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REDWITZ

Stromtrasse P 44 mod: In Redwitz bleiben letzte Zweifel

Stromtrasse P 44 mod: In Redwitz bleiben letzte Zweifel
Noch ist nicht sicher geklärt, welchen Weg die Stromleitungen zum Umspannwerk nehmen. Foto: Thomas Micheel

Noch steht nicht ganz sicher fest, welchen Weg die zukünftigen Stromleitungen zum Umspannwerk nehmen werden. Haben will sie keiner über sein Gemeindegebiet. Der Netzentwicklungsplan Strom 2019-2030 der Bundesnetzagentur lässt letzte Zweifel offen.

Auf der ersten Gemeinderatssitzung im neuen Jahr informierte Verwaltungsrat Heinrich Dinkel darüber, dass das Projekt P 44 als erforderlich bestätigt wurde. Die Untersuchung wurde im jetzigen Verfahren auf diese Vorzugslösung der Netzbetreiber beschränkt. Zur Begründung wird angeführt, dass die Engpässe zwischen Thüringen und Bayern mit Hilfe des Projekts P 44 deutlich wirksamer bekämpft werden können.

Projekt wird nicht vor 2029 in Betrieb genommen

Allerdings hat sich die alternativ geprüfte SüdOstLink-Erweiterung (DC20) in 2030 grundsätzlich ebenfalls als geeignet erwiesen. Insofern soll dem folgenden Gesetzgebungsverfahren überlassen werden, welche Alternative mit Blick auf Realisierungschancen und Akzeptanz weiter geplant werden soll. Eine Gesamtinbetriebnahme des Projekts sei nicht vor 2029 möglich.

Die Alternativen des Projekts P 44 sind für den Netzentwicklungsplan 2017-2030 ausführlich untersucht worden. Dabei hatten sich alle Varianten als elektrotechnisch nahezu gleichwertig erwiesen. Im Netzentwicklungsplan 2019-2030 wurden diese Untersuchungen nicht wiederholt, da die damaligen Erkenntnisse weiterhin als valide erachtet werden.

Die Politik muss nun die Entscheidung treffen

Ergänzend ist ausgeführt, dass es weiterhin vertretbar wäre, auch eine der Alternativen zur Aufnahme in den Bundesbedarfsplan vorzusehen. Allerdings ist die P 44 mod in der Liste der bestätigten Projekte nicht mehr genannt. Die Bundesnetzagentur überlässt es offensichtlich der Politik, die entsprechende Entscheidung zu treffen. Daneben wird, wie bisher auch, die Leitungsverstärkung zwischen Redwitz und Remptendorf bestätigt (P 185).

Aus dem Gemeinderat

• Zum Planfeststellungsverfahren für den Ostbayernring findet ein nichtöffentlicher Erörterungstermin am 27. Januar in Kulmbach statt. Hier werden die erhobenen Einwände behandelt.

• Die Sparkasse Coburg-Lichtenfels hat einen Defibrillator im Wert von 1400 Euro für das neue Bürgerhaus gespendet.

• Ein fünfjähriger Turnus des kommunalen Wohnraumförderprogramms wurde abgeschlossen. Für das Jahr 2019 wurden sieben Anträge mit einem Gesamtzuschuss in Höhe von 23 500 Euro bewilligt. Davon betrafen zwei Anträge den Neubau eines Hauses und fünf den Kauf von Wohnhäusern. Gefördert wurden 13 Kinder, wobei eine Familie mit allein sieben Kinder dabei war. Ausgegeben wurden 26 700 Euro. Seit 2014 wurden 50 Anträge mit einem Gesamtzuschuss von 164 500 Euro für 13 Neubauten und 37 Hauskäufe bewilligt. Gefördert wurden 66 Kinder. Ausgegeben wurden bisher insgesamt 110 500 Euro. 23 Antragsteller kamen sind zugezogen.

• In der nichtöffentlichen Sitzung hat der Gemeinderat grünes Licht für die nächsten Schritte zur Erschließung des neuen Baugebietes „Steinachblick“ in Trainau gegeben. Der Grundstückspreis wurde auf 77 Euro pro Quadratmeter festgelegt. Reservierungen für Baugrundstücke sind ab sofort im Bauamt der Verwaltungsgemeinschaft möglich.

Von Thomas Micheel

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