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HOCHSTADT

Gemeinderat Hochstadt entscheidet über Kita-Schließtage

Kindergarten
Wie oft sollen im August 2020 die Garderobenhaken leer bleiben? Der Gemeinderat Hochstadt hat nun die Anzahl der Schließtage beschlossen. Foto: SymbolMonika Skolimowska/zb/dpa

Wichtigster Punkt auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung war die Festlegung der Schließtage der Kindertagesstätte im Kalenderjahr 2020. Diesen Punkt hatte das Gremium zwar schon in der Sitzung im Oktober behandelt, jedoch nach langer und zäher Diskussion beschlossen, die Entscheidung zu vertagen und erst die Eltern zu befragen.

Stein des Anstoßes war die Frage, ob im August die Kita für zwei oder drei Wochen geschlossen werden soll. Zweiter Bürgermeister Max Zeulner (CSU), der die Leitung der Sitzung innehatte, erläuterte nun die Zahlen zur Elternbefragung.

Ein eindeutiges und demokratisch abgestimmtes Ergebnis

Derzeit würden 85 Kinder in den Kindertagesstätten betreut. Da aus manchen Familien auch mehrere Jungen und Mädchen die Kita besuchen, wurden insgesamt 69 Familien befragt. Auf den zurückgegebenen 48 Befragungszetteln sprachen sich 29 Familien für drei Wochen und 19 Familien für zwei Wochen Schließzeit im August aus. Über die 21 nicht abgegebenen Stimmzettel könne man nur mutmaßen, dass diesen Eltern die Schließzeiten wohl egal seien, so der Zweite Bürgermeister.

Für den Großteil der Gemeinderäte war dies ein eindeutiges und demokratisch abgestimmtes Ergebnis, dem der Gemeinderat in seinem Beschluss auch folgen sollte. Vor der Abstimmung meldete sich Armin Hauber (FW) zu Wort und sagte: „In den Schulen werden auch nicht jedes Jahr neue Beschlüsse zur Festlegung der Ferienzeiten gefasst. Wir sollten uns einmal darüber Gedanken machen, die Schließzeiten in der Kita ein für alle Mal in einer Satzung festzulegen, sonst haben wir jedes Jahr so einen Heckmeck.“

„Wir sollten uns einmal darüber Gedanken machen, die Schließzeiten in der Kita ein für alle Mal in einer Satzung festzulegen, sonst haben wir jedes Jahr so einen Heckmeck.“
Armin Hauber, Freie Wähler

Zeulner schloss sich dem voll und ganz an: „Ich bin deiner Meinung, und ich denke, es wird Aufgabe des neuen Gemeinderates im nächsten Jahr werden, sich damit zu befassen.“ Mit einer Gegenstimme wurden nun drei Wochen Schließzeit im August kommenden Jahres festgesetzt.

Mit elf Gegenstimmen wurde hingegen einem Bauantrag auf Umbau eines Anwesens zur Betriebsstätte mit Wohnung im Ortsteil Anger das gemeindliche Einvernehmen verweigert. Derselbe Antrag wurde bereits in der Sitzung vom März 2019 abgelehnt. Nun hatte das Landratsamt Lichtenfels die Gemeinde aufgefordert, das rechtswidrig versagte Einvernehmen zu erteilen, da dieses sonst durch das Landratsamt ersetzt werden müsse.

Die Gemeinderäte haben noch zu viele Fragen

Aufgrund der Beschreibung der Betriebsstätte, die zum Teil als Lagerhalle für Maschinen, Holz und Grüngut, aber auch zum Betreiben von Mostpressen dienen soll, werfen sich für den Großteil der Räte noch zu viele ungeklärte Fragen auf, so dass sie sich auch diesmal außer Stande sahen, das gemeindliche Einvernehmen zu erteilen.

Eine kleine Änderung gebe es bei den Gedenkfeiern zum Volkstrauertag, so Zeulner. Die Gedenkfeier am Freitag, 15. November, in Obersdorf, finde nicht, wie bereits angekündigt, um 19 Uhr, sondern bereits um 18.30 Uhr statt. Am Sonntag, 17. November, finden die Gedenkfeiern um 10 Uhr in Hochstadt sowie um 13.30 Uhr in Wolfsloch statt.

Von Werner Hauber

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