aktualisiert:

SCHWÜRBITZ

30 Musiker schenken in Schwürbitz Besinnlichkeit

30 Musiker schenken in Schwürbitz Besinnlichkeit
Die Sängerinnen Madeleine Zethner und Daniela Spörlein vor der gesamten Kapelle. Foto: Stefan Motschenbacher

Zuhören, Augen schließen, genießen: Das war beim festlichen Weihnachtskonzert der Blaskapelle Schwürbitz am letzten Sonntag des Jahres angesagt. Den Auftakt des Konzertes machten die Kirchenglocken der wunderbaren Herz-Jesu-Kirche, die im wahrsten Sinne das Konzert einläuteten. Rund um die Krippe vor dem Altar saßen die gut 30 Musikerinnen und Musiker. Vorsitzender Oswald Kremer begrüßte nach dem ersten stimmungsvollen Musikstück „Fanfare and Flourishes“ die vielen Gäste. Es war kein Sitzplatz mehr frei.

Oswald Kremer bezeichnete es als Traum, dass die Kirche so gut gefüllt ist. „Schön, dass Sie alle da sind!“, rief er den Besuchern zu und begrüßte sowohl die geistliche als auch weltliche Prominenz. Das zweite Stück des Abends trug den Titel „Norway Immpressions“. Hierbei wurden typische Merkmale verschiedener Kulturregionen Norwegens aufgenommen. Der Zuhörer ging auf eine musikalische Reise durch das nordische Land und „spürte“ förmlich in den sieben ineinander übergehenden Teilen markante Regionen und kulturelle Besonderheiten des skandinavischen Landes.

Die verschiedenen Klangfarben des Orchesters

Hausherr Pfarrer Diter Glaeser dankte der Kapelle aus ganzem Herzen für das Konzert. Er führte aus, dass ein solches Ereignis den „weihnachtlichen Gedanken“ aufnehme und auf die Nächstenliebe, Geborgenheit und gegenseitige Unterstützung verweise. „Alle Menschen werden durch die Musik verbunden“ und „Noten machen Text lebendig“, so der Geistliche.

Die einzelnen Musikstücke wurden von den Musikern selbst angesagt. Bei „Wo ich auch stehe“ zeigte Manuela Söllner, solo am Mikrofon, was sie kann. Das nächste Stück des internationalen Konzerts war „Aria d? Amore”, eine gefühlvolle musikalische Liebeserklärung. Die eingängige Melodie wanderte dabei durch die verschiedenen Register und Klangfarben des Orchesters. Besonders gelungen war hier die dezente Einbeziehung des Schlagwerks, an dem Stefan Freitag fungierte, das die freudig bewegte Stimmung der Komposition verstärkte.

30 Musiker schenken in Schwürbitz Besinnlichkeit
Manuela Söllner ist die dritte Ausnahmesängerin der Kapelle. Foto: Stefan Motschenbacher

Während der Ansage von „Happy Christmas“ erfuhr man, dass dieses 1971 veröffentlichte Lied von John Lennon und Yoko Ono ursprünglich als Anti-Kriegs- und Protestlied erschien. Die Blaskapelle Schwürbitz und Oswald Kremer solo am Mikrofon, brachte dieses Stück professionell und ergreifend vor. Global weiter ging es mit dem wunderbarem Stück „Little Drummer Boy“. Stefan Freitag am Schlagzeug spielte sich erneut in die Herzen der Zuhörer, genauso wie die Sängerinnen Madeleine Zethner und Daniela Spörlein, die gemeinsam das Lied „Wo Menschen sich vergessen“ darbrachten.

Wenn sich Himmel und Erde berühren

„Bei diesem Stück berühren sich Himmel und Erde“, so die Ansage von Nick Birkner, der diesen Vergleich für das Weihnachtskonzert oder auch den montäglichen Probenabend der Blaskapelle verwendete. Nick Birkner war auch der Solist des nächsten Stückes. Mit dem „Great Pretender“, einer Hymne der Rockband Queen mit dem unvergessenen Sänger Freddie Mercury an der Spitze, verabschiedete sich der Ausnahme-Trompeter. Nick Birkner, dem es bei den Schwürbitzern sehr gut gefiel, wechselt zur Bundeswehr. Er wird natürlich seiner Heimatkapelle verbunden bleiben.

„Die schöne und das Biest“, die auf deutsch von Daniela Spörlein gesungene Geschichte des Disney-Klassikers war ergreifend, romantisch und eingehend. Ein wundervolles Musikstück für einen solchen Anlass. Vor dem absoluten Höhepunkt des Konzertes dankte Dirigent Michael Stettner einigen Helfern hinter den Kulissen sowie dem Pfarrgemeinderat für den Glühwein, der nach dem Konzert vor der Kirche ausgeschenkt wurde.

30 Musiker schenken in Schwürbitz Besinnlichkeit
Die Musiker begeisterten ihr Publikum. Foto: Stefan Motschenbacher

Michael Stettner führte aus, dass mit dem Weihnachtskonzert ein Reigen von drei Konzerten 2019 zu Ende ginge. Neben dem klassischen Osterkonzert war im Sommer das Gemeinschaftskonzert mit dem Redwitzer Chor 16-60 ein Höhepunkt. Er dankte dem treuen Publikum, für dass sich jede Anstrengung und Probe lohne. „Spätestens am Osterkonzert sehen wir uns wieder“, rief er den Musikfreunden zu.

Stimmungsvoll beleuchtet und mit dem besonderen Flair und der Akustik des schönen Gotteshauses spielte die Kapelle ein abwechslungsreiches Weihnachtspotpourri verschiedener Weihnachtslieder. „Leise rieselt der Schnee“, „Morgen kommt der Weihnachtsmann“, „Stille Nacht, Heilige Nacht“, „Kling Glöckchen Klingelingeling“, „O Du Fröhliche“ und die „Hymne an die Nacht“ reihte sich mit flotten Rhythmen und abwechselnden Registern aneinander und sorgte für Gänsehaut. Natürlich gab es langanhaltenden Applaus für die Akteure und mit dem Weihnachtslied schlechthin „Stille Nacht“ sowie „Amen“ gab die Kapelle noch zwei Zugaben.

Das Publikum bedankte sich mit viel Applaus und zwei vollen Körben freiwilliger Spenden, die der Jugendarbeit der Kapelle sowie der Renovierung der Kirche zu Gute kommen werden.

Die nächste Veranstaltung ist die Generalversammlung der Blaskapelle am 20. Januar, 19.30 Uhr, im Pfarrzentrum Schwürbitz.

Von Stefan Motschenbacher

Weitere Artikel