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WEIDHAUSEN

Turnverein Weidhausen durchbricht Schallmauer

Der Turnverein durchbricht 800-er-Schallmauer
Neben den Ehrenmitgliedern, die vor 50 Jahren eingetreten sind, wurden weitere treue TVW-ler für bis zu 70-jährige Zugehörigkeit durch die Führungsriege ausgezeichnet. Foto: Alexandra Kemnitzer

Der Turnverein Weidhausen hat im März die 800er-Schallmauer durchbrochen. „Unsere TVW-Familie ist aktuell auf 804 Mitglieder angewachsen“, konnte Andre Faber bei der Hauptversammlung in seinem ersten Bericht als Vorsitzender bekannt geben.

„Unsere TVW-Familie

ist aktuell auf

804 Mitglieder angewachsen.“

André Faber, Vorsitzender

Auch wenn die Zahl der 62 Jugendlichen noch „ausbaufähig“ sei, bezeichnet er die 245 Kinder als Rekordwert im Verein. Die steigenden Geburten machen sich demnach auch im TVW bemerkbar. Mit entsprechenden Angeboten für die Jüngsten, wie Eltern-Kind-Turnen oder dem Bambini-Sport, sei der Verein auf dem richtigen Weg. Faber geht davon aus, dass sich an der Nachfrage nach Angeboten für diese Altersklasse in nächster Zeit nichts ändern werde.

In den Bund der Mitglieder, die seit 80 Jahren treu sind, wurde Ilse Lührs aufgenommen, die sich kurzfristig entschuldigen musste. Sie ist das dritte TVW-Mitglied, das eine Ehrung für eine so lange Zeit erhält (weitere Ehrungen siehe Infobox).

Bestätigung der guten Nachwuchsarbeit durch Publikumspreis

Seine gute Arbeit im Nachwuchsbereich habe der Turnverein beim SÜC-Jugend-Cup 2018 als Gewinner des Publikumspreises und Zweitplatzierter bestätigt bekommen. Der Vorsitzende bedauert, dass dieser Wettbewerb heuer nicht mehr für Vereine aus dem Landkreis zugänglich ist, was nicht nachvollziehbar sei. Er machte deutlich, dass der Verein von der Bevölkerungsentwicklung profitieren könne, wenn dieser auch Rechnung getragen werde, die Angebote entsprechend ausgerichtet würden und die Rahmenbedingungen vorhanden seien.

Weiteres Potenzial in den jung gebliebenen Senioren

Weiteres Potenzial für den Verein sieht André Faber in den jung gebliebenen Seniorinnen und Senioren. Hierfür seien Kapazitäten bei den Übungsleitern und den Trainingsstätten notwendig. Er ist zuversichtlich, dass die Gemeinde erkennt, dass der Verein nur seinen Beitrag für die Kommune leisten könne, wenn auch die Infrastruktur vorhanden sei beziehungsweise erweitert werde. Der Vorsitzende ist überzeugt, dass sich der TVW den vielen Herausforderungen stellen kann, und ermutigte, im Verein mitzuarbeiten. Schon frühzeitig müsse versucht werden, auch den Nachwuchs an das Ehrenamt heranzuführen.

Der Turnverein durchbricht 800-er-Schallmauer
Ehrungen für 25 und 40 Jahre: (vorne, v. li.) Bürgermeister Markus Mönch, 3. Vorsitzender Ulrich Vollrath, Regina Knorr, Christine Bauer, Vorsitzender André Faber, (hinten, v.li.) 2. Vorsitzender Hartmut Preiser, Rainer Hofmann, Gisela Anton, Holger Gärtner, Christel Weckel, Ute Rehe und Kirsten-Anja Langguth.

Der TVW ist ein Mehr-Sparten-Verein, was sich in den Berichten der zahlreichen Abteilungen widerspiegelt. Diese bieten ein umfassendes Angebot, sich sportlich zu betätigen. Allein im Bereich Turnen sind zirka 200 Mitglieder in unterschiedlichen Fachgebieten aktiv. Melanie Riedel gab hier einen umfassenden Einblick in die jeweiligen Aktivitäten. Diese erstrecken sich mit Angeboten für die Jüngsten, über Tanz, Gymnastik, Turnen und Trampolinsport, bis hin zum Kickboxen und dem Gesundheitssport. Abgehalten wurden unter anderem die Orts- und Vereinsmeisterschaften im Geräteturnen, Abnahmen des Deutschen Sportabzeichens sowie den Tanztreffpunkten und des traditionellen Turnnachmittags.

Volker Reichel gab Einblick in die Handballabteilung und die Spielgemeinschaft Kunstadt-Weidhausen. In diversen Jugendmannschaften gab es Trainerwechsel. Zudem mussten die Mannschaften während der Sanierung der Mainfeldhalle auf andere Sportstätten in den Landkreisen Coburg, Kronach, Lichtenfels ausweichen. Große Probleme bereiten der Abteilung die allgemeinen Entwicklungen, um immer wieder ehrenamtliche Trainer und Mitarbeiter zu finden. Im Spielbetrieb stehen Nachwuchs- und Seniorenmannschaften.

Wer hat Interesse an Skike?

Michael Gänslein gab bekannt, das in der Nordic-Abteilung nun auch Skike Einzug gehalten hat. Wer dieses Sportgerät ausprobieren will, hat bei den Kursen am 20. April, 4. Mai und 1. Juni die Möglichkeit dazu. Es kommt dem Langlauf-Skating sehr nahe und kann auch ohne Schnee und bei schlechten Straßenverhältnissen betrieben werden.

Beim Tennis besteht im Jugendbereich eine Spielgemeinschaft mit dem SC Sylvia Ebersdorf, während die Damen für den TSV Grub am Forst spielen. Die Herren bilden eine Spielgemeinschaft mit dem TC Sonnefeld, vermeldete Sonja Preiser. Für den interessierten Tennisnachwuchs werde heuer wieder ein Schnuppertraining angeboten.

Bürgermeister Markus Mönch lobte die umfassende und hervorragende Vereinsarbeit des TVW. Davon profitierten die Gemeinde und Einwohner. Er sagte auch weiterhin die Unterstützung der Gemeinde im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu.

Ehrungen

Ausgezeichnet wurden für langjährige Mitgliedschaft.:

80 Jahre: Ilse Lührs.

70 Jahre: Gerhard Angermüller, Irmgard Eckardt, Siegfried Henning, Walter Mönch und Wolfgang Rosa.

65 Jahre: Manfred Gugisch, Ursula Knauer und Gisela Kubatz.

50 Jahre und Ernennung zum Ehrenmitlied: Siegbert Eyrich, Renate Klede, Gudrun Klink, Manfred Künzel, Ingeborg Lux, Hartmut Metze, Gerd Schumann und Horst Zapf.

40 Jahre: Christine Bauer, Holger Gärtner, Rainer Hofmann, Regina Knorr, Ute Rehe und Christel Weckel.

25 Jahre: Gisela Anton, Michael Hofmann und Kirsten-Anja Langguth.

Von Alexandra Kemnitzer

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