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MARKTGRAITZ

Brand trifft Musikverein Marktgraitz hart

Brand trifft Musikverein Marktgraitz hart
Alle Hände voll zu tun, hatten die Musiker in der Werkstatt Kestel, um ihre nach dem Brand in der Grundschule geretteten Noten wieder zu sortieren. Foto: Roland Dietz

Hart getroffen hat der Brand im Probenraum in der Schule den Musikverein Marktgraitz. Es war der Wermutstropfen in einem ansonsten sehr erfolgreichen Jahr, wie bei der Jahreshauptversammlung deutlich wurde.

Vorsitzender Andreas Partheymüller berichtete, dass sich die Mitgliederzahl um elf auf 154 Personen erhöht hat. Weil ein neues Verwaltungssystem eingerichtet werden musste, verzögern sich die Beitragsabbuchungen.

Höhepunkte des Jahres seien das wunderbare Osterfrühstück mit konzertanter Blasmusik im vollbesetzten Pfarrzentrum und Auftritte zum Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Marktgraitz mit einem beeindruckenden Zapfenstreich und Festzug bei sommerlicher Hitze gewesen. „Es hat Spaß gemacht, doch war das Musikerzelten witterungsbedingt eine eher nasse Angelegenheit“, meinte Andreas Partheymüller.

„Leider ist der Probenraum in einem schlechten Zustand, aber wir hoffen auf einen Ersatzraum.“
Andreas Partheymüller, Vorsitzender
Brand trifft Musikverein Marktgraitz hart
Einzeln gingen die Musiker die geretteten Notenblätter durch. Foto: Roland Dietz

Ausgestaltet haben die Musiker die Einweihungsfeier der neuen Gratzer Marienglocke auf dem „Bergla“. Dabei wurde das von Heimatdichter Martin Staudacher 1882 komponierte Lied „Bayerisch Zell“ aufgeführt. Schlagzeuger Matthias Berg ließ dazu die neue Glocke erklingen. Ein prima Auftritt war das Musizieren bei den Weidhäuser Schützen. Drei Ständchen, das Palmsonntagsspielen, die Ausgestaltung der Maiandacht, Bittgänge, Jubelkommunion, Waldkapelle, Polterabend, Hochzeitsständchen, die Begleitung der Dekanats-Wallfahrt, Allerheiligen und die Weihnachtsmärkte in Lichtenfels und Marktgraitz waren weitere Auftritte. Eine Weihnachtsfeier schloss sich an.

„Glück im Unglück“ hatten die Musiker beim Brand im Probenraum in der Marktgraitzer Schule im Dezember. Die Staatsanwaltschaft ermittele, doch die Brandursache sei noch unklar, sagte Partheymüller. Zwei Flöten, drei Trompeten und Teile des Schlagzeugs wurden durch Hitze sowie Rauch und Ruß beschädigt. Ebenso seien die Direktionsmappe und zahlreiche weiteren Notenmappen ein wirtschaftlicher Totalschaden. Wichtig sei es die begonnene Bestandsaufnahme abzuschließen.

Sehr aufwändig sei die Erstellung neuer Notenmappen gewesen, doch jetzt könne wieder nach vorne geschaut werden. Das sei für die Zukunft des Vereins sehr wichtig gewesen. „Leider ist der Probenraum in einem schlechten Zustand“, bedauerte Partheymüller. Allerdings bestehe die Hoffnung dass, ab Februar ein Raum im oberen Teil des Gebäudes genutzt werden könne. Er dankte allen, die den Musikverein im vergangenen Jahr mit Rat und Tat unterstützt hatten.

Die Kinder und Jugendausbildung laufe sehr gut, teilte Jugendkoordinatorin und Betreuerin Tanja Lorenz mit. Sechs Kinder befinden sich seit längerem in Ausbildung und auf einem altersgerecht guten Leistungsstand. Zwei werden bei kleineren Auftritten in der Kapelle wie etwa bei der Maiandacht mitspielen können. Allerdings habe sich die Probenarbeit durch den Brand im Musikraum etwas verzögert. Wenn ein anderer Raum im Schulhaus genutzt werden könne, werde die Ausbildung mit weiteren sieben Kindern fortgesetzt. Ein Schnuppertag für Kinder mit Interesse an der Musik sei deshalb nicht möglich gewesen. Das beliebte Kinderzelten und weitere Freizeitaktivitäten werden auch in diesem Jahr angeboten. Gegen den erfreulichen Kassenbericht von Alexander Semleit gab es keine Einwände.

Auftritt beim Starkbierfest das Ziel

Dirigent Sebastian Geßlein zeigte sich zufrieden mit den musikalischen Auftritten. Er dankte allen, die in den vergangenen Wochen bei der Wiederherstellung und Reinigung von Noten und Notensätzen geholfen haben. Er sei sehr optimistisch dass beim Marktgraitzer Starkbierfest ein Auftritt möglich ist. Geplant sind außer den üblichen Auftritten das Spielen beim Jubiläumsfest des Obst und Gartenbauvereins Mannsgereuth und das Hoffest in Trübenbach.

 

Von Roland Dietz

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