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WEIDHAUSEN

Weidhausener Tellkameraden trotzen dem Trend

Weidhausener Tellkameraden trotzen dem Trend
Der geehrte Horst Ambos, 2. Vorsitzender André Recknagel, Waltraud Knauer, Vorsitzender Manfred Stark und Herbert Ueberfeld (v.li.). Foto: Alexandra Kemnitzer

Die Mitglieder des Schützenvereins Tellkameraden halten zu ihrem Verein und sind immer da, wenn sie gebraucht werden. Dies wurde bei der Hauptversammlung aus dem Bericht des Vorsitzenden Manfred Stark deutlich. Gerade beim alljährlichen Schützenfest, welches sich nach wie vor großer Beliebtheit erfreut, stellen sich viele Mitglieder und Freude des Vereins während der Festtage zur Verfügung, um die Aufgaben zu bewältigen. Rückblickend auf das 94. Vereinsjahr bilanzierte Stark: „Es ist wieder für die Teller gut gelaufen.“

Viele Aktivitäten, die von den Vorstandsitzungen über gesellige Veranstaltungen bis hin zu Schießwettbewerben reichen, erstreckten sich über das Jahr, sodass bei den Tellern immer etwas los war. Da es immer schwerer wird, junge Leute für den Schützensport zu begeistern, appellierte der Vorsitzende an alle, sich hier besonders einzusetzen. Um den Schützennachwuchs kümmern sich die beiden Jugendleiter Alexander und Tobias Merz. Für die Schützenjugend wurden unter anderem auch ein Grillfest und die Weihnachtsfeier angeboten. Mit 168 Mitgliedern (-3) zum Jahresende konnte die Mitgliedsstärke des Vereins nahezu gehalten werden.

Eine neue Heizung muss her

Einen Einblick in die Finanzen gab Kassier Frank Marschall. Obwohl erhebliche Gelder in die Renovierung des Hauses geflossen sind, ist der Verein schuldenfrei und hat finanziell ein gutes Polster. Das wird auch benötigt, um die in die Jahre gekommene Heizung zu erneuern. Für die Umstellung von Öl auf Flüssiggas wird mit Kosten von zirka 10 000 bis 12 000 Euro gerechnet. Die Vorarbeiten sind bereits angelaufen.

Gehofft wurde auf Zuschüsse. Allerdings wird der Verein lediglich seitens der Gemeinde im Rahmen ihrer Förderrichtlinien einen entsprechenden Betrag erhalten. Im Zuge der Heizungsumstellung erfolgt auch die Neugestaltung der Grünanlage. Hierbei wird ein Pflasterweg bis zur Terrasse angelegt. Nachdem die Beiträge des Bayerischen Sportschützenbunds (BSSB) stabil bleiben, sehen auch die Verantwortlichen des Vereins keine Notwendigkeit, die Mitgliedsbeiträge zu erhöhen.

Beim Weißbierfest läuft's

Über die verschiedenen Veranstaltungen und das Schützenfest informierte ausführlich für den Vergnügungsausschuss André Birnstiel. Unter anderem ist die Resonanz beim Weißbierfest nach wie vor sehr groß. Für das traditionelle Schützenfest, das sich über Pfingsten erstreckt, werden auch heuer wieder zahlreiche Kapellen und Bands an allen Festtagen für passende Unterhaltungsmusik und Stimmung sorgen. Des Weiteren ist geplant den Festzug wieder attraktiver zu machen. Deshalb sollen die Sporttreibenden Vereine aus Weidhausen und die Patenvereine für eine Teilnahme gewonnen werden.

Fünf Mannschaften bei den Rundenwettkämpfen

Entgegen der allgemeinen Tendenz ging die Beteiligung am Hauptschießen im Vergleich zum Vorjahr nur leicht zurück. Erfreulich wäre es, wenn sich vermehrt am Schießbetrieb beteiligt wird. Fünf Mannschaften stehen in den Rundenwettkämpfen, von denen eine auf den Seniorenbereich fällt. Aushängeschild ist die „Erste“, die sehr gute Ergebnisse in der Gauoberliga einfährt. Für den sportlichen Betrieb zeichnet sich Schützenmeister Maik Stark mit seinen Stellvertretern verantwortlich. Stellvertretender Vorsitzender André Recknagel leistet hervorragende Arbeit im Kantinenbereich. Manfred Stark dankte allen für die vielschichtige Unterstützung, die auch weiterhin nötig ist, um die anstehenden Aufgaben und Herausforderungen zu bewältigen. „Es gibt auch 2020 viel zu tun. Packen wir‘s an, damit wir auch im kommenden Jahr wieder sagen können: Schützenverein Tellkameraden Weidhausen - ein Verein mit Tradition und Zukunft.“

Die Geehrten

Die Urkunde und das Ehrenzeichen des Bayerischen Sportschützenbundes (BSSB) konnte Manfred Stark für langjährige Treue vergeben. Auch wenn Daniel Kugel nicht mehr hier wohnt, ist er seit 25 Jahren Mitglied.

Geehrt wurden außerdem: Horst Ambos, Waltraut Knauer (40 Jahre), Herbert Ueberfeld, Marion Fischer, Werner Grah (50 Jahre), Ernst Carl und Rudi Trenkwald (60 Jahre).

Von Alexandra Kemnitzer

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