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MARKTGRAITZ

Sommerfest in Marktgraitz: Auf zur Casting-Show in Bremen

Sommerfest in Marktgraitz: Auf zur Casting-Show in Bremen
Wenn die Musiker mit ihren Schlauch-Tröten aufspielen, tanzen die Hühner im Takt. Foto: Roland Dietz

Wer ein schattiges Plätzchen ergattert hatte, war klar im Vorteil beim diesjährigen Sommerfest der Kita St. Michael in Marktgraitz.

„Weil wir glücklich sind, feiern wir ein Fest“, sangen die Mädchen und Jungen zur Begrüßung ihrer Gäste. Die Kinder gehörten wahrscheinlich zu den wenigen, die die tropischen Temperaturen nicht so wichtig nahmen.

Was die Kinder alle Jahre zusammen mit ihren Erzieherinnen auf die Beine stellen, war auch in diesem Jahr wieder aller Ehren wert. So präsentierten die Mädels und Jungs die „Bremer Stadtmusikanten“ einmal aus einer ganz anderen Sicht. „Was ist denn da los?“, fragten sich die Besucher verwundert, als ein Traktor mit lautem Motorengeräusch auf das Gelände vorfuhr. Er hatte Hühner, Hund, Esel und Katze dabei, die sangen: „Unser Lukas hat 'nen Bauernhof ehe, ehe ho. Da bellen Hunde, gackern Hühner, maunzen die Katzen und schreit der Esel ,Iaiaia'.“

Endlich einmal etwas von der Welt sehen

Bei der Unterhaltung der vier Tiere stellte der Hahn fest, dass die ganze Welt sich von seinen Sangeskünsten überzeugen müsste. Deswegen muss er unbedingt zu einer Casting-Show nach Bremen. „Außerdem will man doch was von der großen weiten Welt sehen“, sagte er. In Bremen gebe es auch mit den Stadtmusikanten die erste tolle Band der Welt.

Und dann geht?s auf nach Bremen. Aber im Wald verlaufen sich die vier, weil das Navi ausgefallen ist. Im Wald ist eine wilde Horde Räuber unterwegs, die auf Geld und Schmuck aus ist. Bei genauem Hinsehen selbst erweisen sich die Räuber als ziemlich ängstlich, als sie auf die unheimlichen Waldgeister treffen.„Ihr seid wie ein Jugendchor und nicht wie eine grausame Räuberbande“, stellte einige der Besucher fest.

Sommerfest in Marktgraitz: Auf zur Casting-Show in Bremen
Esel, Hund , Katze und Hahn auf dem Weg in die große weite Welt.

Inzwischen haben die vier Musiker das Räuberhaus erreicht, wo sie sich die Bäuche vollschlugen. Plötzlich musste der jüngste Räuber zurück, um nach dem rechten zu sehen. Als er ins Haus kam, fand er ein „Ungeheuer“ vor. Denn der Hund hat ihn gebissen, die Katze gekratzt, der Hahn furchtbar geschrien und der Esel hat ihn mit einem Kick aus dem Haus befördert. Klar, dass ihn das mächtig verwirrt hat.

Ein neues Zuhause im Räuberhaus gefunden

Und was machten die vier angehenden Musiker? Eigentlich wollten sie nach Bremen weiter ziehen. „Aber so berühmt wie unser Vorgänger werden wir nicht werden“, erkannten sie. Also beschlossen sie, dass sie zunächst einmal im Räuberhaus bleiben werden.

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Im Kindergartenwald warten ängstliche Räuber. Foto: Roland Dietz

Mamas, Papas, Omas und Opas waren begeistert vom Auftritt der Jüngsten und belohnten sie mit begeistertem Beifall. Mit viel Spaß ging?s weiter. Das Spielmobil war zu Gast, es gab eine Verlosung, dazu konnten sich die Kinder schminken lassen. Und auch das Eisauto war da. Aber auch die Erwachsenen ließen es sich mit Kaffee und Kuchen und Grillspezialitäten und vor allen Dingen gekühlten Getränken sehr gut gehen.

Von Roland Dietz

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