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NEUENSORG

Wettkrähen: Der „Joker“ landet auf Platz drei

Wettkrähen: Der „Joker“ landet auf Platz drei
Vorsitzender Norbert Wittmann dirigierte den Coburger Marsch, bevor die Wertung des Wettkrähens startete. Foto: Alexandra Kemnitzer

Legendär ist das Wettkrähen der Hähne, welches von den Mitgliedern des Geflügelzuchtvereins Neuensorg zum Kirchweihausklang am Montag im Biergarten des Vereinswirts und 2. Vorsitzenden Ulrich Fischer abgehalten wurde. Die Veranstaltung hat mittlerweile Kultcharakter und war auch heuer wieder ein gelungenes Spektakel, bei dem alle auf ihre Kosten kamen.

Für den sechsten Wettbewerb wurden 20 Hähne der Rassen Italiener, Chabo sowie Vorwerk- und Seidenhuhn in die vorbereiteten und geschmückten Käfige auf zwei Ebenen gesetzt. Erstmals war auch ein „zugelaufener“ Hahn mit am Start, der zwar keiner bestimmten Rasse zugeordnet werden konnte, aber trotzdem teilnehmen durfte. Um beste Rahmenbedingungen für die Tiere zu schaffen, gab es für die gefiederten Teilnehmer ausreichend Körner und frisches Wasser, von dem sie rege Gebrauch machten.

Ob das vielleicht der Grund war, weshalb die Hähne heuer eher verhalten krähten, oder weil sich eine Glucke mit ihrem Nachwuchs in der unmittelbaren Nähe befand, blieb spekulativ.

Wachsame Augen und Ohren waren gefragt

Wettkrähen: Der „Joker“ landet auf Platz drei
Die Losgewinner vor den Käfigen mit Vorsitzenden Norbert Wittmann (li.).

Im Vorfeld konnten die Besucher Lose mit den Käfignummern kaufen und hatten so die Chance Geldpreise zu gewinnen. Insgesamt wurden sieben Nummern-Pakete ausgegeben. Vor jedem Käfig platzierte sich jeweils eine Frau, die einen Hahn während des gesamten Wettbewerbs genau beobachtete und jedes Krähen vermerkte. Obwohl jede von ihnen mit einem Glas Sekt belohnt wurde, versahen sie ihren Job mit Akribie und ließen sich nicht ablenken oder beeinflussen.

Der Vorjahressieger hat diesmal geschwächelt

Nachdem die Wertungsrichterinnen Platz genommen hatten, die Hähne etwas zur Ruhe gekommen waren und ihre ersten Kräh-Proben zu vernehmen waren, erklang der Coburger Marsch. „Wenn der zu Ende ist, dann können die Hähne zehn Minuten lang krähen“, erklärte Vorsitzender Norbert Wittmann. Er moderierte in seiner unterhaltsamen und witzigen Art den Wettbewerb, während Jan Welsch die Zeit nahm. Unter den gefiederten Wettbewerbsteilnehmern ging als Favorit der Vorjahressieger ins Rennen, spielte aber im Ranking heuer keine Rolle.

Zugelaufen und trotzdem auf Rang drei

Am Ende machte der Seidenhahn von Willi Mönch das Rennen. Das Krähen seines Hahns war sieben Mal zu hören. Sechsmal krähte der Chabo-Hahn von Ben Becker. Einmal wurde das Krähen des zugelaufenen Hahns von Bernd Slotosch vernommen, der Platz drei belegte. Passend zur Siegerehrung mit Preisvergabe der Losgewinner erklang von Queen „We are the Champions“. „Damit alles mit rechten Dingen zugeht, wurde die Auswertung überwacht“, erklärte der Vorsitzende abschließend. Am Nachmittag wurde die Kirchweih begraben, bevor sie im kommenden Jahr am Donnerstag, 6. August von den Neuensorgern wieder ausgegraben wird.

Von Alexandra Kemnitzer

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