aktualisiert:

SCHWÜRBITZ

Auch Schwürbitzer hoffen auf Entkalkungsanlage

Auch Schwürbitzer hoffen auf Entkalkungsanlage
Amtsträger und Kandidaten stellten sich den Fragen der vielen Bürger. Bürgermeister Helmut Fischer, JU-Vorsitzender Michael Stettner, Bürgermeisterkandidat Dirk Rosenbauer und Landrat Christian Meißner. Foto: Stefan Motschenbacher

Ein „volles Haus“ konnten die CSU-Ortsverbände Michelau, Schwürbitz und Neuensee anlässlich der Informationsveranstaltung des Bürgermeisterkandidaten Dirk Rosenbauer vermelden. Der Schwürbitzer CSU-Vorsitzende Carlo Scheidt begrüßte in der Gaststätte „Zum Stern“ viele interessierten Bürger Ehrengäste und die Kandidaten der CSU.

Carlo Scheidt zeigte zunächst die Aktivitäten des Michelauer Gemeinderats auf. Das nicht alle Projekte einstimmig und diskussionslos „durchgewunken“ werden, stellte er klar. Da war zunächst der Anbau des Rathauses, der zu groß und luxuriös auszufallen drohte. Die Vorbereitungen zur Horterweiterung in Schwürbitz waren „das schlimmste Stück Planung“. Selbst gut gemeinte Änderungswünsche in Sachen Größe und Lage wurden mit dem Verweis auf die Dringlichkeit des Projektes „abgebügelt“. Auch die Änderungen des Landratsamtes und die Auflagen durch die Regierung in Bayreuth trugen nicht dazu bei, den Bürgermeister und die Gemeinderäte zu überzeugen.

Chance auf einen Ort der Kultur vertan

Nun, da sich der Hort in Entstehung befindet, die Chancen für einen Kulturort für die Vereine vernichtet und nichts mehr zu machen sei, sei es aus Schwürbitzer Sicht zu spät, so der Ortsverbandschef.

Auch die Millionensummen für die Schule in Michelau betrachtete Carlo Scheidt kritisch. Die Beleuchtung der Fluren rund um Michelau seien im Sommer für die Natur lästig und für Radler und Fußgänger nicht unbedingt nötig. Erstens bleibe es lange hell und zweitens haben „richtige Fahrräder“ Licht.

Auch der Wohnmobilstellplatz am Rudufersee wurde blockiert, da er mit jeder Sitzung teurer wurde. Mit dem noch in Planung befindlichen Schwürbitzer Hochwasserschutz, der Turnhallensanierung und der hoffentlichen Erhaltung der Schwürbitzer Mainbrücke beendete der Vorsitzende die kritische Betrachtung der politischen Entscheidungen in Michelau.

Die sehr aufmerksamen Zuhörerinnen und Zuhörer quittierten die Ausführungen mit Applaus, lauschten aber genauso den Erklärungen durch Bürgermeisterkandidat Dirk Rosenbauer und Landrat Christian Meißner. Dirk Rosenbauer nahm Stellung dazu, wie er sich die Zukunft der Gemeinde vorstelle. Vom „Partner der Wirtschaft und Vereine“, der er sein wolle, bis hin zur Förderung der Gewerbegebiete, der noch vorhandenen Baugebiete, der Schülerbeförderung, der wirklich schwierigen Verkehrssituation, der Entwicklung des Tourismus, dem Korbmuseum, Hallenbad und Mainfeldhalle, spannte der engagierte 40-jährige den Bogen von Aufgaben. Zwischendurch stellten sich fast alle Gemeinderatskandidaten der CSU und den „Jungen Bürgern“ vor.

Es sind noch Rücklagen vorhanden

Der Vorsitzende der JU-Michelau/Schwürbitz, Michael Stettner, nahm Stellung zu den Zielen der „Jungen Bürger“ und rief die Kandidaten auf. Es war auch möglich, direkt Fragen an alle Kandidaten zu richten. So war eine Meinung, dass durch die vielen Investitionen kein Geld mehr vorhanden sei, für die zukünftige Legislaturperiode(n). Erster Bürgermeister Helmut Fischer zerstreute die Bedenken, da noch Rücklagen vorhanden wären.

Auf breite Zustimmung stieß die Forderung nach einer zentralen Entkalkungsanlage für die gesamte Gemeinde. Bei all den Investitionen müsse eine solche Anlage, schon alleine im Hinblick auf die vielen Geräte, die durch das harte Wasser Schaden nehmen, drin sein.

Nach dem Ende des offiziellen Teils, standen alle Amtsträger und Kandidaten noch für eine ausführliche Diskussion zur Verfügung.

Die nächste Veranstaltung findet am 26. Februar im Kulturhaus von Neuensee um 19 Uhr statt.

 

Von Stefan Motschenbacher

Weitere Artikel