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HOCHSTADT

Am Hochstadter Feuerwehrhaus hängt jetzt ein Lebensretter

Am Hochstadter Feuerwehrhaus hängt jetzt ein Lebensretter
Schnelle Hilfe bei plötzlichem Herzversagen verspricht ein Defibrillator, der ab sofort am Haupteingang des Feuerwehrgerätehauses hängt. Übergeben wurde das Gerät von Stefan Schneyer von der Sparkasse Coburg-Lichtenfels (2. v. re.). Dafür bedankten sich Zweiter Bürgermeister Max Zeulner und im Namen der Freiwilligen Feuerwehr, der stellvertretende Vorsitzende Alexander Schmitt sowie die beiden Kommandanten Holger Herold und Matthias Fischer (v. li.). Foto: Werner Hauber

Treten bei einem Menschen Herzprobleme auf, zählt jede Minute. Die Chancen zu Überleben und keine bleibenden gesundheitlichen Schäden davon zu tragen, steigen proportional an je schneller geholfen wird. Und damit schnell geholfen werden kann, gibt es seit kurzem im Ort einen Defibrillator.

Mit diesem medizinischen Gerät kann durch gezielte Stromstöße betroffenen Personen schnell geholfen werden. Defibrillatoren finden vor allem in Krankenhäusern und Rettungsfahrzeugen Verwendung. Zwischenzeitlich findet man aber auch immer öfters im öffentlichen Raum, wie zum Beispiel in Bahnhöfen oder Schulen, eine leicht bedienbare Variante dieser Geräte.

Rund 1950 Euro fallen an Gesamtkosten an

Die Idee, ein solches Gerät auch in Hochstadt zu platzieren, kam von Robert Kolb, Betreiber der Erste-Hilfe-Schule-Kolb in Hochstadt. Kolb initiierte das Projekt und konnte als Partner die Sparkasse Coburg-Lichtenfels gewinnen, die das etwa 1300 Euro teure Gerät spendete. Der 650 Euro teure Kasten, in dem der Defibrillator wetterfest verstaut ist, wurde seitens der Gemeinde Hochstadt gestiftet. Als Standort wurde zusammen mit den Verantwortlichen der Freiwilligen Feuerwehr die Außenwand direkt am Haupteingang des Feuerwehrgerätehauses festgelegt. Der Defibrillator ist somit jederzeit für alle Bürger zugänglich.

Jeder kann im Ernstfall das Gerät bedienen

„Im Bedarfsfall braucht Niemand Angst zu haben mit dem Gerät etwas falsch zu machen“, so Feuerwehrkommandant Holger Herold. Die Handhabung sei sehr einfach. Dem Gerät liege eine leicht verständliche Kurzanleitung bei. Es müssten lediglich zwei Sensoren-Pads auf die Brust des Patienten geklebt werden und alles Weitere mache der Defibrillator dann vollautomatisch. Falls erforderlich, werde der Ersthelfer durch elektronische Anweisungen zu weiteren Handlungen aufgefordert.

Ergänzend dazu bietet die Freiwillige Feuerwehr, die das Gerät auch regelmäßig prüft und wartet, entsprechende Schulungen für interessierte Vereine und Organisationen an.

Von Werner Hauber

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