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REDWITZ

Vier Varianten für Redwitzer Freibad-Sanierung

Unser Archivbild zeigt Badespaß im Redwitzer Freibad. Doch jetzt steht eine Sanierung an. Foto: Till Mayer

Einen breiten Rahmen auf der Gemeinderatssitzung nahm die Vorstellung der Zwischenergebnisse der Machbarkeitsstudie für das Freibad in Anspruch. Bürgermeister Christian Mrosek schickte voraus, dass in einer Machbarkeitsstudie erkundet werden soll, welche baulichen Mängel im Freibad vorhanden sind und wie diese behoben werden können. Weiterhin soll geprüft werden, welche Attraktivierung sinnvoll und wirtschaftlich ist und wie die vorhandene Badewassertechnik modifiziert werden kann. Diese Fakten sollen sowohl planerisch als auch kostenmäßig aufbereitet werden, so dass die Gemeinde bei Auflegung eines entsprechenden Zuschussprogrammes unverzüglich handeln kann.

Verschiedene Varianten, unterschiedliches Preisniveau

Das Architekturbüro Fischer, Kronach, stellte hierzu verschiedene Varianten vor. Bei all diesen wird der Bestand des Schwimmbeckens durch eine Edelstahl–Beckenauskleidung erhalten. Variante 1 enthält ein neues Kinderbecken und die Sanierung des Schwimmbeckens bei Beibehaltung der Schwimmbahnen. Variante 2 sieht ebenso ein neues Kinderbecken sowie den Umbau des Schwimmbeckens in ein Erlebnis- und Schwimmbecken mit nur noch zwei bis drei durchgehenden Schwimmbahnen vor. Bei Variante 3 wird ein neues Kinderbecken vorgeschlagen sowie ein neues Erlebnisbecken mit verschiedenen Attraktionen. Bei Variante 4 wird neben einem neuen Kinderbecken ein neues Erlebnisbecken mit Attraktionen vorgeschlagen. Das Schwimmbecken bleibt bei dieser Variante ausnahmsweise unverändert.

Die Kosten belaufen sich für die Sanierung des alten Schwimmbeckens mit Edelstahl-Konstruktion auf 1,142 Millionen Euro. Für die Kombination Erlebnis- und Schwimmbecken in einem errechnen sich 1,641 Millionen Euro. Für ein neues separates Erlebnisbecken würden 1,878 Millionen Euro anfallen. Ein neues Kinderbecken allein mit 105 Quadratmetern Wasserfläche errechnet sich auf 706 700 Euro. Bei 75 Quadratmetern Wasserfläche verringern sich die Kosten auf 665 000 Euro und bei 51 Quadratmetern Wasserfläche auf 584 000 Euro.

Weiter ließen die Architekten wissen, dass die technische Anlage auf dem neuesten Stand sei. Berechnet man die Kosten für die noch zusätzlich erforderliche Technik mit ein, kommen bei einer Sanierung des Schwimmbeckens und einem neuen Kinderbecken 1,849 Millionen Euro zusammen.

Wird das alte Becken zu einem Schwimm- und Erlebnisbecken umgebaut, ergeben sich 2,34 Millionen Euro. Auf 3,5 Millionen Euro beläuft sich die Summe bei der Sanierung des alten Beckens und dem Bau eines neuen Erlebnisbeckens und neuen Kinderbeckens. Nicht vergessen dürfe man die Betriebskosten, war sich das Gremium bewusst. Bedauert wurde seitens der Architekten, dass die Förderung zur Sanierung von Freibädern zur Zeit hinter der Erwartung zurück liege und noch nicht spruchreif sei. Der Gemeinderat vereinbarte sich am „runden Tisch“ zusammen zu setzen und zu überprüfen, welche Möglichkeiten für das Redwitzer Bad in Frage kommen.

Thema „Übernahme der B173 alt“

Bezüglich der Abstufung B173 alt erläuterte der Bürgermeister den Sachstand wegen ausdrücklicher Übernahmeerklärung durch die Gemeinde. So war in der Presse Mitte Juni zu lesen, dass das Bundesverkehrsministerium für den Neubau der B173 im Abschnitt zwischen Michelau und Zettlitz Finanzmittel in Höhe von 135,4 Millionen Euro freigegeben hätte. Bisher wurde diese Mittelfreigabe von einer ausdrücklichen Erklärung der Gemeinde zur späteren Übernahme der B173 alt im Gemeindegebiet abhängig gemacht. Nach Auskunft der Abgeordneten Zeulner und Baumgärtner würden die Mittel auch ohne die Übernahmeerklärung freigegeben. Nachdem bisher keine Rückmeldung seitens des Staates erfolgte, wird wohl keine Erklärung der Gemeinde mehr notwendig sein, folgerte Mrosek.

 

Von Thomas Micheel

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