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MARKTZEULN

Gregor Friedlein-Zech will Zeulner Bürgermeister bleiben

Kommunalwahl: In Zeuln tritt Gregor Friedlein-Zech nochmals an
Will für sechs weitere Jahre im Marktzeulner Rathaus wirken: Gregor Friedlein-Zech. Foto: Manuel Stark

Seit zwölf Jahren ist er bereits im Amt, 18 sollen es nun werden: Gregor Friedlein-Zech wurde von den Unabhängigen Bürgern Marktzeuln einstimmig als Kandidat für das Bürgermeisteramt nominiert. Die Kommunalwahl am 15. März 2020 wird für den 60-Jährigen die dritte Runde im Ringen um Wähler. 2008 trat er das erste Mal an, damals noch als Kandidat der Freien Wähler Marktzeuln. Seitdem ist unter seiner Führung viel passiert: die politische Ortsgruppe spaltete sich als Unabhängige Bürger von den Freien Wählern ab, die als Partei auch in den Landtags- und Bundestagswahlkampf ziehen wollten. „Das Beste für Marktzeuln umzusetzen, über Parteigrenzen hinweg“, diese Einstellung war verantwortlich für die Entscheidung.

„Gemeinschaftsleistung des Gemeinderates“

Fragt man den amtierenden Bürgermeister nach seinen Errungenschaften, winkt er zuerst ab, „Gemeinschaftsleistung des Gemeinderates“ sei es gewesen, Teamarbeit von 13 Leuten.

Kommunalwahl: In Zeuln tritt Gregor Friedlein-Zech nochmals an
Gregor Friedlein-Zech will das Bürgermeisteramt auch weiterhin bekleiden. Foto: Manuel Stark

Erst dann nennt er den Anbau einer Kinderkrippe an den Kindergarten, die Außensanierung der Grundschule, ein neues Baugebiet mit 36 Bauparzellen und den Erhalt der hausärztlichen Versorgung. Einige der Erfolge sollen den Grundstein setzen für die Zukunft: die Grundschule beispielsweise soll auch im Innenbereich saniert werden. Außerdem müsse die Nahversorgung der Bürger besser werden – ein Dorfladen soll entstehen.

Die Wasserversorgung war ein heikles Thema

Zwölf Jahre im Amt haben Friedlein-Zech aber auch schon mit Kritik konfrontiert: die Aufgabe der eigenen Quelle und den Anschluss an Fernwasser füllten die Turnhalle, fast die ganze Gemeinde zeigte sich interessiert – und uneins. „Hier lief in der Kommunikation nicht alles ideal“, sagt Friedlein-Zech. Zwar sei am Ende alles glücklich verlaufen, trotzdem habe es zunächst viele Missverständnisse gegeben. „Daraus habe ich, haben wir gelernt.“

„Jede Beruhigung für uns,

bedeutet eine Belastung für die umliegenden Ortschaften. “

Gregor Friedlein-Zech, Bürgermeisterkandidat

Besser werden soll künftig beispielsweise die Optik des Marktareals. Für den grünen Fleck im Ortskern, einst Standort der Gaststätte ,Weißes Lamm‘, gibt es gleich mehrere Gedanken. Eine Option: die weitere Bepflanzung durch eine Art grüne Abschottung zur Straße könnte die Brachfläche zu einer Art Naherholungsgebiet im Ortskern werden lassen.

Lärm, Ruß, Schmutz, Gestank und ein Ortskern mit Postkartenpotential

Mehr Ruhe, „das wäre mein größter Wunsch für Marktzeuln“, sagt Friedlein-Zech. Er meint damit vor allem die Beruhigung des Schwerlastverkehrs, aber auch generell des Verkehrs durch den Ortskern. Lärm, Ruß, Schmutz, Gestank – inmitten eines Ortskerns mit Postkartenpotential. Wie das funktionieren könnte? „Hier gebe ich ehrlich zu, dass ich mir das lange zu leicht vorgestellt habe. Jede Beruhigung für uns, bedeutet eine Belastung für die umliegenden Ortschaften. Dazu gibt es Ziele des Straßenverkehrsamts, die nur schwer mit einem ruhigen Ortskern vereinbar sind. Aber den Kopf in den Sand stecken, das werde ich nicht. Wenn die Marktzeulner mir noch einmal ihr Vertrauen schenken, gilt es für mich, gute Kompromisse zu finden, um die Situation zu verbessern."

Von Manuel Stark

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