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MICHELAU

Abwasserzweckverband Marktzeuln-Michelau wirtschaftet gut

Abwasserzweckverband Marktzeuln-Michelau wirtschaftet gut
Nach Abschluss der Sanierungsmaßnahmen der Kläranlage Michelau werde man eine hochmoderne Abwasserentsorgung haben und langfristig die Grundstückseigentümer von zusätzlichen Beiträgen verschonen, so das Fazit von Bürgermeister und Ver-bandsvorsitzenden Helmut Fischer. Foto: Horst Habermann

Zum Jahresende hielt Helmut Fischer, Vorsitzender des Abwasserzweckverbands Marktzeuln-Michelau, Rückschau auf die wichtigsten Ereignisse dieses Jahres und schaute kurz in die Zukunft. Der Abwasserzweckverband arbeitet meist unbeachtet von der Öffentlichkeit, stellte er fest.

Wie wichtig seine Aufgaben gleichwohl sind, zeige sich schon daran, dass er sich für über 8000 Bewohner in den Gemeinden Michelau und Marktzeuln um die Abwasserentsorgung kümmert.

Auch der Haushalt mit einem Gesamtvolumen von rund 2,8 Millionen Euro belege den wirtschaftlichen Umfang des Aufgabenspektrums und die damit zusammenhängende Bedeutung. Durch Einsparungen in den verschiedenen Bereichen habe der ursprünglich geplante Kredit über 200 000 Euro nicht aufgenommen werden müssen. Man werde dennoch einen ausgeglichenen Haushalt erzielen, kündigte der Verbandsvorsitzende an.

Verschiedene Unterhaltsmaßnahmen in beiden Gemeinden

Abwasserzweckverband Marktzeuln-Michelau wirtschaftet gut
In der Michelauer Kläranlage zeigte Be-triebsleiter Robert Kober (Fachkraft für Abwassertechnik) viel Technik. Foto: Horst Habermann

In der Gemeinde Michelau mussten die Schmutzwasserpumpen im Pumpwerk Schwürbitz repariert und auf den neuesten Stand gebracht werden. Rund 135 000 Euro kostete der Anschluss aller Außenstationen an das neue zentrale Leitsystem in der Kläranlage. In Neuensee mussten auf Höhe der ehemaligen Schule ein Stück Hauptkanal für rund 40 000 Euro und der Kanal in der Maintalstraße für rund 18 000 Euro saniert werden. In Michelau musste für einen Bauplatz in der Neuenseer Straße ein aufwändiger Hausanschluss erstellt werden. Für die Kanalbefahrungskamera wurde die neueste Software angeschafft.

In der Gemeinde Marktzeuln wurde im Bereich des Baugebietes „Ostaring“ ein Entlastungskanal neu verlegt. Die Maßnahme kostete rund 80 000 Euro. Sie konnte ohne größere Umstände in Absprache mit den Anliegern in relativ kurzer Zeit ausgeführt werden. Dies führte in Marktzeuln zu einem positiven Echo, bemerkte der Marktzeulner Bürgermeister Gregor Friedlein-Zech.

Sanierung der zentralen Kläranlage wird wohl 2020 abgeschlossen

Fischer führte weiter aus, dass die derzeit wichtigste Maßnahme weiterhin die Sanierung der zentralen Kläranlage mit den Außerstationen ist. Die Arbeiten laufen nun seit etwas mehr als zwei Jahren. Man liege innerhalb des gesteckten Zeitrahmens. Nach derzeitiger Schätzung werden sie 2020 abgeschlossen.

Dann verfüge der Verband über eine hochmoderne und dem neuesten Stand der Technik entsprechende Abwasserentsorgung, die auch den immer strengeren naturschutzrechtlichen Anforderungen gerecht wird.

Abwasserzweckverband Marktzeuln-Michelau wirtschaftet gut
Vergangenen Woche fand eine Versammlung des Abwasserzweckverbandes Marktzeuln-Michelau im Michelauer Rathaus (Bild beide Bürgermeister Gregor Friedlein-Zech und Helmut Fischer) statt. Foto: Horst Habermann

Die Kostenentwicklung liege im Rahmen. Ursprünglich wurden Gesamtsanierungskosten in Höhe von rund 4,8 Millionen Euro ermittelt. Mittlerweile sei mit Mehrkosten von etwa 450 000 Euro zu rechnen. Zur genauen Kostenfeststellung und -zuordnung muss man dann den baulichen Abschluss abwarten und neu kalkulieren. Ob und in wie weit dann letztendlich eine Schlussrate erhoben wird, bleibt abzuwarten.

Sehr geringe Grundgebühr, Abwasserpreis bleibt stabil

Erfreulich nannte der Michelauer Bürgermeister den seit Jahren stabile Abwasserpreis mit 2,13 Euro pro Kubikmeter und einer Grundgebühr von nur 18 Euro pro Jahr. Mit diesem mittlerweile gefestigten Abwasserpreis liege man im Vergleich mit allen anderen Landkreisgemeinden am günstigsten. Fischer hob vor allem die sehr geringe Grundgebühr hervor. Letztlich werde man nach Abschluss der Sanierungsmaßnahmen eine hoch-moderne Abwasserentsorgung haben, und die Grundstückseigentümer würden langfristig von zusätzlichen Beiträgen verschont bleiben, schloss Fischer.

Aus der Verbandsversammlung

• Vorsitzender Roland Ponsel hat den Prüfungsbericht des Rechnungsprüfungsauschusses für die Jahresrechnung 2018 vorgelegt. Der Ausschuss ist kürzlich neu besetzt worden, da Paul Habich aus der SPD ausgetreten ist und damit seinen Sitz in der Verbandsversammlung verloren hat. Sabine Wich ist in die Verbandsversammlung nachgerückt und hat auch Habichs Funktion im Rechnungsprüfungsausschuss übernommen. Zusammen mit Ponsel und Erwin Grünbeck hat sie auch gleich die Jahresrechnung 2018 geprüft.

• In der vorigen nichtöffentlichen Sitzung wurde der Auftrag für die Stromlieferung für die Jahre 2020 bis 2022 an die Firma Eins Energie in Sachsen GmbH & Co. KG, Chemnitz, vergeben. Der Strompreis für das Los beträgt 4,712 Cent pro Kilowattstunde zuzüglich aller anfallenden Zuschläge, Gebühren und Steuern.

• Außerdem erhielt die Firma Dietz Bau, Weismain, den Auftrag für die Verkleidung der Schlammpresse (im Rahmen der Sanierung der Kläranlage) über etwa 46 400 Euro brutto.

• Den Auftrag zum Nachtrag zum Gewerk Heizung bekam ie Firma Spörl, Untersiemau (etwa 16 100 Euro brutto).

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Robert Kober bei den Klärbecken. Foto: Horst Habermann

Von Horst Habermann

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