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MARKTGRAITZ

Jochen Partheymüller stellte Ziele für Marktgraitz vor

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Einen passenden Ort hatten Bürgerblock-Freien Wähler (BB–FW) Marktgraitz für ihre erste Wahlveranstaltung ausgesucht. So hatte man die Räumlichkeiten der ehemaligen Bäckerei Hornung gewählt.

Dort soll ein Dorfladen entstehen. Durch Bilder und Erklärungen wurde für die vielen Besucher deutlich, wie so ein Dorfladen aussehen könnte.

Gleichzeitig machten Bürgermeister Jochen Partheymüller und die Listen-Kandidaten für den Gemeinderat in oftmals sehr persönlichen Gesprächen auf ihr Wahlprogramm aufmerksam. „Wir haben viele Dinge angestoßen und vorbereitet und werden die begonnenen Projekte zu einem guten Abschluss führen“, betonte Gemeinderat Anton Hügerich.

„Eine Gemeinde, die, wie Marktgraitz keine großen Gewerbegebiete hat und auch kaum Möglichkeiten da sind, endsprechende Gewerbegebiete zu erschließen, muss seine Stärken als Wohngemeinde hervorheben und herausarbeiten. Das machen wir. Hierzu ist ein bereits Spektrum an Infrastruktureinrichtungen notwendig“, führte Bürgermeister Jochen Partheymüller aus.

Für die jüngsten Marktgraitzer viel erreicht

In den vergangenen 24 Jahren sei einiges erreicht worden. 2015 wurde die Kinderkrippe errichtet, der Kindergarten modernisiert und erweitert. Die Kinder und Jugendlichen freuen sich über kurze Wege in ihre Schulen.

Weiter stehe der Jugend ein großes Angebot der Vereine zur Verfügung. Aber auch die Senioren könnten sich in Marktgraitz mit einem überdurchschnittlich gutem Angebot für ältere- und pflegebedürftige Menschen aufgehoben fühlen, erklärte Partheymüller.

Für die Senioren sei ein Ausbau des Öpnv wichtig. „Hierzu möchten wir die Busverbindung in die benachbarten Gemeinden und Landkreise weiter forcieren. Eine Busverbindung in die umliegenden Kommunen des Landkreises soll weiter ausgebaut werden.

Eine Vernetzung mit den bestehenden Buslinien im Coburger Landkreis wird eine bequeme Erreichbarkeit der der Nachbargemeinden Weidhausen, Sonnefeld usw. bis nach Coburg ermöglichen“, führte Partheymüller aus. Entsprechende Gespräche mit der Gemeinde Weidhausen und dem Landkreis Coburg wären bereits im Laufen. Eine Vernetzung mit dem Busbetrieb des Kronacher Landkreis werde letztendlich auch in Richtung Mitwitz mobil machen. Auch hier seien bereits Verhandlungen im Gange.

„Für unser Projekt öffentlicher Nahverkehr werden wir unseren Kirchweihplatz zum barrierefreien Busbahnhof mit entsprechenden neuen, größeren Buswartehäuschen ausbauen“, führte der Bügermeister weiter aus.

Mit der „Allianz B303+“ Ziele erreichen

Die „Allianz B303+“ ist ein Zusammenschluss der Gemeinden Marktgraitz, Schneckenlohe, Mitwitz, Weidhausen, Sonnefeld, Ebersdorf, Grub am Forst, Niederfüllbach, Untersiemau und Großheirath zu einer 30 000 Einwohner starken Interessengemeinschaft.

Mit Partheymüller als stellvertretenden Vorsitzenden seien bereits viele gemeinsame Projekte im Rahmen eines Seminars in Klosterlangheim besprochen worden.

Auch das angestrebte Projekt „Dorfladen mit Café“ könnte über die erweiterten Fördertöpfe der „Allianz B303+“ mitfinanziert werden. Der Dorfladen solle auch als Begegnungsstätte mit einem täglich geöffneten Café dienen. Zu den weiteren Zielen der FW gehöre auch die Neugestaltung des Marktplatzes, betonte Jochen Partheymüller weiter. Mit dem Abriss des „Rennerhauses“ und der Errichtung eines Parkplatzes sei ein Anfang gemacht.

Für die gemeindlichen Anwesen „Alte Schule“ und „Oudlahaus“ werde eine neue Nutzung zu finden sein. Für die Schule wäre die Errichtung einer „Kommunalen Landarztpraxis“ eine Möglichkeit. Für das „Oudla-Anwesen“ ist der Abbuch des „Braunshauses“ bereits beschlossen. Für das Oudlahaus gibt es die Möglichkeit zur Nutzung als Seminargebäude in Form des „Hauses der keltischen Handwerkskünste Oberfranken“.

Verlagerung des Bauhofs

Die Straßensanierungen der vergangenen Jahre werden in Zukunft fortgesetzt. Durch die Verlagerung des Bauhofes solle Platz für die Freiwillige Feuerwehr geschaffen werden. Für den gemeindlichen Außendienst bedeute dies endlich die Zusammenlegung aller Lagerplätze für die Geräte.

Durch die Umstellung auf LED-Straßenbeleuchtung soll das Beleuchtungsnetz attraktiver und sicherer gemacht werden, um mittel- und langfristig Strom zu sparen. Eine Investition, die sich innerhalb von sechs bis acht Jahren amorisiere.

950 Jahre werde Marktgraitz alt. Die solle natürlich gebührend gefeiert werden. Das Jubiläum sollte mit den Bürgern gestaltet werden.

Von Roland Dietz

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