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REDWITZ

Barrierefrei von der Unteren Flur zum Redwitzer Ortskern

Barrierefrei von der Unteren Flur zum Redwitzer Ortskern
Die in die Jahre gekommene und nicht barrierefreundliche Treppenanlage soll durch einen behindertengerechten Weg ersetzt werden. Foto: Thomas Micheel

Die marodem, steile Treppenanlage als fußläufige Verbindung vom Wohngebiet Untere Flur/Sozialzentrum AWO zum Innenbereich Redwitz dessen mit Einkaufsmöglichkeiten soll erneuert werden. Geplant ist außerdem, die Treppen durch einen barrierearmen, behindertengerechten, fußläufigen Weg zu ergänzen. Wie dieses Projekt in die Tat umgesetzt werden kann, stellte das Landschaftsarchitektenbüro „Freiraumpioniere“ aus Weimar mit einer Entwurfsplanung in der Gemeinderatssitzung vor.

Bürgermeister Jürgen Gäbelein informierte vorab, dass man damit einen aus der Bevölkerung vielfach geäußerten Wunsch aufgreife. Sehr erfreut zeigte er sich, dass die Regierung von Oberfranken über die Städtebauförderung einen Zuschuss von 60 Prozent der förderfähigen Kosten von 277 000 Euro gewährt, also 166 200 Euro beisteuert. Die Gesamtkosten der Maßnahme betragen 288 800 Euro; bei der Gemeinde verbleibt ein Eigenanteil von rund 122 000 Euro.

In Serpentinen die acht Höhenmeter überwinden

Markus Hambacher vom beauftragten Landschaftsarchitekturbüro stellte das Projekt im Detail vor.

Barrierefrei von der Unteren Flur zum Redwitzer Ortskern
Mit der geplanten barrierefreien Umgestaltung greift die Gemeinde einen vielfach geäußerten Wunsch aus der Bevölkerung auf. Foto: Thomas Micheel

Die Frage sei, wie man anstelle der sehr verwinkelten Treppe eine funktionale und sichtbare Verbesserung herstellen kann. Der Entwurf zeigt eine neue Treppenanlage, untergliedert in drei Stufensegmente mit dazwischen liegenden Podesten. Parallel dazu entsteht ein barrierearmer und behindertengerechter Weg, der in Serpentinen den Höhenunterschied von acht Metern überwindet. Dazu ist es nötig, die vorhandene Stützmauer mit den dahinter liegenden, stillgelegten Öltanks zu entfernen, womit der gesamte Bereich auch offener und freundlicher gestaltet wird.

Eine Beleuchtung, Sitzmöglichkeiten und Handläufe runden das Konzept ab. Auf Anfrage ließ der Architekt wissen, dass ein Rollstuhlfahrer eine Steigung von acht Prozent hinaufgeschoben werden könne. Vor der detaillierten Objektplanung sei noch eine Vermessung und eine Baugrunduntersuchung vorgesehen. Nach den Ausführungen wurde das Architekturbüro vom Gemeinderat mit den weiteren Schritten zur Realisierung beauftragt. Die Umsetzung soll im kommenden Jahr erfolgen.

Aus dem Gemeinderat

• Der Gemeinderat hat beschlossen, für die jährliche Bedarfsmeldung zur Städtebauförderung die entsprechenden Zuwendungen aus dem Städtebauförderungsprogramm zum höchstmöglichen Fördersatz zu beantragen. Die Anmeldung beinhaltet die vorgesehenen Maßnahmen für das Jahr 2022 sowie die drei Fortschreibungsjahre 2023 bis 2025.

• Niklas Welscher muss als Verbandsrat aus der Schulverbandsversammlung der Albert-Blankertz-Mittelschule Redwitz abberufen werden. Zum 1. Oktober besuchen nur noch 49 Jungen und Mädchen aus Redwitz die Mittelschule. Es müssen aber mindestens 51 Schülerinnen und Schülern sein, damit die Gemeinde Redwitz einen weiteren Verbandsrat entsenden kann. Die Schulverbandsversammlung setzt sich wie folgt zusammen: Redwitz: Bürgermeister Gäbelein; Marktgraitz: Bürgermeister Partheymüller; Hochstadt: Bürgermeister Zeulner; Marktzeuln: Bürgermeister Friedlein-Zech.

• Der Rechnungsprüfungsausschuss wird umbesetzt. Gemeinderätin Kathrin Mrosek hatte mitgeteilt, dass sie den Vorsitz und die Mitgliedschaft aus gesundheitlichen und beruflichen Gründen nicht mehr ausüben kann. Seitens der CSU schlug Christian Zorn Thomas Pfaff als Nachfolger vor. Er selbst bleibe weiterhin Vertreter. Als neuen Vorsitzenden schlug Zorn Stephan Arndt vor. Somit ist der Rechnungsprüfungsausschuss mit Thomas Pfaff (Vertreter Christian Zorn, CSU), Martin Paulusch (Vertreter Stefan Schmidt, UBR) sowie Stephan Arndt (Vertreter Lukas Busch, SPD) bestellt.

• Aus der letzten nichtöffentlichen Gemeinderatssitzung gab der Bürgermeister den Beschluss bekannt, dass zwei weitere Geschwindigkeitsmessgeräte zum Preis von rund 6000 Euro angeschafft werden. Die Gemeinde verfügt somit über sechs Geschwindigkeitsmessgeräte, die wechselweise im Gemeindegebiet installiert werden können.

• Erfreut zeigte sich Gäbelein über die Zuwendungsbewilligung der Regierung von Oberfranken zur Reaktivierung des Quartiersmanagements. Bewilligt wurde eine Zuwendung von 60 Prozent zu den voraussichtlichen Gesamtkosten für zwei Jahre Laufzeit von 108 700 Euro. Der Zuschuss beträgt somit 65 200 Euro, der Eigenanteil der Gemeinde für die zwei Jahre 43 500 Euro. Beauftragt wurde das Büro Planwerk aus Nürnberg; die neue Quartiersmanagerin Nicola Völkel wird noch im November ihre Tätigkeit in der Gemeinde aufnehmen.

• Schließlich teilte der Bürgermeister mit, dass die Gemeinde Redwitz auf Antrag in die aktuelle Förderrunde Energiecoaching aufgenommen wurde. Beim Energiecoaching handelt es sich um ein kostenloses Beratungsangebot zu Energiefragen für Kommunen, das zu 100 Prozent vom Freistaat Bayern finanziert wird.

• Zum Schluss informierte der Bürgermeister darüber, dass die Videoüberwachung an der Loggia angebracht ist und bereits läuft. (ml)

Von Thomas Micheel

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