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MARKTZEULN

Bauschuttdeponie in Marktzeuln: Fläche nicht versiegeln

Bauschuttdeponie in Marktzeuln: Fläche nicht versiegeln
Bald wird vor der bestehenden Photovoltaikanlage eine weitere errichtet. Foto: Karin Sträßner

„Am Markt lernt man die Leute kennen.“ Nach dem Motto dieses deutschen Sprichwortes ist die Freude der Bevölkerung in und um Marktzeuln sicher groß: Ab Juli ist es laut Bürgermeister Gregor Friedlein-Zech geplant, wieder den monatlichen Markt abzuhalten. Natürlich nur, wenn die Corona-Pandemie sich nicht verschlimmert.

Die Theateraufführung des „Sommernachtstraumes“ sowie die für heuer geplante Feierlichkeit zum 950-jährigen Bestehen des historischen Dorfes unter dem Titel „Marktzeuln leuchtet“ wird auf das Frühjahr 2021 verschoben.

Ausgleichsflächen sind nicht nötig, werden aber eingeplant

Im Mittelpunkt der Sitzung des Gemeinderats am Montagabend stand die Aufstellung des Bebauungsplanes Sondergebiet „Regenerative Energien II“. Christine Bardin vom Büro König und Kühnel in Weitramsdorf stellte in der TSV-Turnhalle die von den Trägern öffentlicher Belange eingereichten Stellungnahmen und die ausgearbeiteten Beschlussvorschläge vor. Anregungen sind vom Wasserwirtschafsamt Kronach, dem Landratsamt Lichtenfels und dem Bund Naturschutz Bayern, ArbeitskreisLichtenfels, eingegangen.

Durch die Rammpfähle, die bis 1,90 Meter in den Boden gerammt würden, gebe es keine Erhöhung des Sickwasseranfalles. Eigentlich wären laut Bardin keine naturschutzrechtlichen Ausgleiche nötig, da es sich um eine Brach- und Altlastenfläche handle. Trotzdem wolle man eine Ausgleichsfläche von 2800 Quadratmetern schaffen, um dem Umwelt -und Naturschutz gerecht zu werden. So seien eine frei wachsende Hecke und im Norden ein Feldgehölz geplant.

Der Bund Naturschutz Bayern, Kreisgruppe Lichtenfels, äußerte: „Lieber sind uns Photovoltaikanlagen auf dem Dach.“ Allerdings wüssten sie auch, dass solche Photovoltaikanlagen wichtige Säulen der Energieversorgung seien. Da es sich bei dem Grundstück um eine rekultivierte Bauschuttdeponie handelt, die momentan brach liegt, hatte die Gruppe ein Einsehen. Sie bat nur: „Nehmt halt keine Ackerflächen!“

„Lieber sind uns Photovoltaikanlagen auf dem Dach.“
Bund Naturschutz, Kreisgruppe Lichtenfels

Festgelegt wurde, dass keine Fundamente verwendet werden, die den Boden versiegeln würden. Außerdem muss eine Konstruktion gebaut werden, die einen rückstandslosen Rückbau ermöglicht. Für eine ausreichende Belüftung des Bodens ist zu sorgen. Vorgeschrieben wird auch eine extensive Bewirtschaftung ohne Pflanzenschutzmittel. Eine umweltschonende Beweidung mit Tieren (insbesondere Schafen) wurde empfohlen. Der Antragsteller bedankte sich und freute sich, bald mit der Aufstellung der Anlage beginnen zu können.

Dorfladen: Architekt unterbreitet Gestaltungsvorschläge

Zum Baufortschritt des Dorfladens äußerte sich Architekt Klerner. Momentan laufe alles reibungslos. Auch sei keine Kostenüberschreitung zu erkennen. Demnächst würden Angebote für die Ladeneinrichtung eingeholt. Er unterbreitete dem Gemeinderat Vorschläge zu Fenstern, Ziegeln, Beleuchtung, Geländer und Bodenbelag. Die Optik des Daches bleibe nach außen hin bestehen. Friedlein-Zech erklärte, dass zu gegebener Zeit über die Vorschläge entschieden werde. Man hoffe zudem, dass das Gebäude bis zum Ende des Jahres winterfest sei. Der Dorfladen solle im Jahr 2021 fertig sein. Erwin Grünbeck (CSU) wollte wissen, ob man für den Gewölbekeller auch Pläne habe. Klerner entgegnete, dass hierfür baulich nichts vorgesehen sei. Der Keller solle nur als Lager dienen.

Aus dem Gemeinderat

• Jutta Stark (UBMz) sprach die geplante Beleuchtung in der Bayernstraße an. Laut Bürgermeister Gregor Friedlein-Zech wurde der Auftrag vergeben und man müsse mal nachhaken, wann die Arbeiten beginnen sollen.

• Im Rahmen einer Besprechung mit dem Abwasserzweckverband Marktzeuln-Michelau solle geklärt werden, ob bei einer Wasserleitungserneuerung auch die Leitungen fürs Abwasser überprüft werden sollen.

• Erwin Grünbeck (CSU) fragte nach, warum es solange dauere, bis die Sitzungsprotokolle des Gemeinderats für die Bürger im Internet einsehbar seien. Friedlein-Zech sprach davon, dass momentan über eine digitale Erneuerung nachgedacht werde. Außerdem würden nur wenige Bürger auf die gemeindliche Homepage zugreifen. • „Von der Straße ,Schöne Aussicht‘ bis zum Kulbitzfelsen wäre es schön, wenn wieder mal gemäht werden würde und herein hängende Äste gekürzt werden“, regte Stefan Luthard (CSU) an.

• Benennung der Stiftungsratsmitglieder der Stiftung „unser Marktzeuln“ für die Wahlperiode 2020 bis 2026: Gregor Friedlein-Zech, Elisabeth Zipfel, Pfarrer im Ruhestand Wolfgang Scherbel, Josef Stark, Hans-Georg Rebhan.

Von Karin Sträßner

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