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MARKTGRAITZ

Kreuz auf Graatzer Berglein strahlt in neuem Glanz

Kreuz auf Graatzer Berglein strahlt in neuem Glanz
Dekan Lars Rebhan hält den Gottesdienst unter dem renovierten Kreuz auf dem „Graatzer Berglein“. Foto: Roland Dietz

Vor einer tollen Kulisse fand in Marktgraitz die Segnung des renovierten Kreuzes auf dem Graatzer Berglein statt. Auch die Open-Air Gottesdienstbesucher, die den beschwerlichen Weg zum Berglein gelaufen waren, wurden zunächst mit einem herrlichen Ausblick bei schönem Sommerwetter entlohnt.

Dekan Lars Rebhan sagte in seiner Predigt: „Wir tun gut daran, wenn wir hoch zu unseren Kreuzen blicken. Im Kreuze wird das Leiden Christi für die Gläubigen dargestellt. Durch die Auferstehung ist das Kreuz uns Christen Trost, Glaube und Hoffnung geworden.“

Dies sei feststellbar, wenn selbst an Stellen, an welchen Menschen ein Unglück erleiden mussten, ein Kreuz aufgestellt sei. Es gebe Trost und Hoffnung für die Zukunft für ein Weiterleben bei Gott. Der Blick auf den Gekreuzigten sei ein wesentliches Merkmal christlichen Glaubens.

Zwei Gruppen sorgen für die musikalische Umrahmung

Der Liedbeitrag des Graatzer Hecht`n Dreigesangs „Hebe deine Augen auf“ aus dem Engelsterzett von Felix-Mendelsson-Bartholdy fügte sich musikalisch wie geistig so wunderbar in den Gottesdienst ein.

Kreuz auf Graatzer Berglein strahlt in neuem Glanz
Die Kemmerer Alphornvögel umrahmten die Kreuzsegnung in Marktgraitz musikalisch. Foto: Roland Dietz

Der Dreigesang sorgte zusammen mit den Kemmerer Alphorn Vögel für die feierliche musikalische Umrahmung des Gottesdienstes.

Bürgermeister Jochen Partheymüller bezeichnete das Kreuz als eines der wichtigsten Symbole der Menschheit in vielen Kulturen. Es gebe Wegkreuze, Gipfelkreuze oder Sühnekreuze. „Das Kreuz auf dem Graatzer Berglein ist eher schon als Gipfelkreuz zu sehen“, so das Gemeindeoberhaupt. Man könne davon ausgehen, dass schon Generationen zuvor hier ein Kreuz aufgestellt hatten.

Kreuz auf Graatzer Berglein strahlt in neuem Glanz
Dekan Lars Rebhan bei der Segnung des Kreuzes. Foto: Roland Dietz

Allerdings ließen sich keine genauen Jahreszahlen oder bedeutende Geschehnisse in Verbindung bringen, und die damaligen Aufsteller seien unbekannt.

Berglein ist ein ganz besonderer Ort

Partheymüller: „Eines ist jedoch sicher, dieser Ort hier ist ein besonderer Ort. Jeder, der hier schon mal alleine war, wird mir beipflichten, dass man die Besonderheit dieses Ortes spüren kann, hier ist ein Kraftort.“ Hier hätten sich nachweislich schon vor 7000 Jahren Menschen aufgehalten, so der Bürgermeister weiter.

In der Nähe des Kreuzes könne der Wanderer in herrlicher Natur entspannen und Kraft tanken. „Das wissen sehr viele, und deshalb sind hier jeden Tag Menschen und verbringen hier einige Minuten oder Stunden“, sagte der Bürgermeister und erläuterte, dass Menschen, die unterwegs waren, beim Anblick des Kreuzes wüssten, dass sie wieder „daheim seien“.

Das bisherige Kreuz wurde 1971 aufgestellt

Das alte Kreuz sei 1971 von Robert Hagenbucher und Günther Hermann aufgestellt worden, so Partheymüller, der dem Sägewerk Partheymüller für die Lieferung des Holzes einer Graatzer Eiche dankte. Der Bürgermeister dankte Bernhard Gesslein, der das Kreuz gezimmert hatte, Roland Schneider für die Blecheinfassung sowie Malermeister Georg Partheymüller der die Restaurierung des Corpus und dessen Farbfassung. Dank gab es auch für die Mitarbeiter des Bauhofes, die das Kreuz aufgestellt hatten. Dekan Lars Rebhan segnete das Kreuz, den Ort und alle, die dort geistig-spirituelle Einkehr halten.

Im Anschluss nahmen alle ein Beisammensein mit Grillspezialitäten und Getränken in herrlicher Atmosphäre und toller Alphornmusik der Alphorn Vögel aus Kemmern wahr.

 

Von Roland Dietz

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