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WEIDHAUSEN

Steckbarren und Kletterwände für Turnhalle in Weidhausen

Bürgermeister Markus Mönch stellte dem Gemeinderat am Montagabend Details zur Sanierung der Schulturnhalle vor, die auf Anregungen der Grundschule sowie des TV Weidhausen basieren. Im Gespräch mit der Gemeinde haben sich alle Beteiligten auf ein Ausstattungspaket mit Kosten in Höhe von rund 117 000 Euro geeinigt.

Die Gemeinde rechnet mit Kosten zwischen 1,7 und zwei Millionen Euro für die Generalsanierung. Die Kosten für die Ausstattung kommen noch dazu. Für den Ausbau der Halle erhofft sich die Gemeinde nach den Worten von Geschäftsführer Walter Bott eine 50-prozentige Förderung. Offen sei die Zuschusshöhe für das Ausstattungspaket. Bott geht aber zumindest von einer teilweisen Förderung aus.

Ein höheres Sektionstor für den Transport eines Trampolins

Ein Nebenraum, den derzeit der Schulhausmeister nutzt, soll zu einem zusätzlichen Stauraum für Sportgerät werden. Die geschätzten Kosten: etwa 38 000 Euro. Ein Audiosystem für die Halle und den geplanten Anbau schlägt mit rund 35 000 Euro zu Buche. Dazu kommen ein höheres Sektionstor, das den Transport eines Trampolins erleichtern soll, der Einbau von in der Höhe variabel einstellbaren Steckbarren, Kletterwände in der Turnhalle sowie Sprossenwände im Anbau.

Wie Bürgermeister Mönch erklärte, hätten alle Beteiligten Augenmaß gezeigt. Die Ausstattung habe einen ebenso notwendigen wie sinnvollen Umfang. „Es wurden keine Luftschlösser gebaut“, meinte Walter Bott.

Entsorgung von Klärschlamm muss neu geregelt werden

In den kommenden Jahren wird die Gemeinde in ihre Kläranlage investieren müssen. Laut Klärwärter Markus Engel befindet sich die immerhin 25 Jahre alte Anlage dank regelmäßiger Wartung in einem verhältnismäßig guten Zustand. Allerdings sei man beim Energieverbrauch nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Massiv Strom sparen lasse sich durch den Einbau einer effizienten Belüftung für das Belebungsbecken, so Engel. „Die Kosten von rund 150 000 Euro kommen da schnell wieder herein.“

Eine neue Gesetzeslage beende im Frühjahr das Ausbringen von Klärschlamm auf Felder. Deshalb müssten kurzfristig neue Wege für die Entsorgung von Klärschlamm gefunden werden. Jetzt richtet sich der Blick der Gemeinde in die Nachbargemeinden. In Ebersdorf beispielsweise ist eine Klärschlammpresse im Einsatz, die dem nach der Klärung des Wassers übrigen Material vor der Entsorgung das Wasser entzieht. Eine solche Maschine könnte auch Weidhausen anschaffen. Alternative wäre die gemeinsame Entsorgung mit einer Nachbargemeinde, etwa mit Sonnefeld. Dann müsste die Gemeinde Weidhausen keine eigene Presse angeschaffen.

Unterm Strich funktioniere die Kläranlage sehr gut, betonte der Bürgermeister. Mit Blick auf die Wasserwerte sagte Mönch: „Wir machen aus Abwasser Trinkwasser.“

Die Arbeit für die Generationen besser vernetzen

Künftig in den Fokus rücken soll nach den Worten des Jugendbeauftragten Christian Eyrich sowie des Seniorenbeauftragten Walter Lorper die Vernetzung der Arbeit für die Generationen. Vorstellbar, so Lorper, sei ein „Kümmerer“, der die Belange von Jugendlichen, Familien und Senioren unter einen Hut bringt. Aus einer solchen Koordinierungsstelle könnte sich auch ein Seniorenbeirat entwickeln. Ein gemeinsames Vorgehen befürwortete auch der Bürgermeister.

Für die Senioren in der Gemeinde könnte das Angebot nach Lorpers Auffassung um zusätzliche Fahrten des Gemeindebusses sowie weitere Seniorenspaziergänge erweitert werden. Auch Mitfahrbänke in der Ortsmitte sowie an den beiden Lebensmittelmärkten kann sich der Seniorenbeauftragte vorstellen. Zudem sollen in diesem Jahr „Trinkpaten“ darauf achten, dass ältere Menschen besonders in der heißen Jahreszeit ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen.

Familienfest mit Ortsmeisterschaft im Tauziehen

Eyrich kündigte an, dass am 29. und 30. August wieder ein Familienfest in Weidhausen stattfinden werde. Bei dieser Gelegenheit, so der Sportbeauftragte Thomas Vollrath, soll dann auch eine Ortsmeisterschaft im Tauziehen ausgetragen werden.

Wie Integrationsbeauftragter Bernd Faber berichtete, leben in der Gemeinde Weidhausen aktuell 28 Flüchtlinge in sechs Wohnungen, 15 davon sind Kinder. Die Gruppe um Faber kümmert sich darum, dass die Flüchtigen in der Gemeinde Anschluss und Arbeit finden. Dies gelinge in der Regel, so der Beauftragte. Allen, die sich für Flüchtlinge engagieren, zollte Bürgermeister Markus Mönch seinen ausdrücklichen Dank. „Die Gemeindeverwaltung könnte das niemals leisten“, betonte er.

Von Mathias Mathes

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