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MICHELAU

Ein drittes Nest für „Storchenhausen“

In der Göritzenstraße auf dem Turm einer Firma wurde ein weiteres Storchennest angebracht. Foto: Christa Schröder

In Michelau wurde in der Göritzenstraße auf dem Turm einer Firma ein weiteres Storchennest angebracht. Da die zwei vorhandenen Nester im Ort schnell angenommen wurden und weitere Störche umherziehen, entschloss man sich nun für ein drittes Quartier.

Das Nest mit stabilem Stahlunterbau wurde dem LBV (Landesbund für Vogelschutz) von der Firma Johnson Matthey aus Redwitz als Spende übergeben. Die Vorsitzende der Kreisgruppe Lichtenfels Marion Damm sprach für dieses Geschenk der Firma ihren besonderen Dank aus. Sie freute sich auch darüber, dass das Nest einen so guten Platz bekommen hat.

In der Korbmachergemeinde kein Problem

„Roland Ponsel aus Michelau hat die Konstruktion mit Weidenruten ausgeflochten. Auch dafür möchte ich mich bedanken“, sagte Marion Damm. Jetzt sei es möglich, dass Störche vielleicht schon im nächsten Jahr einziehen werden und das Nest mit Zweigen fertig bauen. Manchmal würde es aber einige Jahre dauern, bis Störche so ein Angebot bezögen, so die Vorsitzende.

Der Chef griff selbst zum Schraubenzieher

Um das große und schwere Nest mit den angebauten Stahlfüßen auf den Turm zu befördern, kam ein Kran einer Dachdeckerfirma zum Einsatz. Zu Besteigen ist die Betondecke des Turmes nur außen über eine Leiter. Werner Kränzle, der Chef der Firma schraubte die Konstruktion hoch oben über den Dächern von Michelau auf dem Betonplatteau des Turmes fest. So kann das Nest auch bei Stürmen nicht umfallen.

Herzliches Dankeschön an die Unterstützer

Am Ende der spektakulären Aktion bedankte sich Marion Damm bei allen Beteiligten. „Ohne das große Engagement von Daniela Aumüller aus Michelau wäre diese tolle Naturschutzmaßnahme wohl nicht so schnell zustande gekommen“ sagte Marion Damm. Finanziell ist das Projekt von Regierung von Oberfranken gefördert worden. (chs)

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