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MICHELAU

Einweihung BRK-Einsatzzentrum: Für Notfälle bestens gerüstet

Einweihung BRK–Einsatzzentrum: Für Notfälle bestens gerüstet
Nach einjähriger Bauzeit wurde am Freitag das neue BRK-Einsatzzentrum in Michelau offiziell in Betrieb genommen. Foto: Gerda Völk

Ende Juli vergangenen Jahres fand bei schweißtreibenden Temperaturen der Spatenstich am neuen BRK-Einsatzzentrum in Michelau statt. Damals suchte man Schutz im Schatten des neben anliegenden Mehrgenerationenhauses. Bei der offiziellen Inbetriebnahme herrschten ähnlich hohe Temperaturen, nur diesmal stand das schattenspendende Innere der Fahrzeughalle zur Verfügung.

Nach rund einem Jahr Bauzeit konnte am Freitagnachmittag der erfolgreiche Abschluss der Baumaßnahme gefeiert werden. In seiner Eigenschaft als Vorsitzender des BRK-Kreisverbandes zeigte Landrat Christian Meißner sehr erfreut über den reibungslosen Ablauf des Neubaus.

„Was die Ehrenamtlichen da leisten, ist gelebte Nächstenliebe.“

Christian Meißner,

Landrat und BRK-Kreisvorsitzender

Einweihung BRK–Einsatzzentrum: Für Notfälle bestens gerüstet
Kindliche Freude: Sie haben schon mal in einem Boot der Wasserwacht Platz genommen.

Er erinnerte daran, dass die Bereitschaften und Wasserwachten sich in sogenannten komplexen Hilfeleistungssystemen des Roten Kreuzes engagieren, die für Notfälle und größere Schadensereignisse der Bevölkerung zur Verfügung stehen. „Was die Ehrenamtlichen da leisten, ist gelebte Nächstenliebe“, sagte Meißner

Einweihung BRK–Einsatzzentrum: Für Notfälle bestens gerüstet
Strahlende Gesichter bei der Schlüsselübergabe: (v. li.) Wasserwacht-Ortsgruppenleiter Sebastian Hoffer, Bereitschaftsleiter Gerd Leibold, Ingenieur Rolf Schubert, Landrat Christian Meißner und BRK-Kreisgeschäftsführer Thomas Petrak.

Der Neubau wurde notwendig, weil vor einigen Jahren auf Initiative der heimischen CSU-Bundestagsabgeordneten Emmi Zeulner den ehrenamtlichen Kräften von Bereitschaft und Wasserwacht zwei Einsatzfahrzeuge (Gerätewagen „Sanität“ und ein schnelles Boot für die Wasserrettung) für den Katastrophenschutz zur Verfügung gestellt wurden. Dieses Rettungsgerät war bislang in Doppelgaragen untergebracht, ohne Strom und Wasser, berichtet der Wasserwacht-Ortsgruppenleiter Sebastian Hoffer. Ein Vorteil des Neubaus sei, dass alles benötigte Material an einer Stelle ist.

Insgesamt 340 Quadratmeter für Bereitschaft und Wasserwacht

Das eingeschossige Gebäude in der Schneyer Straße wurde in Leichtbauweise mit einer Nutzfläche von 185 Quadratmeter für die Bereitschaft und 134 Quadratmeter für Wasserwacht erstellt. In den hellen Räumen sind für die Bereitschaft der Gerätewagen Sanität, je ein Rettungs- und Krankentransportwagen sowie ein Mannschaftstransportwagen und zwei Anhänger untergebracht.

Baukosten von 480 000 Euro aus Spenden und Fördergeldern finanziert

Nebenan hat die BRK-Wasserwacht ihr Revier. Neben dem Boot der Schnellen Einsatzgruppe für die Wasserrettung sind noch weitere Boote untergestellt. Darüber hinaus stehen weitere Lagerräume und ein Tauchraum bereit. Die für den Betrieb notwendigen Büros und Versammlungsräume befinden sich im angrenzenden Mehrgenerationenhaus. Die Besonderheit in Michelau sind die funkgesteuerten Tore der Fahrzeughalte.

„Die Ehrenamtlichen Kräfte sind an 365 Tagen rund um die Uhr in Bereitschaft“, erinnerte BRK-Kreisgeschäftsführer Thomas Petrak.

Einweihung BRK–Einsatzzentrum: Für Notfälle bestens gerüstet
Ein weiterer Nebenraum. Foto: Gerda Völk

Die Baukosten des Neubaus betragen 480 000 Euro. Ein Investitionsvolumen welches dank Rücklagen aus Spenden und Fördergeldern finanziert werden konnte. Ohne die Beiträge seiner 4800 Fördermitglieder könnten solche Projekte nicht verwirklicht werden, so Petrak. Zusätzlich habee sich das Projekt noch über eine höhere Einzelspende aus dem Nachlass eines Bürgers und weiteren Geldzuwendungen heimischer Kreditinstitute und Firmen freuen können.

Leider habe der stellvertretende Schatzmeister des BRK-Kreisverbands, Norbert Schneider, die Fertigstellung des Einsatzzentrums nicht mehr miterleben, da er Ende 2018 viel zu früh verstorben ist. Für Schneider sei das Projekt eine Herzensangelegenheit gewesen, für dass er viel Freizeit eingebracht hatte, erinnerte der Kreisgeschäftsführer.

„Alles was wir tun, fußt darauf, dass wir Menschen haben,

die über die Grenzen hinaus tun, was getan werden muss.“

Rainer Mattern, Zwecksverbandsvorsitzender

„Alles was wir tun, fußt darauf, dass wir Menschen haben, die über die Grenzen hinaus tun, was getan werden muss“, erklärte der stellvertretende Coburger Landrat und Vorsitzender des Zweckverbands für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung, Rainer Mattern. Er erinnerte an das Großschadensereignis vor einigen Jahren in Michelau. Bürgermeister Helmut Fischer würdigte die starke Bereitschaft des BRK-Kreisverbands und wünsche den Einsatzfahrzeugen allseits eine gute unfallfreie Ausfahrt aus den Fahrzeughallen.

Kirchlicher Segen

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Den kirchlichen Segen spendete der evangelische Pfarrer Matthias Hain (li.) und sein katholischer Amtsbruder Pfarrer Diter Glaeser. Foto: Gerda Völk

Den kirchlichen Segen spendete die Geistlichkeit, der evangelische Pfarrer Matthias Hain und sein katholischer Amtsbruder Pfarrer Diter Glaeser. Sie erinnerten daran, dass Menschen auf eine gut funktionierende Gemeinschaft angewiesen sind.

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Neben den Fahrzeughallen verfügt die Wasserwacht auch über die benötigten Nebenräume. Foto: Gerda Völk

Von Gerda Völk

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