aktualisiert:

HORB

Verkehrssicherheit das größte Thema bei der CSU in Horb

Landtagswahl Sachsen
Zur Stimmabgabe aufgerufen sind die Bürger bei der Kommunalwahl am 15. März 2020 auch im Landkreis Lichtenfels. Foto: Daniel Schäfer (dpa-Zentralbild)

Die zweite Wahlversammlung des CSU-Ortsverbandes Markzeuln fand im Sportheim des FC Horb statt. Markus Pülz begrüßte die Gäste und ging kurz auf den Ablauf des Abends ein.

Seit 2011 organisiert der Ortsverband jährlich die Ramadama-Aktion. Erwachsene und auch die Kinder und Jugendlichen sammeln mit Freude achtlos weggeworfenen Müll rings um Marktzeuln ein. Pülz drückte sein Unverständnis darüber aus, dass vergangenes Jahr erstmals keine Einladungen an die Kinder der Grundschule verteilt werden durften. Dadurch sei die Teilnehmerzahl gesunken. Dabei sei es das Ziel, bei den Kindern das Bewusstsein im Umgang mit der Natur zu stärken.

Stefan Luthardt informierte darüber, was die CSU für die Jugend tut

Der CSU-Ortsverband überreicht nicht nur Geldspenden an Vereine, sondern organisiert und finanziert zusätzlich auch Freizeitaktivitäten für die Kinder und Jugendlichen, informierte Stefan Luthardt. Der Fokus liegt auf Veranstaltungen in der Kart-Arena in Marktzeuln. Er forderte auch Unterstellmöglichkeiten für die Schulkinder an den Bushaltestellen.

Eine ehrliche und transparente Kommunikation mit den Bürgern sei für die CSU in Marktzeuln ein ganz wichtiger Punkt. Erwin Grünbeck verwies auf die Bürgergespräche, die mindestens zwei Mal im Jahr abgehalten werden. Das „Zeulner CSU-Blättla“ diene ebenfalls der Veröffentlichung von Beschlüssen rund Marktzeuln und der Ideen der Partei. „Unsere Entscheidungen im Gemeinderat treffen wir absolut unabhängig von Bundes- und Landespolitik“, betonte der Dritte Bürgermeister. „Für die Sitzungen des Gremiums holen wir uns im Vorfeld wichtige Informationen und können kompetent Beschlüsse zum Wohle von Marktzeuln und somit für die Bürger fassen.“

„Unsere Entscheidungen im Gemeinderat treffen wir absolut unabhängig von Bundes- und Landespolitik.“
Erwin Grünbeck, Dritter Bürgermeister

Urs Sträßner war der Meinung, dass die Anbindung von Horb, Marktzeuln und Zettlitz an den Nahverkehr dringend verbessert werden muss. „Wir haben zwar einen Bahnhof Hochstadt-Marktzeuln, aber dieser ist fußläufig nur über einen Flurbereinigungs- oder den Gehweg nach Zettlitz zu erreichen.“ Hierzu müsste allerdings die Sanierung und Beleuchtung des Fußweges von Marktzeuln nach Zettlitz vorangebracht werden.

Das Thema „sichere Überquerung der B 289 in Horb“ sprach Stefan Luthardt an. Nach Rückfragen beim Straßenbauamt gibt es zwei Überquerungshilfen. Eine befinde sich auf Höhe des Autohauses und solle den Radfahrern dienen, die von Neuses kommend weiter nach Zettlitz fahren wollen. Grund hierfür sei, dass hier der Radweg endet und innerorts die B 289 benutzt werden muss. Fußgänger könnten die B 289 bei der ehemaligen Brauerei queren. Hier kämen außerdem die Radfahrer wieder auf dem Radweg nach Zettlitz. Luthardt wies darauf hin, dass es laut Auskunft des Staatlichen Bauamtes auf dem Parkplatz vor der ehemaligen Brauerei keine offizielle Bushaltestelle gibt. Ehrenamtliche Schulweghelfer könnten nach einer Einweisung dafür sorgen, dass die Kinder und Jugendlichen sicher über die Straße kommen.

Immissionsgrenzwerte werden überall in Horb eingehalten

Mit dem Bau der B 173 neu mit der Auf- und Abfahrt bei Horb kommt auf die Anwohner eine weitere Belästigung hinzu. Dritter Bürgermeister Erwin Grünbeck zeigte auf Bildern, was geplant ist, unter anderem ein Kreisel bei Horb. Die Gesamtkosten liegen bei etwa 135 Millionen Euro, der Bau der ersten Brücken soll demnächst beginnen. Die Immissionsgrenzwerte würden laut Berechnungen in Horb überall eingehalten und sogar unterschritten.

Der CSU-Ortsverband hatte im Februar 2019 eine Vorortbesichtigung angeregt. Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner lud den Ersten Bürgermeister und den Geschäfstleiter aus Marktzeuln, den Chef des Staatlichen Bauamts Bamberg sowie Markus Pülz und Erwin Grünbeck dazu ein. Hier ging es darum, ob es Möglichkeiten zur Verbesserung des Lärmschutzes gibt. Das Staatliche Bauamt erhielt den Auftrag, Berechnungen anzustellen, was etwa ein Erdwall für Auswirkungen haben könnte. Grünbeck bedauerte, dass es dazu bis heute keine Antwort gibt.

Günstige Mieten und Grundstückspreise für das neue Bebauungsgebiet lägen der CSU ebenso am Herzen wie der Erhalt des Ortskerns mit seinen Fachwerkbauten. Das rege Vereinsleben habe für die Dorfgemeinschaft einen hohen Stellenwert.

Markus Pülz stellte einen Konzeptentwurf für das Gebäude „Marktstraße 28“ vor. Zum Schluss ging er noch auf die aktuelle Sitzverteilung im Gemeinderat ein. Hier haben die Unabhängigen Bürger mit dem Bürgermeister sechs, die CSU vier und die SPD drei Sitze. Mit dem Zuwachs von nur einem Sitz hätte eine Fraktion die absolute Mehrheit. (red)

Weitere Artikel