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MICHELAU

Ehrung: Drei haben 150 Mal ihr Blut gegeben

Ehrung: Drei haben 150 Mal ihr Blut gegeben
Bürgermeister Helmut Fischer (vordere Reihe, li.), BRK-Kreisgeschäftsführer Thomas Petrak und die stellvertretende BRK-Vorsitzende Rosemarie Göhring (hintere Reihe, v. li.) sprachen den Geehrten Dank und Anerkennung aus. Foto: Gerda Völk

Gerd Leibold, Rolf Schütz und Bernhard Dumproff geben sich bescheiden. Dabei haben sie es in den vergangenen Jahrzehnten zusammen auf insgesamt auf 450 Blutspenden gebracht und dabei 225 Liter Blut gespendet. Blut, welches dringend benötigt wird und oftmals auch lebensrettend ist. Gefragt nach der Motivation, sagen alle drei übereinstimmend, dass neben der Hilfe für Verletzte und Kranke ihnen die Spende auch gesundheitlich gutgetan hat.

Zum Blutspenden ist Bernhard Dumproff durch die Bundeswehr gekommen, Gerd Leibolds Vorbild war sein Vater und bei Rolf Schütz war es ein Arbeitskollege. Und alle Drei sind nach dem ersten Mal dabeigeblieben. „Vielleicht brauche auch ich einmal Blut“, gibt Bernhard Dumproff zu bedenken.

„Seien sie stolz darauf,

was sie für die Allgemeinheit geleistet haben.“

BRK-Kreisgeschäftsführer Thomas Petrak

Bei der Blutspender-Ehrung der Gemeinde Michelau wurden sieben Blutspenderinnen und -spender für 50-, 75-, 100- und 150-maliges Spenden geehrt. Bürgermeister Helmut Fischer, selbst eifriger Blutspender, dankte den Geehrten für ihr Engagement für die Allgemeinheit. Besondern Dank erreichte die drei „Hochkaräter“, die bereits zum 150 Mal ihren Lebenssaft zur Verfügung stellten.

Stütze des Gesundheitssystems

„Seien sie stolz darauf, was sie für die Allgemeinheit geleistet haben“, sagte BRK-Kreisgeschäftsführer Thomas Petrak, an die Geehrten gerichtet. Das moderne Gesundheitswesen wäre ohne das von den Spendern kostenlos zur Verfügung gestellte Blut nicht möglich.

Petrak würdigte auch das Engagement der zahlreichen ehrenamtlichen Helfer, die zu einer positiven Atmosphäre bei den Blutspende-Terminen beitragen und von der Gemeinde Michelau auch zu den Ehrungsabenden eingeladen werden. Seine 100. Blutspende hatte Petrak ausnahmsweise in Michelau geleistet. Dies sei „historisch“ belegt, sagte der Kreisgeschäftsführer und schmunzelte. Das Blutspendewesen gehöre zu den wichtigsten Aufgaben des Roten Kreuzes.

Der Landkreis Lichtenfels nehme bayernweit eine Spitzenstellung ein, führte der BRK-Kreisgeschäftsführer aus. Deutschlandweit stellten nur drei Prozent der Bevölkerung ihr Blut für die Allgemeinheit zu Verfügung. Die Spendenbereitschaft im Landkreis Lichtenfels jedoch liege bei etwa 13 Prozent.

2018 haben in Michelau an vier Terminen 395 Blutspender teilgenommen, darunter 18 Erstspender. Die Gesamtstatistik des BRK-Kreisverbandes Lichtenfels weist für das vergangene Jahr 42 Termine mit 308 Erstspendern und 5441 Blutspenden aus.

Ehrungen

50-malige Blutspende: Anja Hümmer (Michelau);

75-malige Blutspende: Hedwig Jabs (Neuensee);

100-malige Blutspende: Monika Zielina (Michelau), Hans Seubold (Neuensee);

150-malige Blutspende: Gerd Leibold, Rolf Schütz (beide Michelau) und Bernhard Dumproff (Schwürbitz).

gst

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