierte Florian Lemnitzer (Büro SRP). Auf eine Bodenplatte kommt abschließend ein Brunnenhaus.

Bürgermeister Bernd Rebhan rechnet mit Gesamtkosten von 392 354 Euro: 95 000 Euro für die Bohrarbeiten, 196 204 Euro für die Sanierung inklusive Baufeldherstellung, 50 000 Euro für ein Provisorium zur Wasserentnahme während der Bauzeit aus dem Tiefbrunnen II und 51 150 Euro Ingenieurkosten. „Wir haben ein sehr altes und sehr gutes Wasser“, betonte er. Die Anlage solle nur erneuert und nicht verändert werden, um die geologischen Schichtungen nicht zu schädigen. Das Sanierungskonzept solle eingereicht werden, auch wenn bekannt wurde, dass keine Bescheide ergehen werden. Wenn der Umweltminister demnächst nach Küps komme, wolle man auch die Brunnensanierung besprechen.

Der Umbau der seit mehr als zehn Jahren leer stehenden Wohnung in Dorfgemeinschaftsräume in der Alten Schule in der Johannisthaler Kanzleistraße ist auf dem Weg. Das Amt für ländliche Entwicklung stimmt einer 90-prozentigen Bezuschussung der förderfähigen Kosten zu, also 160 800 Euro Zuschuss zu den 178 693 Euro Kosten. Da bis zu 78 Leute die künftigen Dorfgemeinschaftsräume nutzen dürfen, ist einiges an Brandschutz nötig. So muss ein zweiter Rettungsweg gebaut werden, erklärte Alexander Hempfling (Architekturbüro 3D). Allein dieser Fluchtweg kostet 44 000 Euro, wird aber mitgefördert. Dazu muss der erste Rettungsweg über die Treppe ausgebaut werden (29 000 Euro), dazu kommen 20 000 Euro für den Dachfußboden und 14 000 Euro für eine neue Heizung. Thomas Meyer regte Barrierefreiheit im Erdgeschoss an.

Spedition Fleischmann baut neue Hallen

Das gemeindliche Einvernehmen erhielt das Bauvorhaben der Spedition Fleischmann, bestehende Produktions- und Lagerhallen abzubrechen und eine Fahrzeughalle, eine Kaltlagerhalle, eine Warmhalle mit Küchentrakt zu errichten und die Nutzung des Wohngebäudes zu ändern. Die Neubauhallen werden niedriger als die jetzigen. Insbesondere weil künftig die Lastwagen nicht mehr zurücksetzen müssen, verbessere sich die Situation für die Anlieger deutlich, betonte Bürgermeister Rebhan.

Bei der ehemaligen Lackfabrik in Küps wurden im Rahmen der Förderoffensive Nord-Ost-Bayern die Arbeiten für die Schadstoffuntersuchung an die Firma Main Umwelt GmbH für 8500 Euro vergeben. Der weitere Abbruch und die Entsorgungsarbeiten können von der Verwaltung ausgeschrieben werden.

Von Rainer Glissnik

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