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OBERLANGENSTADT

Harmonie–Liederabend: Von Schubert über Tango bis Schlager

Harmonie–Liederabend: Von Schubert über Tango bis Schlager
Der Gemeinschaftschor Johannisthal-Oberlangenstadt-Schmölz, hier unter der Leitung von Agnes Kauffer, befasste sich mit Liebe und Hoffen. Foto: Herbert Knoth

Dass die Sänger im Frankenwald eine intakte Familie und trotz Nachwuchssorgen auch noch mehr als leistungsfähig sind, konnten die Besucher bei einem Liederabend mit Ehrungen eindrucksvoll erleben. Veranstalter war der Männerchor Harmonie Oberlangenstadt. Im Mehrzweckhaus Tüschnitz waren im festlich geschmückten Saal der Liederkranz Johannisthal, der Frauenchor Unterlangenstadt, der Gesangverein 1878 Schmalbuche und die Sängerlust Schmölz am programm beteiligt.

Freude über einen übergreifenden Männerchor

Gruppenvorsitzender Bernhard Zipfel sagte, dass es schon etwas ganz Besonderes sei nach Küps zu kommen, denn wenn woanders nur ein Bürgermeister anwesend sei, hier seien gleich drei anwesend. Auch Erster Bürgermeister Bernd Rebhan lobte das Singen als Bereicherung zu den verschiedensten Anlässen in der Gemeinde und freute sich sehr über das Zusammenfinden eines Gemeinschaftschores der Männer, bestehend aus den Chören Oberlangenstadt, Schmölz und Johannisthal. Er sicherte eine Spende zu, die dieses neu gegründete Gebilde unterstützen und fördern soll.

Zum Auftakt des Liederabends interpretierten beschwingt Agnes Kauffer, Chorleiterin der Harmonie, Michael Bauer, Chorleiter Liederkranz Johannisthal, und dessen Frau Julia mittels Geige, Keyboard und Klarinette das Motiv „Pink Panther“. Sie bereicherten die Veranstaltung auf anspruchsvolle Art und Weise mit weiteren Intermezzos, wie beispielsweise dem von der Melodie her bekannten Tango „La Comparsita“

Lebensmotto der Sänger: Harmonie führt uns zusammen

Chorisch willkommen hießen die Sänger der Harmonie ihre Gäste mit dem frisch gesungenem Titel „Willkommen“. 1. Vorsitzender Helmut Martin schloss sich dieser Begrüßung an. Mit „Harmonie führt uns zusammen“ setzten die Sänger klangvoll fort und dokumentierten damit gleichzeitig auch das, was die Sänger als Lebensmotto pflegen.

Einen Ausflug in die Schlagerwelt stellte der rhythmisch und beschwingte Titel „Wochenend und Sonnenschein“ dar, den man üblicherweise von den Comedian Harmonists zu hören bekommt. Spritzig und schwungvoll zeigte sich der Gemischte Chor Liederkranz Johannisthal. Er spielte gekonnt mit einer alten Melodie, huldigte mit weiteren Stücken aber auch eindrucksvoll dem Wein.

Träume aus der Kinderzeit und ein Grönemeyer-Titel

Klare und helle Stimmen ertönten vom Frauenchor Unterlangenstadt, die sich unter Leitung von Eva Maria Schnapp mit Träumen aus der Kinderzeit befassten, aber auch als Kontrast und Premiere „Mambo“ einen Titel von Herbert Grönemeyer gut nachempfinden ließen.

Nur acht Sänger zählt der Gesangverein Schmalenbuche, der sich das im Gesang aber gar nicht erst anmerken ließ. Sie interpretierten zum Beispiel unter der Leitung von Agnes Kauffer Franz Schuberts Abendrot und auch Entschuldigung von Friedrich Silcher – teils andächtig, teils beschwingt und lebensfroh, aber in jeder Lage harmonisch und tonsicher.

Sängerlust bewegt die Welt: von Mexiko nach Russland

Harmonie–Liederabend: Von Schubert über Tango bis Schlager
Die geehrten Aktiven mit Chorleiterin Agnes Kauffer, Erstem Bürgermeister Bernd Rebhan, Siegfried Bär (40 Jahre aktiv), Hella Klumpp (zehn Jahre Chorleitung), Erich Martin (40 Jahre aktiv), Gruppenvorsitzendem Bernhard Zipfel, Heinrich Härtlein (50 Jahre aktiv) und 1. Vorsitzendem Helmut Martin.

Karl Herzog und die Sängerlust Schmölz bewegten die Welt. Hatte man sie zunächst in Mexiko mit dem Mambo Adelita frisch und freudig erlebt, so schlugen sie die nächste Seite in Russland auf und zelebrierten Kalinka ausdrucksstark. Das Publikum kam nicht umhin, rhythmisch mitzuklatschen.

Den chorischen Abschluss unter der Leitung von Agnes Kauffer lieferte der seit etwa einem Jahr neu zusammengefundene Gemeinschaftschor Johannisthal-Oberlangenstadt-Schmölz. Frisch und klangvoll meinten sie „Nun will der Lenz uns grüßen“ Mit Karl Herzog zelebrierten sie das Volkslied „Wo auf des Tales schmalen Weg“. Und erneut mit Agnes Kauffer versanken sie im Reich der Liebe mit Bangen und Hoffen – gefühlvoll und ausdrucksstark dargeboten.

Mit dem gemeinsam gesungenen Lied „Kein schöner Land“ ging ein schöner Abend Ende.

Ehrungen

Für 50 Jahre aktives Singen wurde namens des Fränkischen Sängerbundes und des Deutschen Chorverbandes Heinrich Härtlein ausgezeichnet.

Für 40 Jahre aktives Singen namens des Fränkischen Sängerbundes Siegfried Bär und Erich Martin.

Vereinsintern würdigten die Verantwortlichen Hella Klumpp für zehn Jahre als Chorleiterin.

Für 40 Jahre Mitgliedschaft: Elke und Udo Baumann, Roland Engelhardt, Siegbert Herrgesell, Gert Schultheiß, Hans und Jochen Thoma.

Für 25 Jahre: Sybille Schwemmlein und Jürgen Hoffmann.

Von Herbert Knoth

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